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Anlegerverlag: Nordex: Kann man die Aktie wieder kaufen?
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Anlegerverlag Nordex: Kann man die Aktie wieder kaufen?

Nachrichtenquelle: Anlegerverlag
28.03.2017, 11:21  |  2283   |   |   

Zwei heftige Verkaufsschübe haben die Aktie des Windkraftanlagenherstellers Nordex (ISIN DE000A0D6554) vom Kursniveau her um Jahre zurückgeworfen. Und das, obwohl die Reduzierung der Margen- und Umsatzerwartung für das laufende Jahr eigentlich moderat wirkte. Und das Umsatzziel, das sich Nordex für 2016 selbst gesteckt hatte, nur geringfügig unterboten wurde. Rechtfertigt das eine Halbierung des Kurses … ist Nordex jetzt nicht womöglich „billig“?

Das Problem ist, dass die Antwort darauf „vielleicht“ heißen muss. Denn natürlich kann niemand heute bereits absehen, wie das gesamte Jahr verlaufen wird. Es kann besser werden, die Reduzierung der Erwartungen könnte ins Gegenteil umschlagen. Aber es könnte eben auch zu erneuten Reduzierungen der Prognosen kommen. Klar ist, dass tendenziell weniger Umsatz und eine etwas niedrigere Marge sich in Bezug auf den Gewinn in negativer Hinsicht kumulieren. Man weiß es eben nicht. Allerdings ist das ein Aspekt, der für jedes Unternehmen gilt. Und damit für Anleger nichts Neues ist. Der Ein- oder Ausstieg aus einer Aktie ist immer eine Entscheidung mit dem Wissen um zahlreiche Unsicherheitsfaktoren. Bei Nordex genauso wie anderswo. Aber:

 

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Da hilft die Charttechnik. Sie bietet zum einen die Möglichkeit zu prüfen, wie sich andere Investoren verhalten. Und sie ermöglicht es Anhaltspunkte für Stoppkurse zu finden, mit Unterstützungen im Rücken zu agieren. Und genau da klemmt es bei Nordex. Zumindest noch. Unser Chart zeigt das langfristige Bild der Aktie. Wir sehen: Eigentlich wäre der Kurs am unteren Ende eines breiten Abwärtstrendkanals angelangt und könnte von dort aus wieder nach oben federn. Aber er tut es nicht, der erste Versuch, von dort aus wieder nach oben zu kommen, wurde abgewiesen.

Jetzt läuft Nordex erneut an diese untere Begrenzung heran. Die zu touchieren ist aber kein Kaufsignal, denn diese Linie läuft abwärts, die Aktie könnte also immer weiter fallen, ohne den Kanal zu verlassen. Was es braucht, ist der Break über Widerstandsmarken. Und da klemmt es noch. Das letzte Zwischenhoch lag bei 14,20 Euro. Wenn das überwunden würde, wäre zugleich die (in diesem langfristigen Chart nicht mit eingeblendete) 20-Tage-Linie wieder überboten. Ein Schlusskurs klar über 14,20 Euro wäre daher momentan die Mindestanforderung, um sich hier erste, kleine Positionen mit engem Stoppkurs zu überlegen. Vorher muss es heißen: don’t touch!

 

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