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Hat Apple die richtige Formel gefunden, um diesen neuen Markt zu knacken?

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
15.03.2017, 08:00  |  890   |   |   

Apple (WKN: 865985) ist gerade dabei, sich in der indischen Smartphone-Industrie zu etablieren. Das Unternehmen befand sich Ende Januar schon in Gesprächen mit der Regierung, um ein Werk in diesem Land zu bauen. Die Chefs von Apple hatten sich mit indischen Regierungsbeamten getroffen, um verschiedene Dinge zu besprechen. Dabei ging es um eine Ausnahmeregelung, um für 15 Jahre von den Zollgebühren befreit zu werden und um die Verwendung lokaler Komponenten (30 %) in den Endgeräten, die in Indien verbaut werden müssen.

Der Financial Express meldet jetzt, dass das indische Ministerium für Handel und Industrie gegenüber dem Vorschlag von Apple positiv gestimmt ist. Wir wissen nicht, wie es um diese Verhandlungen steht. Das wird sich erst noch zeigen. Aber Reuters meldet, dass Apple schon dabei wäre, ein Werk auf die Beine zu stellen, in dem die iPhones zusammengebaut werden sollen.

Bildquelle: Apple

Apple beginnt damit, iPhones in Indien zusammenzubauen

Reuters meldete vor kurzem, dass Apple, zusammen mit Wistron Corp., das 4-Zoll-iPhone SE im April dieses Jahres in Indien zusammenbauen möchte. Die Nachrichtenagentur zitierte dabei ungenannte Quellen. Das wäre ein logischer Schachzug, da Wistron Corp. ebenfalls gerade dabei ist, ein Werk in der Nähe von Bengaluru aufzubauen.

Zusätzlichen meldete die Economic Times, dass die Anfangsproduktion der indischen iPhones SE irgendwo zwischen 300.000 und 400.000 Einheiten liegen soll. Das ist ein sehr kleiner Wert, wenn man bedenkt, dass Apple allein im letzten Jahr in Indien 2,5 Millionen iPhones verkauft hat. Es ist wahrscheinlich, dass das Unternehmen die Produktion erhöhen wird, sobald grünes Licht von den indischen Behörden kommt.

Die Quellen von Reuters sagen, die Produktion des iPhone SE in Indien würde aber nicht von dem Ausgang der Verhandlungen mit der Regierung abhängen. Das deutet an, dass Apple jetzt schon willens ist, den Markt zu testen, indem man das günstigste Angebot in dem Land zusammenbaut. Das würde die Kosten des Gerätes nämlich weiter senken.

Geringere Preise, um mehr Kunden zu gewinnen.

Das iPhone SE ist das günstigste iPhone von Apple und sollte eigentlich die Umsätze in Indien erhöhen. Apple hat zu diesem Zweck den Preis etwas gesenkt. Die 16-GB-Version des Gerätes wird für INR 39.000 oder 582 US-Dollar (zum aktuellen Wechselkurs) verkauf.

Das ist aber deutlich mehr, als der Preis des iPhone SE im Rest der Welt. Dort kostet das Gerät nämlich 399 US-Dollar. Das Unternehmen hat einen großen Fehler gemacht, indem dieses 4-Zoll-iPhone so hochpreisig angeboten wurde. Für dieses Geld bekommt man auch das Galaxy S6 Edge von Samsung (WKN: 888322), das zudem einen größeren Bildschirm und einen größeren Speicher hat.

Wenn wir bedenken, dass die Inder große Smartphones mögen, dann hätte Apple für das iPhone SE weniger verlangen sollen. Das Unternehmen erkannte seinen Fehler und senkte den Preis der Basisversion um etwa 27 % auf INR 28.600, was etwa 427 US-Dollar zum aktuellen Wechselkurs beträgt. Das liegt preislich schon nahe des Preises eines 16-GB-iPhone SE ohne Simlock in den USA.

Apple wird darüber hinaus das iPhone SE in Indien herstellen und sollte das Gerät daher sogar noch günstiger anbieten können, da keine Importzölle anfallen und diese Ersparniss an die Kunden weitergegeben werden könnte.

Es kommt auf den Preis an.

Die Investoren von Apple sehen es als etwas Positives an, dass Apple die iPhones jetzt auch in Indien herstellen lassen möchte. So sollte das Unternehmen imstande sein, mehr Smartphones zu verkaufen und die eigene Marke dort besser zu verbreiten.

Laut Katy Huberty von Morgan Stanley beträgt die Markenbekanntheit von Apple in Indien nur 50 % (Stand 2016). Aber 80 % der Inder kannten Samsung. Das liegt daran, dass Samsung den indischen Smartphone-Markt in allen Segmenten für sich gewinnen konnte. Von den günstigsten Smartphones bis zu den Teuersten. Das Unternehmen hält, laut den letzten Zahlen, einen Marktanteil von 25 %.

Es ist klug von Apple, mit dem günstigsten Smartphone im Portfolio in Indien zu produzieren, da man damit die Preise noch einmal senken und mehr Kunden erreichen kann. Das Unternehmen kann sich dann in der Wertkette weiter nach oben arbeiten, denn das verfügbare Einkommen der Inder steigt.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Apple.

Dieser Artikel wurde von Harsh Chauhan auf Englisch verfasst und wurde am 10.03.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2018 $90 Calls auf Apple, Short Januar 2018 $95 Calls auf Apple.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

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