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DAX-Chartanalyse: Schwache Woche mit versöhnlichem Ausgang

DAX-Chartanalyse Schwache Woche mit versöhnlichem Ausgang

Gastautor: Andreas Mueller
26.03.2017, 11:50  |  9855   |   |   

Ein kurzer Schreck aber am Ende nur ein leichtes Minus halten im DAX die Hoffnung auf weitere Kursanstiege am Leben. An welchen Marken man Umdenken muss und was sich ereignete, stellt dieses DAX-Chartanalyse dar.

Das Trendverhalten des Aktienmarktes stockte in der vergangenen Woche. Mit einem ersten kritischen Blick auf die Analyse aus der Vorwoche „Ein Schritt höher zum Allzeithoch“ muss resümiert werden, dass dies nicht mehr so reibungslos wie in den Vorwochen ablief. Mit einem Minus von 0,26 Prozent verlor der DAX zwar nicht merklich, aber konnte sich auch nicht näher an das Allzeithoch heran bewegen. Was dabei genau in der Vorwoche geschah und welche weitere Entwicklung ich favorisiere, erfahren Sie in dieser Chartanalyse.

 

Die Bären schlugen zu

 

Gleich zum Wochenbeginn setzten die Marktteilnehmer auf fallende Kurse. Damit entfernte sich der DAX wieder vom Zwischenhoch bei 12.100 Punkten aus dem Märzbeginn und näherte sich gleich am Montag der Unterstützungszone oberhalb von 12.000 Punkten an. Dort verliefen, wie in der Vorwochenanalyse gezeigt, eine Unterstützung und ein Aufwärtstrend. Als recht präsenten Bereich im Chartbild hatten diesen somit auch andere Marktteilnehmer im Blick. Ich zeigte ihn als hellroten Bereich in der Vorwochenanalyse (Rückblick):

 

 

Es verwunderte daher nicht, dass am Montag keine Dynamik aufkam. Weder ein Bruch nach oben hin zur 12.100 und damit der Versuch eines Ausbruchs für die Bullen noch ein Ausbruch unter diesen Bereich bei 12.020 Punkten etwa mit Ausbruchsversuch der Bären kam zustande. Ich nannte dies im Forum einen „Flatline-Day“ (in diesem Beitrag ->) und wartete entsprechend ab:

 

 

Natürlich konnte man diese Intraday-Range auch handeln, wie ich beispielhaft im Dow Jones am Nachmittag bei nextmarkets (und in diesem Beitrag ->) zeigte:

 

 

Als Broker für die Umsetzung dieser Ideen kann ich nur noch einmal auf die Informationen bei JFD verweisen ( Infoseite ).

 

Mehr Bewegung zeigte der DAX dann am Dienstag und unterschritt den gezeigten Bereich. Das logische Kursziel und damit die Abarbeitung des Pfeils im Chartbild oben / Vorwoche führte mit dem Druck der ausgeführten Stopp-Orders auch recht schnell zum Bereich um 11.930 Punkte. Wir erinnern uns hierbei an diesen Bereich als ehemalige Unterstützung aus Mitte März. Und daran erinnerten sich auch andere Marktteilnehmer, zumindest am Dienstag als der DAX recht genau dort Halt machte.

 

Nicht für lange, denn der Druck aus den amerikanischen Märkten war nun dominant. Dort verlor der Dow Jones kräftiger, als gezeigte Range brach. Im Stundenchart sah man dies sehr deutlich als Signal und konnte es natürlich auch handeln:

 

 

Für den DAX bedeutete dies, dass das Szenario mit der „Rutschgefahr“ aus dem eingangs gezeigten Bild zum Tragen kam. Tatsächlich zeigte sich unter 11.930 ein sehr hohes Volumen im DAX. Es war rückblickend damit der volumenstärkste Tag der Woche mit mehr als 4 Milliarden Euro Umsatz auf XETRA! (Dies sehen Sie hier auf wallstreet-online -> )

 

Ein Grund für den Wechsel ins Bärenlager?

 

Ganz so einfach ist Börse leider nicht. Nach einer schwachen Eröffnung stabilisierte sich der DAX wieder an den Kursspitzen der letzten Februartage und vollzog ein „Pullback an ehemaliger Unterstützung“. Die Marke um 11.930 beschäftigte uns also erneut, diesmal von der anderen Richtung (kopiert aus diesem Beitrag ->):

 

 

Für mich war dies die Entscheidungsmarke für den weiteren Verlauf, nicht nur wegen der Dominanz Mitte März bereits, sondern auch wegen dem noch offenen GAP zum Vortag auf XETRA. Der Einstieg am Donnerstag in diesem Bereich bei nextmarkets war somit im Nachgang nicht unüberlegt und gewinnbringend:

 

 

Zum Tagesende wurden die 12.000 erneut zurückerobert und das größte Wochenplus mit mehr als einem Prozent vermerkt. Gehalten werden konnte die 12.000 dann auch am Freitag und somit das zwischenzeitliche Wochenminus und die kurzfristige Panik quasi egalisiert werden. Was blieb, war das eingangs beschriebene Minus von 0,26 Prozent – ein sehr versöhnlicher Wochenausgang im Vergleich zum Dow Jones, der 1,52 Prozent im Wochenverlauf abgeben musste. Immerhin war dies der größte Wochenverlust sein Trump's Wahl zum US-Präsidenten. Trotzdem steht der DAX die zweite Woche in Folge rund ein Prozent besser da - eine Loslösung von den amerikanischen Märkten?

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