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Euro/US-Dollar – „Forward guidance“ ist „fake news“

Gastautor: Daniel Saurenz
11.04.2017, 06:00  |  625   |   |   

Die marktbasierten Fed-Erwartungen haben sich nach einigem Hin und Her eingeschwungen. Weder Bill Dudley, New-York-Fed-Präsident und so etwas wie der Gottvater der geldpolitischen Tauben, noch James Bullard, St-Louis-Fed-Präsident und unkonventioneller Vordenker im FOMC, haben in den letzten Tagen dem Markt neue Impulse für den Fed-Ausblick gegeben. Seitdem auch kaum mehr jemand auf den großen fiskal- oder handelspolitischen Schock setzt (wie auch, angesichts jüngster politischer Impotenz des US-Präsidenten?), sind die Fed-Schritte der nächsten Monate und Quartale kein marktbewegendes Thema mehr. Wenn irgendetwas die USD-Kurse bewegt, dann der langfristige Ausblick, der weiterhin unsicherer erscheint denn je. Niedriger Realzins, niedriges Trend- und Produktivitätswachstum, eine möglicherweise expansive Fiskalpolitik angesichts hoher Kapazitätsauslastung: in diesem Umfeld hilft die angebliche „forward guidance“ der Fed überhaupt nicht. Sie ist ein „fake“, wie viele Tweets aus dem Weißen Haus. Selbst wenn wir mehr über die nächsten Schritte der Fed wüssten, würde uns das in diesem Zustand nicht viel über den – für die USD-Kurse relevanten – grundsätzlichen Kurs der Fed verraten.

Quelle: DPA-FX

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