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Marktanalyse Fed erhöht Leitzins - Euro legt zu

Nachrichtenquelle: ActivTrades
16.03.2017, 01:00  |  1318   |   |   
Enlarge Es war keine sonderlich große Überraschung, dass die US-Notenbank Fed die Leitzinsen am Mittwochabend um 25 Basispunkte auf 0,75 bis 1,0 Prozent und damit auf das höchste Niveau seit Oktober 2008 angehoben hat. Damit setzte die Federal Reserve ihren Kurs fort, die Geldpolitik nach der schweren Finanzkrise zu normalisieren. Hingegen sorgte Janet Yellen mit ihrer Pressekonferenz für Enttäuschung und schlussendlich geriet der US-Dollar auf breiter Front unter Druck.

Die US-Währung stand aber schon seit am Mittwochmorgen wegen Gewinnmitnahmen unter Beschuss. Die Investoren ignorierten die Leitzinserhöhung fokussierten sich stattdessen auf den Dot Plot sowie auf das Abstimmungsergebnis der Währungshüter. Die Entscheidung fiel nicht einstimmig. Ein Mitglied, Neel Kashkari, Präsident der regionalen Notenbank von Minneapolis, stimmte gegen eine sofortige Zinserhöhung.

Die Wachstums- und Inflationsprognosen wurden leicht nach oben revidiert. Ihre Erwartungen für die Arbeitslosenquote ließ die Fed unverändert. Die mittelfristigen Zinsprognosen wurden im Vergleich zu vergangenen Dezember kaum angehoben. Insgesamt stellte die Fed weitere zwei Zinsschritte in diesem Jahr in Aussicht. Viele Marktteilnehmer hatten allerdings mit drei Erhöhungen gerechnet. Darüber hinaus war Janet Yellen auf der anschließenden Pressekonferenz nicht optimistisch genug, um die Dollar-Bullen zu retten.

Während Yellen die positive Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage betonte, legte sie Wert auf die Feststellung, dass die Notenbank weiterhin um eine Politik maßvoller Zinserhöhungen bemüht ist. Yellen bezeichnete drei Zinsschritte als maßvoll und sie erwartet, dass die Geldpolitik noch für einige Zeit akkommodierend bleibt.

Insbesondere bei den US-Renditen ist die Enttäuschung über die geldpolitische Sitzung der US-Notenbank sichtbar. Denn die US-Rendite 10-jähriger Staatsanleihen fiel seit Mittwochabend um mehr als 10 Basispunkte. Die Fed-Funds-Futures signalisieren, dass Finanzanleger einer Zinserhöhung der Fed bis zum Juni nur noch eine Wahrscheinlichkeit von 46 Prozent beimessen, nach zuvor 60 Prozent. In den kommenden Tagen droht ein weiterer Rückgang, denn die Händler werden ihre Erwartungen anpassen angesichts der Kommentare von Yellen

Im Wirtschaftskalender stehen heute die Konsumentenpreise aus der Eurozone sowie geldpolitische Entscheidung der Bank of England an. Durch die aus dem Brexit resultierenden wirtschaftlichen Risiken sollte die BoE den Leitzins unverändert bei 0,25 Prozent belassen. Jenseits des Atlantiks werden hingegen die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten und die Daten zum Häusermarkt veröffentlicht.

Für den Euro bleibt die charttechnische Ausgangslage unverändert konstruktiv. Es besteht weiterhin die Möglichkeit auf eine potenzielle inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation. Für das lehrbuchmäßige Abschließen dieser Umkehrformation brauchen wir Kurse im Bereich um 1,0860. Durch den gestrigen Schlusskurs über der 38-Tage-Linie (akt. bei 1,0644) wurde ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg in Richtung der Nackenlinie bei rund 1,0860 erreicht. Das rechnerische Anschlusspotenzial lässt sich auf rund 4,5 Cents taxieren.

Malte Kaub
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