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Studienergebnis Auf dem Weg zu einer Zero-Paper-World

22.03.2017, 16:33  |  2419   |   |   

Laut den Studienergebnissen des Digitalverbands Bitkom trennen den Deutschen vom papierlosen Arbeitszimmer genau sieben Aktenordner. Der Wunsch nach noch weniger Papier ist groß, denn jeder dritte Internetnutzer möchte persönliche Dokumente am liebsten per E-Mail erhalten.

Der Digitalisierungsprozess verändert auch den privaten Haushalt, denn wenn Steuererklärungen nur noch Online gemacht werden und Verträge als PDFs mit elektronischer Unterschrift versehen werden können, dann brauchen Verbraucher bald keine Ordner, Drucker und Ablagen mehr.

Schon heute scannt oder fotografiert jeder Vierte regelmäßig Papierdokumente, um sie digital zu archivieren ("t3n"). Noch vor drei Jahren hatten nur 15 Prozent der Befragten ihre Dokumente elektronisch gespeichert. Dies hat sich erheblich gewandelt, denn mittlerweile verwaltet fast jeder Dritte (28 Prozent) Bundesbürger seine Dokumente digital. Dafür wird klassischen Speichermedien mehr vertraut, als Virtuellen, sogenannten Clouds, oder externen Datenträgern, wie USB-Sticks oder externen Festplatten. Dabei wären die Daten auf einem externen Speichermedium wesentlicher sicherer, als auf der Festplatte.

Der Trend geht eindeutig in Richtung papierlos, denn nur noch 69 Prozent der Internetnutzer bevorzugen noch Dokumente in Papierform - 2013 lag der Anteil noch bei 81 Prozent. Was sind die letzten Hürden zur privaten Zero-Paper-World? Die Angst vor dem Zugriff Fremder während der Datenübertragung ist besonders groß. Jeder Fünfte befürchtet, dass bei der elektronischen Übertragung Daten verloren gehen könnten. Und dann gibt es noch rechtliche Bedenken, wie die Frage, ob digitale Dokumente die gleiche Gültigkeit wie Papierdokumente besitzen.

Die Vorbehalte gegenüber elektronischer Datensicherung zeigen sich auch darin, dass jeder Zweite beide Varianten, also Papier und Digitaldokument, aufbewahrt. Nur 35 Prozent werfen das Schriftstück nach dem Einscannen in den Papierkorb oder behalten lediglich die Wichtigsten. Somit wird deutlich, dass der private Haushalt noch nicht richtig auf die bevorstehende papierlose Epoche vorbereitet ist. Bevor man etwas wegwirft, hebt man es lieber auf. 

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