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Wochenstart verpatzt Dunkle Wolken über dem Dax. Deutsche Bank mit neuen Kurszielen.

07.03.2017, 10:15  |  2916   |   |   

Der Wochenauftakt verlief an den Aktienmärkten überaus durchwachsen. Der Dax unterschritt die 12.000er Marke und sendet damit ein erstes Warnsignal. Die geplante Kapitalerhöhung bei der Deutschen Bank schlug hohe Wellen und riss die Aktie in einer ersten Reaktion nach unten.

Es ziehen dunkle Wolken auf. Der Dax unterschritt am Montag die 12.000er Marke. Das ist noch keineswegs als kritisch zu bezeichnen, hat diese Marke doch eher eine symbolische bzw. psychologische Bedeutung. Vielmehr bereitet das Umfeld Sorgen. Aus China gab es negative Nachrichten bezüglich der Wirtschaftsentwicklung. Die US-Märkte als Antrieb für den Dax in den letzten Wochen nahmen sich auch eine Auszeit und reagierten ihrerseits auf die neuen politischen Entwicklungen in Washington. Einzig der schwache Euro wirkte sich stützend auf den Dax aus. Für sich genommen sind das alles (noch) keine besorgniserregenden Nachrichten. Allerdings treffen sie auf Aktienmärkte, die sich in den letzten Wochen exzellent entwickelt haben und stark überkauft sind. Die hohen Indexstände machen Dax, Dow Jones Ind. & Co. anfällig für negative Nachrichten und Einflüsse. Hinzu kommt, dass der Optimismus derzeit extrem ausgeprägt ist. Ein Ende der Rekordjagd scheint für viele Marktteilnehmer undenkbar zu sein... Genauso wie ein stark ausgeprägter Pessimismus die ideale Basis für eine Erholung ist, ist ein stark ausgeprägter Optimismus die ideale Basis für eine Korrektur.

Als Anleger sollte man jetzt vorsichtig agieren und sich der Risiken bewusst sein. Bezogen auf den Dax sind die Unterstützungsbereiche um 11.850 Punkte und vor allem um 11.500 Punkten von großer Bedeutung. Ein Rücksetzer unter die 11.500er Marke wäre aus bullischer Sicht nicht zu tolerieren und würde eine Neueinschätzung der Lage erforderlich machen. Auf der Oberseite hat das bisherige Jahreshoch bei 12.082 Punkten eine hohe Relevanz. Wird dieses überschritten, wäre das ein klares Signal zur Fortsetzung der Aufwärtsbewegung.

Die Deutsche Bank stellte ein ganzes Maßnahmenpaket vor, um das Unternehmen besser aufzustellen. Hierzu gehört auch die Ankündigung einer Kapitalerhöhung. Das ist ein Begriff, der von Aktionären nicht gern gehört wird, erfolgt so doch eine Verwässerung. Die Reaktion war dementsprechend. Am Montag wurde die Aktie erst einmal auf Talfahrt geschickt. Die fundamentalen Aspekte der Maßnahmen möchten wir an dieser Stelle einmal außen vor lassen. Spannend ist die Charttechnik. Die Nachricht traf die Aktie der Deutschen Bank in einer prekären Lage. Wir hatten in unserem Kommentar vom 24.02. bereits auf eine potentielle SKS-Formation verwiesen. Noch am Donnerstag sah es so aus, als ob sich die Aktie tatsächlich aus dieser Trendwendeformation befreien könne. Doch der Ausbruch über die 20 Euro gelang nicht. Am Montag erfolgte schließlich der massive Abverkauf. Der Aufwärtstrend ist mittlerweile passé. Das Chartbild hat sich damit weiter eingetrübt. Statt der SKS-Formation haben wir es nun mit einer satten Doppel-Top-Formation zu tun. Wird nun auch die Unterstützung bei 17 Euro noch unten durchbrochen, eröffnet sich weiteres Abwärtspotential. Mögliche Korrekturziele liegen dann bei 15,5 und 14,0 Euro. Das Korrekturszenario ist vom Tisch, sollte die Aktie über das letzte Hoch bei 20,0 Euro ausbrechen können. Aktuell notiert sie bei 17,5 Euro.  Da der Druck aufgrund der geplanten Kapitalerhöhung wohl auch in den nächsten Tagen auf der Aktie lasten dürfte, ist aus unserer Sicht eine Fortsetzung der Korrektur auf 15,5 Euro das wahrscheinlichere Szenario.



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