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Vier Wochen später Ist Snap einen Schnapp wert?

31.03.2017, 14:31  |  4898   |   |   

Die Aktie des Instant-Messaging-Dienst Snap zirkuliert um die 21 Euro. Vor vier Wochen ging das Unternehmen an die Börse und legte einen fulminanten Start aufs Parkett, denn das Papier startete am ersten Tag 44 Prozent über dem Ausgabepreis. Nach der Feuerprobe und turbulenten ersten Wochen, glauben die Banken an Snap.

Die relativ konstante Position des Papiers - in den vergangenen Tage - beruhte auf den Wall-Street-Banken die den IPO begleitet hatten, denn nun durften sie erstmals ihre Einschätzung abgeben ("NZZ"). Immerhin haben 13 der 26 Häuser ihre Beurteilung abgegeben. Neun von ihnen empfohlen die Aktie zum Kauf und vier nahmen eine neutrale Haltung ein. Ein Potenzial für Kursgewinne sehen: Deutsche Bank, Citigroup, Credit Suisse, Cowen and Company, William Blair & Company und JMP Securities ("Finanzen"). Daneben sorgten die positiven Einschätzungen von Goldman Sachs und Morgan Standley für eine kontinuierliche Seitwärtsbewegung des Kurses - die beiden Bankhäuser hatten beim Börsengang die Hälfte der Aktien in ihre Bücher aufgenommen. Jetzt wurden in klassischer Marketingmanier Kritikpunkte zu starken Kaufargumenten umgewandelt. Somit steht jetzt Expertenaussage gegen Expertenaussage und es wird sich zeigen, welche Meinung die Oberhand gewinnt - bislang waren die Experten eher pessimistisch gewesen.

Snap Inc

Snapchat hatte bei seinem Börsengang ausschließlich Aktien ohne Stimmrechte ausgegeben. Dies könnte dem Unternehmen zum Verhängnis werden, denn eine Vereinigung von britischen Asset-Managern der The Investment Association sieht darin ein Argument gegen die baldige Aufnahme der Aktie in große Aktienindizes und gewisse Fonds.

Damit die Aktie auf Kurs bleibt, muss laut UBS das Unternehmen seine Nutzerzahlen in den nächsten drei bis fünf Jahren von 160 Millionen auf 250 Millionen steigern und die Werbeeinnahmen ebenfalls - von 400 Millionen Dollar auf fünf bis zehn Milliarden Dollar. Dazu kommt natürlich ein positiver Cashflow! Und die Konkurrenz schläft bekanntlich nicht - und schon gar nicht in der Techbranche. Facebook & Co. müssen auch weiter wachsen und schauen genau was Snapchat macht. Ein erster Clou könnte Snap mit dem Deal mit NBCUniversal gelungen sein, denn nun kann NBCUniversal Olympia-Themen und entsprechende Geofilter an Werbetreibende während der Winterspiele 2018 auf Snapchat verkaufen. Geplant ist, dass NBC mit BuzzFeed zusammenarbeit, um Inhalte für Snapchat Discover für die Olympischen Winterspiele in Südkorea zu produzieren ("it-times").  

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