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Marktüberblick: Dollar nach Trump-Statement unter Druck
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Marktüberblick Dollar nach Trump-Statement unter Druck

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
13.04.2017, 08:27  |  764   |   

Am deutschen Aktienmarkt dominierten zur Wochenmitte die grünen Vorzeichen. Der DAX schloss 0,12 Prozent höher bei 12.155 Punkten. Zwischenzeitlich deutlichere Kursgewinne konnte das Aktienbarometer nicht über den Handel retten. MDAX und TecDAX endeten 0,39 beziehungsweise 0,15 Prozent fester. Unter den 110 größten Werten gab es 71 Gewinner (65%) und 38 Verlierer. Das Abwärtsvolumen betrug jedoch 65 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 76,5 Millionen Aktien im Wert von 2,89 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,13). Stärkste Sektoren waren Einzelhandel, Konsum und Medien. Die größten Abgaben waren bei Bauwerten, Rohstoffwerten und Technologiewerten zu beobachten. Henkel verbesserte sich nachrichtenlos an der DAX-Spitze um 1,31 Prozent. Adidas und BMW notierten 0,93 und 0,91 Prozent höher. Daimler schloss nach den am Vorabend präsentierten und positiv aufgenommenen Geschäftszahlen 0,27 Prozent fester. Im frühen Geschäft hatte das Papier zwischenzeitlich mit rund 3 Prozent im Plus gelegen. ThyssenKrupp gab am DAX-Ende um 1,89 Prozent nach. Deutsche Börse und HeidelbergCement fielen um 1,07 respektive 1,02 Prozent.

An der Wall Street schloss der Dow 0,28 Prozent schwächer bei 20.592 Punkten. Der Nasdaq 100 büßte 0,39 Prozent auf 5.377 Zähler ein. Von den an der NYSE gehandelten Werten schlossen lediglich 30 Prozent mit Aufschlägen. Das Abwärtsvolumen dominierte mit 71 Prozent. 81 neuen 52-Wochen-Hochs standen 15 neue Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Versorger und Consumer Staples. Die größten Verluste zeigten Industriewerte und Rohstoffwerte. Nike legte an der Dow-Spitze um 1,18 Prozent zu. Caterpillar gab am anderen Ende 2,30 Prozent nach.

Die Musik spielte gestern klar am Devisenmarkt. US-Präsident Trump hatte in einem Interview mit dem Wall Street Journal die Stärke des US-Dollars beklagt. Zudem würde er es bevorzugen, wenn die US-Notenbank die Zinsen niedrig hält. Unmittelbar nach der Veröffentlichung geriet der Greenback gegenüber allen anderen Hauptwährungen unter Druck. Der Dollar-Index fiel um 0,43 Prozent auf ein 2-Wochen-Tief bei 100,25 Punkten. Der Euro wertete gegenüber allen anderen Majors auf. EUR/USD legte um 0,55 Prozent auf 1,0662 USD zu.

Der S&P GSCI Rohstoffindex endete 0,14 Prozent tiefer bei 400,05 Punkten. Brent-Öl verbilligte sich trotz eines überraschenden Rückgangs der US-Lagerbestände um 1,01 Prozent auf 55,66 USD. Der Preis für US-Erdgas legte um 0,83 Prozent auf 3,18 USD zu. Comex-Kupfer sackte um 2,45 Prozent auf 2,54 USD ab. Gold stieg beflügelt vom schwachen US-Dollar, den fallenden Anleiherenditen und den geopolitischen Spannungen um 0,72 Prozent auf ein 5-Monats-Hoch bei 1.283 USD (1.203 EUR). Silber und Platin notierten 1,02 beziehungsweise 0,43 Prozent fester. Palladium verlor 0,39 Prozent.

Am Rentenmarkt gab die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,00 Prozent nach. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen verharrte bei 0,20 Prozent. Der Euro-Bund-Future kletterte um 0,13 Prozent auf 163,43 Punkte. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes sackte um vier Basispunkte auf 2,28 Prozent ab. Sie verletzte damit die untere Begrenzung der monatelangen Trading-Range und markierte ein 5-Monats-Tief.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index pendelte in enger Spanne um den Vortagesschluss und notierte zuletzt 0,09 Prozent höher bei 146,90 Punkten. Deutliche Abgaben verbuchten der Nikkei 225 aufgrund des festen Yen sowie der australische ASX 200 aufgrund stark fallender Eisenerzpreise. Mit Blick auf Konjunkturdaten überraschten die chinesischen Exporte und Importe im März deutlich auf der Oberseite. Der Austral-Dollar war nach deutlich besser als erwarteten Arbeitsmarktdaten aus Down Under gesucht.

Heute richtet sich der Fokus von der Makroseite auf den Index der US-Verbraucherstimmung. Unternehmensseitig läuten die Großbanken JP Morgan Chase, Citigroup und Wells Fargo in den USA die Saison der Quartalsberichterstattung ein. Aufgrund des morgigen Feiertags findet in den USA nur ein bis 20 Uhr verkürzter Anleihehandel statt.

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