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Aurelius und Wirecard – interessante Parallele

Gastautor: Daniel Saurenz
31.03.2017, 12:00  |  1598   |   |   

Börse_BulleMehr als 20 Prozent ging es am Donnerstag Nachmittag für Aurelius-Aktionäre nach oben und die Käufer des Bonuszertifikats konnten sich mit freuen. Denn der Leerverkäufer Gotham City löste seine Positionen auf. Damit könnte man auf die Idee kommen, dass sich mal wieder einer “die Taschen voll gemacht” hat. Denn es erinnert an Wirecard und Ströer. Keine finalen Beweise, kein finaler Glaube an das eigene Kursziel, aber frühzeitiges “Kasse machen”. Wirecard war vor 13 Monaten dran – die WKN CC3VH2 ist seither unser Instrument zurück nach oben. Damals war es die bis dahin unbekannte Zatarra Research – nun ermittelt die Staatsanwaltschaft München wegen dubioser Handelsaktivitäten. Bei Ströer war es Muddy Waters – immerhin etwas bekannter. Geschmäckle bleiben überall und stets Chancen für jene, die im Ausverkauf zugriffen. Bei Ströer haben wir im Oktober die DL1ET6 empfohlen – nach wie vor eine gute Wahl. 

Beim DAX herrscht nach dem jüngsten Jahreshoch deutlich weniger Bewegung. Für stellen die Chartanalyse von Index-Radar vor:

Legt der Markt von Montag bis Donnerstag kräftig zu – wie es aktuell der Fall ist – steigt das Risiko von Gewinnmitnahmen am Freitag exponentiell an. Dazu kommt, dass der Index am oberen Rand seiner kurz- und mittelfristigen Aufwärtstrendkanäle verläuft. Anleger sollten sich entsprechend positionieren.

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Obwohl die Prognosen aus statistischer Sicht bereits für den Donnerstag leicht negativ waren, kletterte der Deutsche Aktienindex erneut an den oberen Rand des im 1-Stunden-Chart erkennbaren Aufwärtstrends (orange). Weitere Gewinne auch über diese Begrenzungslinie hinaus sind nicht auszuschließen, werden jedoch zunehmend unwahrscheinlich. Insbesondere weil vor dem Wochenende verstärkt damit zu rechnen ist, dass Anleger Gewinne der Vortage realisieren werden. Rückschläge in Richtung der nächstgelegenen Wendezone um 12.080 sind zu erwarten, der Monatsdurchschnitt bei aktuell rund 12.040 dürfte dagegen am Freitag nicht mehr signifikant unterschritten werden.

Auf der Oberseite reicht das Potenzial selbst im Idealfall nur noch bis an das Allzeithoch bei 12.390, allerdings dürfte dieses mit hoher Wahrscheinlichkeit erst in der kommenden Woche erreicht werden – wenn es überhaupt vor dem Beginn einer größeren Korrektur noch berührt wird. Denn nicht nur im feiner aufgelösten 1-Stunden-Chart, sondern auch im länger zurück reichenden Tageschart ist der Markt an der Obergrenze des aktuellen Trendkanals angekommen.

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Trader mit Erfahrung können von den kleinen Bewegungen zwischen den relevanten Chartmarken auf die am Ende der Analyse aufgeführten Hebelzertifikaten setzen. Ein besseres Chance-Risiko-Verhältnis weisen grundsätzlich Bull-Papiere auf, da die Spekulation in Richtung des übergeordnet intakten Aufwärtstrends gerichtet ist. Allerdings bleibt das Potenzial vorerst limitiert, spätestens am bisherigen Rekordhoch bei 12.390 ist wieder mit größeren Gewinnmitnahmen zu rechnen. Alternativ stellen Inline-Optionsscheine eine spekulative Beimischung im Depot dar.

Mit Blick auf den weiten Abstand zur 200-Tage-Linie kann die obere Barriere des Papiers etwas enger gesetzt werden, was sich positiv auf die Rendite der Scheine auswirkt. So legt die WKN HU8RFB um mehr als 400 Prozent zu, wenn der DAX bis zum Laufzeitende Mitte September 2017 nicht über 12.600 steigt oder unter 9600 fällt (umgerechnet rund 900 Prozent p.a.). Wie immer an der Börse stehen den höheren Gewinnchancen aber auch größere Risiken gegenüber: Wird eine Grenze berührt, verfällt das Papier wertlos – da vor allem die obere Schwelle nicht mehr weit entfernt ist, sollten trotz der spannenden Chance nur Kleinstbeträge investiert werden, deren Totalverlust nicht schmerzt. Je nach Entwicklung erscheint auch ein vorzeitiger Verkauf sinnvoll.

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