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Insider: Steckt ein Geheimplan hinter den Lanz, Will und Co. Talkshows?

Gastautor: Heiko Schrang
06.03.2017, 16:58  |  2475   |   |   

Vor über drei Jahren berichteten wir in dem Artikel: „Der Geheimplan hinter Markus Lanz Skandalsendung“ darüber, dass ein ganz klares Schulungsprogramm für Top-Moderatoren existiert, wie man gezielt unbequeme Gäste diffamiert. (Siehe Auflistung unten.) Da der der Artikel damals mehrere Hunderttausend Leser erreichte, wurde er als Gehirngespinst und Verschwörungstheorie abgetan.



Erstaunlich ist nur, dass speziell in den letzten Jahren, genau nach dem von uns beschriebenen Punkteplan, in den Talkshows vorgegangen wird.

Es wird immer offensichtlicher, dass die Moderatoren in den Talkshows nach dem gleichen Schema arbeiten. Diese Erfahrung mussten vor Jahren bereits  Eva Hermann 2007 in der Sendung von J. B. Kerner machen und 2014 Sarah Wagenknecht bei Markus Lanz. Zahlreiche weitere Fälle folgten.

Nach außen hält man verkrampft an dem Märchen fest, Talkshows wären faire Diskussionen mit einem offenen Ergebnis. Dabei sind sie in der Regel nichts anderes, als inszenierte Showveranstaltungen, die beim Zuschauer den Eindruck erwecken sollen, es gäbe im Fernsehen so etwas wie einen „demokratischen Wettstreit der Meinungen“.

Jüngstes Opfer wurde der Historiker Dr. Daniele Ganser, der in der Sendung „Arena“ gezielt vorgeführt wurde. Thema war, dass die Leitmedien wichtiger denn je wären, um die Lügen Donald Trumps aufzudecken. Ganser wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Vorgänger Trumps, Barack Obama während seiner Amtszeit alleine 2016 stündlich drei Bomben abwerfen ließ, während sein Nachfolger bisher noch keinen einzigen Krieg angefangen habe.

Auf keines von Gansers Argumenten wurde eingegangen, sondern man wischte es mit der Bemerkung vom Tisch, Trump sei der unbeliebteste Präsident aller Zeiten. Am Schluss wurde Ganser sogar als Verschwörungstheoretiker hingestellt, der nicht die Wahrheit sagt.

Höchstwahrscheinlich wusste er vor der Sendung nichts von dem geheimen Schulungsplan der Mainstreammoderatoren über den bereits im Buch „Die Jahrhundertlüge, die nur Insider kennen 2“ berichtet wurde.

Laut Insiderinformationen gibt es nämlich für die Spitze der Moderatoren spezielle rhetorische Schulungen, wie mit Gästen umgegangen werden soll, die eine systemkritische Haltung vertreten (z.B. Euro, EU, Trump, Flüchtlingskrise etc.).  Die nachfolgenden Punkte sollen Teil dieser speziellen rhetorischen Schulung sein:

– Die Motive des Kontrahenten müssen in Frage gestellt werden, so dass der Zuschauer den Eindruck gewinnt, dass er nur von persönlichen bzw. materiellen Vorteilen motiviert ist.

– Der Moderator hat empört zu reagieren, wenn bestimmte Personen bzw. angesehene Gruppen angegriffen werden. In diesem Fall ist die Diskussion über Tatsachen zu vermeiden und der Gegner in die Defensive zu drängen.

– Egal, welche Beweise der Talkgast liefert, er muss denunziert werden, als verbreite er Gerüchte. Sollte der Kontrahent sich auf Internet-Quellen beziehen, ist wie folgt zu verfahren: Sie müssen als unseriös und als Verschwörung dargestellt werden.
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Heiko Schrangbeleuchtet regelmäßig die Themen Inflation und Staatsbankrott und berichtet über Sachwertanlagen wie 1A-Immobilien als Kapitalanlagen. Seit 2005 hält Heiko Schrang zudem Vorträge zu den Themen Inflation, Gold und Finanzkrisen.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.macht-steuert-wissen.de

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