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US-Einzelhandel Walmart spioniert bei Aldi

01.03.2017, 13:45  |  3491   |   |   

Aldi wächst in den USA jährlich zweistellig. Nun geht der nervös gewordene Noch-Branchenprimus Walmart spionieren. Insgesamt sollen 1.200 der 1.600 Aldi-Filialen ins Visier genommen werden. Es geht hauptsächlich um die Preisgestaltung im Lebensmittelbereich. Weitere Konkurrenz könnte zukünftig von Lidl kommen.

Walmart plant scheinbar eine Billig-Offensive gegen Aldi. Laut "Spiegel" werden dazu künftig Walmart-Angestellte in 1.200 Aldi-Geschäfte geschickt, um die billigsten Preise zu ermitteln. Das logische Ziel: Es sollen noch mehr Kunden bei Walmart einkaufen. Anscheinend setzte der Branchenriese im Lebensmittel-Segement bislang zu hohe Preise an.  

Während Aldi in Deutschland nach neuen Shop-Konzepten sucht, um im Kampf der Discounter zu bestehen, hat die Marke in den USA durchaus Substanz. Der Discounter "Made in Germany" ist seit 1976 in den Staaten vertreten und wächst jährlich im zweistelligen Bereich. Dass lässt die Konkurrenz unruhig werden.

Mit seinen 1.600 Filialen hat Aldi in Amerika einen Marktanteil von bisher nur 1,5 Prozent. Walmart führte 2016 insgesamt 5.229 Filialen und kann damit einen Marktanteil von stolzen 20 Prozent ("statista") auf sich vereinen. An die Wachstumsrate von Aldi kommt der Primus jedoch nicht heran. Sein Nettoumsatz stieg von 288,05 Milliarden Dollar im Jahr 2015 auf 298,38 Milliarden Dollar in 2016 ("statista"). Ein Wachstum von lediglich 3,6 Prozent.

Es sind nicht nur die höheren Wachstumsraten des Wettbewerbers, vor denen sich Walmart fürchtet. Auch der geplante Ausbau des Filialnetzes dürfte dem Platzhirsch zu schaffen machen. Aldi will in den kommenden zwei Jahre circa 400 neue Geschäfte eröffnen.

Weitere Konkurrenz könnte zudem auch von Lidl kommen, denn das Unternehmen plant diesen Sommer seine ersten 20 Filialen in den USA zu eröffnen. Dass Lidl durchaus in der Lage ist, einen neuen Markt schnell zu durchdringen, hat die Kette unlängst in Spanien und Portugal bewiesen. Allein 350 Millionen Euro investierte Lidl 2016 in Spanien. Daneben wurden dreistellige Millionensummen in den Umbau deutscher Filialen ("Focus") investiert. Sowohl Lidl als auch Aldi konnten 2016 in Deutschland ein Umsatzplus von 2,1 restriktive 0,2 Prozent ausweisen ("Wirtschaftswoche").

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Kommentare

Wie seriös sind solche Artikel, wenn es schon bei den Grundlagen fehlt?

Es gibt kein ALDI, sondern Aldi Süd und Aldi Nord.

Das Foto zeigt das Logo von Aldi Nord, die nicht eine einzige Filiale in den USA haben.

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