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Faule Kredite Italiens Geldhäuser belasten 360 Milliarden Euro

28.03.2017, 14:58  |  2806   |   |   

Die EZB-Bankenaufsicht bestätigte für die Euro-Zone faule Kredite i.H.v. 921 Milliarden Euro. Mehr als ein drittel stammen aus Italien. Die Banken hängen bereits am Tropf und ihre Bücher belasten die Wirtschaft.

Im dritten Quartal 2016 gab es im Bankensystem der Euro-Zone faule Kredite über 921 Milliarden Euro. Dies ist ein Rückgang zum Vorjahr um 54 Milliarden Euro. Auch die Quote der faulen Kredite ist von 7,3 Prozent auf 6,5 Prozent gesunken (“NZZ”). Trotz dieser positiven Nachrichten gibt es ein Land in der EU, dessen Bankensystem besonders angeschlagen ist: Italien. Und auch der Vergleich mit den USA könnte Sorgenfalten auf die Stirn zaubern, denn in der Eurozone sind die faulen Kredite dreimal so hoch wie in den USA und Japan (“Schweizer-Franken”).

In den Büchern der italienischen Banken lagen Mitte 2016 faule Kredite i.H.v. circa 360 Milliarden Euro. Die Entwicklung der Bankhäuser nahm zum Jahresende einen dramatischen Verlauf, denn die Banca Monte Dei Paschi di Siena (MPS) bat nach dem Scheitern einer Kapitalerhöhung den italienischen Staat um Hilfe. Die EZB schätzt den Kapitalbedarf von MPS auf 8,8 Milliarden Euro und Anfang März hatte das Bankhaus einem vorläufigen Rettungsplan zugestimmt - bereits 2016 war klar, dass das Bankhaus wegen fauler Kredite saniert werden muss (“FAZ”). Nach der Banca Monte Dei Paschi di Siena hatten auch die Banca Popolare di Vicenza und die Veneto Banca Staatshilfe beantragt, siehe hier.

Die faulen Kredite schwächen die Profitabilität der Banken und ihre Funktion, der Wirtschaft finanziell zu dienen, denn hat eine Bank zu viele Problemdarlehen, dann bremst das Fähigkeit, neue Darlehen an Kunden zu vergeben. Neben den bankinternen Regularien sieht Danièle Nouy, Vorsitzende der EZB-Bankenaufsicht, die staatlichen Rechtssysteme für Banken die möglichst schnell faule Kredite auflösen möchten, teilweise als hinderlich an. Generell müssen die betroffenen Banken den Bankenaufsehern Pläne präsentieren, wie sie die Kreditprobleme lösen wollen - so die jüngsten Richtlinien.

Seit langer Zeit steht auch das Thema Bad Bank für faule Kredite im Raum. Dafür hatte sich vor allem Andrea Enria, Chef der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde EBA, stark gemacht. Für diese Idee könnte sich auch Nouy begeistern, denn sie weiß, dass nur Banken mit guten Geschäftsmodellen erfolgreich sein können und faule Kredite nicht dazugehören (“Morgenpost”). Nouy gab zu bedenken, dass einige Banke im Euroraum noch nicht einmal die Kapitalkosten erwirtschaften und in vielen Ländern der Bankensektor sehr zersplittert sei. Daher möchte die EZB-Bankenaufsicht stärker darauf achten, dass keine neuen Risiken entstünden. 

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Kommentare

Man muss auf Knien,seinem Schöpfer danken,dass die schrecklichen Euro-Bonds verhindert wurden,sonst würden sie den ohnehin schon geschändeten Rentnern noch die Zahnprothesen einsammeln,um sie in Afrika auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen,um wieder an Geld zu kommen !
Da hungern sich deutsche Kapitalanleger seit Jahren krumm,weil es kaum noch Zinsen gibt,und selbst in diesem Umfeld,versagt das Bankensystem,dass man innerhalb Europas ein Rettungsboot,für die Azubis,der Branche zu Wasser lassen möchte,um sie fern der Heimat,zb in den USA vor dem verderblichen Einfluss der Eurokraten zu schützen,ein solches Desaster,scheint mir doch selbst unter der fachkundlichen Leitung,einer angelernten Putzfrau als vollkommen undenkbar,was war hier los,ist die ganze Branche von Politikern infiltriert?
Wie bitteschön kann denn das sein, das wir in der vom EU-Steuerzahler erbrachten Banksterrettung nach nunmehr 10 Jahren immer noch 3 mal so hohe faule Kredite haben wie z.Bspl. die USA? Wer füllt sich denn da im Hintergrund weiter seine Taschen?
Die verantwortlichen EU-Sesselfurtzer glänzen wie immer mit absolutem Nichtstun, so mein unveränderter Eindruck - der ehemalige US-Bankster Draghi ist dabei der größte Nichtsnutz, indem er auf simpelste Art und Weise ganz unverfroren unser Erspartes plündert!

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