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Die Grünen ARD/ZDF warnen:
Spargel essen ist ökologisch unkorrekt

Gastautor: Rainer Zitelmann
04.04.2017, 10:24  |  2280   |   |   

Dienstag im Frühstücksfernsehen von ARD und ZDF: Ein alarmierender Bericht, in dem wir Konsumenten eindringlich und mit erhobenem Zeigefinger darauf hingewiesen werden, dass wir beim Spargelverzehr ein schlechtes Gewissen haben sollten…

Also wieder einmal ein Produkt, das der ökologisch korrekt lebende Mensch ab sofort nicht mehr - zumindest nicht mehr ohne schlechtes Gewissen - essen darf: Früher Spargel. Das Frühstücksfernsehen zeigte Haufen von Plastikplanen, die von den meisten Spargelanbauern verwendet werden. Tenor des Berichtes: Wer frühen Spargel isst, schadet unserer Umwelt.

Grüne fordern Verbot

Ich hatte mich bislang noch nicht mit dem Thema befasst, dachte aber sofort, dass das doch bestimmt ein neues Feld für die Grünen ist, nach dem Staat zu rufen und Verbote zu fordern. Also googelte ich heute früh direkt nach dem Frühstücksfernsehen: "Spargel Plastikfolien verbieten". Und ich bekam in der Tat sofort Suchergebnisse wie dieses: "Grüne wollen Spargelfolien verbannen." In dem Zeitungsbericht hieß es, dass die Grünen im Brandenburger Landtag beantragt haben, den Gebrauch von Plastikfolien auf Spargelfeldern zu verbieten. Natürlich gibt es auch ein "Ökoinstitut", das die Gefahr bestätigt und darauf hinweist, durch den Folieneinsatz seien in den vergangenen zehn Jahren 21 Arten im Untersuchungsgebiet ausgestorben, u.a. Habicht, Sperber, Rotmilan - ein Zusammenhang, der wiederum von Experten energisch bestritten wird.

Mit schlechtem Gewissen ein besserer Mensch

Wer grün denkt, darf sowieso nur wenige Produkte ohne schlechtes Gewissen essen. Denn entweder kommen sie aus "unfairem" Handel oder aber sie schaden der Umwelt. So wie etwa Milch und Joghurt, die für den Klimawandel verantwortlich seien, weil pupsende Kühe Methan produzieren und damit zur Erderwärmung beitragen. Wer sich ökologisch korrekt ernährt, hat damit einen Riesenvorteil: Er kann sich allen anderen Menschen als moralisch überlegen fühlen. Aber das ist ja ohnehin das Grundgefühl der Grünen.

PS: Nach dem Bericht über den Spargel gab es übrigens am gleichen Morgen im ARD/ZDF-Frühstücksfernsehen einen weiteren Beitrag. Darin ging es darum, wie unzumutbar es sei, in Stuttgart Fahrrad zu fahren. Eine ökologisch engagierte "Moma-Reporterin" fuhr einen ganzen Tag lang zusammen mit einer Fahrrad-Bloggerin (die zugleich Abgeordnete der Grünen ist) durch Stuttgart. Sie hielt Autofahrern das Mikro hin und fragte: "Haben Sie eigentlich kein schlechtes Gewissen, hier Auto zu fahren, wo doch die Feinstaub-Belastung so hoch ist." Die Lehre: Wer kein permanent schlechtes Gewissen hat, kann kein guter Mensch sein.

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Kommentare

Apropos "Grüne" und Gewissen ...

Ihr seid ja hoffentlich alle schon den Spendenaufrufen in Sachen Jemen gefolgt.

Hoffentlich, damit die Saudis, samt Verbündeter, dort weiterhin mit deutschen Rüstungsgütern alles platt machen können.

Während Rot-Grün war man ja auch nicht zimperlich, wenn es darum ging, Waffenexporte nach Saudi-Arabien durchzuwinken.

http://www.sueddeutsche.de/politik/rot-gruen-und-der-ruestungsexport-zwischen-profit-und-menschenrechten-1.1602856

PS:
Hier geht es um Existenzen und Menschenleben (unabhängig von Alter und Geschlecht) und nicht um Habichte, Sperber oder Rotmilane.
Die Sache mit dem Spargel und den zu verbietenden schwarzen Folien gab es vor 2, 3 oder 4 Jahren schon einmal.
Damals entpuppte sich das ganze als Aprilscherz.

Was die Sache mit dem Radfahren angeht, kann ich über diese grüne Sülze (entschuldigung) ein Lied singen.
In meiner (grün regierten) Heimatstadt wird (fast) alles unternommen um die Autofahrer aus der Stadt zu verbannen. So werden z. B. Radwege verbreitert, dafür Fahrbahnen für den motorisierten Verkehr verengt oder gleich ganz zurückgabaut (aus zwei mach eine).
Das ganze gipfelt dann in sog. Rad-Vorrang-Routen (Fahrradstraßen). Allein die besagte Stadt hat hierfür bis zum Jahr 2020 10 Mio. € eingeplant (wie das mit der Kostenplanung am Ende oft ausgeht, ist ja kein Geheimnis).

Kleiner Nebeneffekt:
Das Ganze fördert bei vielen Radfahrern dermaßen das Selbstbewusstsein, dass man dort inzw. nicht mehr nur als Autofahrer aufpassen muss, dass man nicht versehentlich einen Radfahrer auf die Haube nimmt, sondern man muss inzw. auch schon als Fußgänger auf der Hut sein, dass man von keinem Radfahrer umgespitzt wird.

Ne, was bin ich froh, dass ich der Stadt vor fast 20 Jahren den Rücken gekehrt habe und aufs viel ruhigere Land gezogen bin.
Eiweissmangel wegen veganer Ernährung wirkt vermutlich verblödend, anders kann ich mir die Grünen zumindest nicht erklären....
Wer die grünen wählt gefährdet sich selbst und andere!!!!

Die schaffen sich eh selber ab sind gerade dabei.

Aber deren frühzeitige Vergreisung oder Verblödung muß ja eine Ursache haben oder???

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