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Deutsche Bank mit neuem Rückschlag

Gastautor: Daniel Saurenz
17.02.2017, 14:00  |  1245   |   |   

Deutsche Bank_ Frankfurt_Börse_8Dem europäischen Aktienmarkt fehlt in dieser Woche weiter jeder Schwung. Der DAX notiert schwächer um 11.700 Punkte. Am Ende der Kurstabelle findet man die Deutsche Bank. Die Aktie hat es zum zweiten Mal nicht geschafft die Kurszone um 18-19 Euro zu durchbrechen. Dieses Niveau erreichte die Bank schon im November 2016, also kurz nach der Trump-Wahl. In den USA schnaufen die Indizes nach der Rekordserie durch, was wenig verwundert oder aussagekräftig wäre. Interessant sind die Wirtschaftsindikatoren wie der Philly Fed Index. Dieser errechnet sich über  Umfrageergebnisse unter Unternehmen über die Entwicklung der aktuellen Auftragslage und Erwartungen. Dieser Index kletterte nun auf den höchsten Stand seit 1984. Die Rally in den USA ist also von Indikatoren untermauert. Antizykliker stellen sich natürlich die Frage, wann der Index auch wieder in die andere Richtung tendiert. In den vergangenen Jahren gab es zweimal einen recht scharfen Rückgang der Beurteilung – hier können Sie sich den Index im Detail ansehen.

In den USA gab es in dieser Woche dielängste Gewinnserie mit gleichzeitigen Rekorden im Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq seit Januar 1992. Auch hierzulande schafft das Trio aus MDAX, TecDAX und der SDAX neue Höchststände. Nur der DAX hinkt noch deutlich hinter seinem Rekordstand hinterher. Unterstützt werden die Kursbewegungen auch durch die wirtschaftliche Entwicklung. In den USA waren die jüngsten Konjunkturdaten so robust, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Leitzinserhöhung im März deutlich angesprungen ist. Die große US-Bank JP Morgan etwa rechnet nun nicht mehr im Juni, sondern schon im Mai mit der ersten Leitzinserhöhung der US-Notenbank Fed. Auch in Deutschland sind überwiegend positive Signale zu vernehmen. So ist die Wirtschaft im vierten Quartal wieder stärker gewachsen, auch wenn die Erwartungen der Analysten leicht verfehlt wurden.

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Unsere Chartanalyse:

Schwache Vorgaben von den amerikanischen Börsen drückten den DAX am Donnerstag in die Verlustzone. Damit setzt der Index seine Konsolidierung fort. Gerade der negative Verlauf am Nachmittag zeugt von der zunehmenden Abgabebereitschaft der Investoren. Dies könnte den DAX zum Wochenausklang weiter und Druck setzen.

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Die deutschen Blue Chips präsentierten sich gestern schwach. Mit einem Tagestief bei 11.725 wurde noch einmal die Unterstützung vom Vortag angelaufen und bestätigt. Auch wenn diese Marke am Donnerstag gehalten hat, bleibt deren Zuverlässigkeit fraglich und müsste sich in den kommenden Tagen erst noch als tragfähiger Boden bewähren.

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Mit dem gestrigen Minus entfernt sich das Kursbarometer zudem wieder vom bisherigen Jahreshoch. Dieses wurde Ende Januar bei 11.893 Zählern markiert und stellt nun einen harten Widerstand dar. Gegenwind könnte auch aus New York kommen. Der Dow Jones steigt bereits die vierte Woche in Folge und zeigt erste Anzeichen einer Ermüdung. Setzt bei den US-Aktien eine überfällige Korrektur ein, dürfte dies auch den DAX belasten.

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Derzeit notiert der heimische Leitindex gut zehn Prozent über seiner 200-Tage-Linie (violetter Verlauf im Wochenchart). Erfahrungsgemäß deutet diese Größe bereits auf eine leicht überkaufte Marktsituation im DAX hin, die zumindest eine Fortsetzung der Konsolidierung nahelegt.

Um das mögliche Abwärtspotenzial einzuschätzen, hilft ein Blick auf den Stundenchart. Die ansteigende 21-Tage-Linie (blau) bei 11.667 Punkten stellt eine erste Unterstützung dar. Hier könnten Schnäppchenjäger in Erscheinung treten, die den DAX auf seinem durchschnittlichen Monatspreis als attraktive Einstiegsbasis sehen. Sollte sich die Korrektur jedoch fortsetzen, stellt die Zone um 11.500 Zähler eine weitere Nachkaufgelegenheit dar.

Fazit: Anleger sollten die derzeitigen Schlüsselmarken im Auge behalten. Kurzfristige Engagements rentieren sich allenfalls für Trader. Mittelfristig betrachtet befindet sich der DAX jedoch in einem intakten Aufwärtstrendkanal. Widerstände verlaufen aktuell um 11.893 und 11.985 Punkte.

Diese Chartanalyse stellen wir Ihnen gemeinsam mit Index-Radar zur Verfügung. Wenn Sie uns oder ihn unterstützen möchten, würden wir uns freuen, wenn Sie sich den Premium-Bereich von Index-Radar einmal ansehen. Hier geht`s dorthin…

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