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Aktien verspielen ihre Führung

Gastautor: Daniel Saurenz
12.04.2017, 07:00  |  1169   |   |   

Börse_USA_SymbolDem Aktienmarkt fehlt es an Dynamik, auch wenn das erste Quartal von vielen Aktienmärkten mit einem Plus abgeschlossen wurde. Der Trump-Trade läuft allmählich aus, was an fallenden Zinsen und sinkenden Kursen von zyklischen Aktien abzulesen ist. In diesem unsicheren Umfeld sind Anlagen mit einem Puffer zu favorisieren, etwa Discount- oder Bonuszertifikate. Attraktive Papiere sind Capped-Bonuszertifikate ohne Aufgeld, die in einem Seitwärtstrend höhere Renditechancen haben als Papiere ohne Cap, zum Beispiel die PR2N4U  auf den DAX.  Wir schauen uns an, wie es im Umfeld von S&P 500 und Dax weitergehen könnte.

Bei vielen Anlegern wächst die Skepsis. Nachdem die Gesundheitsreform von Präsident Trump gescheitert ist, fehlen dem Staat Einsparungen in Höhe von ein paar hundert Milliarden Dollar, die zur Finanzierung eines Teils der Billionenschweren Steuerreform herangezogen werden sollten. Außerdem sind die anderen Reformvorschläge von Trump alles andere als sicher, etwa die Grenzzölle, die einen Billionenbetrag in die Staatskassen spülen sollten.

Viele weitere Capped-Bonuszertifikate finden Sie in unserer ISIN-Liste, zum Beispiel die TD8SM5 (Aurelius), CY2YX6 (Deutsche Bank) und CY14UR (Barrick Gold). Beachten Sie auch unsere Positionierungen in unserem Favoriten- und Defensivdepot.

Was kann Trump noch bewirken?

USA_Texas_VW_BMWInvestoren dämmert es daher allmählich, dass die geplanten Reformen viel kleiner ausfallen könnten als bislang erwartet, weil plötzlich Einnahmen von mehr als einer Billionen Dollar fehlen könnten. Zumal etliche führende Republikaner zuletzt davon gesprochen hatten, dass die geplante Steuerreform sogar aufkommensneutral ausfallen sollte, die Staatsschulden also nicht stärker steigen sollte als derzeit ohnehin geplant. Daher befürchten plötzlich etliche Experten, dass Trump die Unternehmenssteuern entgegen seinen Ankündigungen nicht von 35 Prozent auf 20 Prozent senken dürfte, sondern womöglich nur auf 25 bis 30 Prozent. „Dann würde die Wirtschaft wesentlich weniger angekurbelt werden, als Investoren bislang erwartet hatten“, sagt Dr. Klaus Bauknecht, Chef-Volkswirt der IKB Deutsche Industriebank.

Damit trüben sich die Gewinnperspektiven für den US-Bilanzsaison ein, die Mitte April startet, wenn die großen Unternehmen im S&P 500 über ihr vergangenes Geschäftsquartal berichten. „Der Schub für die Gewinne der S&P 500-Unternehmen durch die niedrigen Sätze für Unternehmenssteuern könnte kleiner ausfallen und später auftreten, als Investoren ursprünglich erwartet haben“, erläutern daher die Analysten von Goldman Sachs. Wegen der zunehmenden Konjunktursorgen sind Investoren in US-Anleihen geflüchtet, woraufhin die Zinsen für zehnjährige US-Anleihen auf nur mehr 2,33 Prozent eingebrochen sind.

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