DAX-1,42 % EUR/USD+0,31 % Gold-0,22 % Öl (Brent)-1,95 %

Rekordgewinn Bei Beiersdorf werden Aktionäre knapp gehalten

08.03.2017, 18:30  |  1534   |   |   

Mit den Zugpferden Nivea, Eucerin und La Prairie steigerte Beiersdorf 2016 seine Erlöse um 3,2 Prozent auf 6,75 Milliarden Euro. Dies war ein Rekordergebnis für das Hamburger Unternehmen. Trotzdem fällt die Dividende mau aus.

Die, die an den Kosmetikproduzenten glauben, erhalten nur 70 Cent je Aktie - genau, wie in den Jahren zuvor. Analysten hatten mit einer Erhöhung auf 71 bis 75 Cent pro Papier gerechnet.

Der Beiersdorf-Vorstandschef, Stefan Heidenreich, verkündete, dass das Unternehmen das höchste Ebit und die höchste Ebit-Umsatzrendite in der Geschichte des Unternehmens erwirtschaftet habe. Der Reingewinn kletterte auf 727 Millionen Euro und der Betriebsgewinn auf etwas mehr als eine Milliarde Euro. Während die Kosmetiksparte beim operativen Ergebnis deutlich zulegte, verdiente die Klebstofftochter Tesa trotz gestiegener Erlöse weniger. Der Beiersdorfumsatz hatte 2016 in Nordamerika um 1,4 Prozent auf 432 Millionen Euro zugelegt, in Lateinamerika ging er wechselkursbereinigt um 0,7 Prozent auf 646 Millionen Euro zurück, siehe hier.

Ein großer Teil der Ausschüttungen von 159 Millionen Euro geht an die Hamburger Milliardärsfamilie Herz, die über ihre Holding Maxingvest gut die Hälfte der Anteile an dem Kosmetikkonzern hält.

Der Beiersdorf-Konzern will in diesem Jahr seine Marken jenseits der Hauptmarke Nivea voranbringen. Vincent Warnery soll die Apotheken- und Drogerie-Marken Eucerin und Hansaplast sowie die teure La Prairie-Kosmetik pushen. Daneben sind weitere Produktinnovationen in der Pipeline: Eine davon ist ein neues Sonnenschutzmittel mit Kleidungsschutz. Hinterlässt es die typischen gelben Flecken auf der Kleidung, dann sollen sich diese wieder herauswaschen lassen. Auch das "Sorgenkind" Labello soll mit neuen Produkten in diesem Jahr glänzen.

Das Kurstief von Anfang Dezember ist mittlerweile überwunden. Seit dem Durchbruch der 85-Euro-Schwelle Mitte April zeigt das Papier jedoch Ermüdungserscheinungen, die die Aussicht auf ein neues Allzeithoch trüben. Am bislang teuersten war die Aktie Ende 2015 mit einem Preis von knapp 90 Euro. 



0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel