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Zehn Regeln für eine erfolgreiche Finanz-Karriere

13.04.2017, 11:24  |  839   |   |   

Der britische Banker Tim Skeet arbeitet seit drei Jahrzehnten in London. Seine Erfahrungen als Banker haben ihn zu einem kleinen Regelkatalog inspiriert, der dabei helfen kann, möglichst lange in der Finanzbranche zu überleben.

Die Finanzbranche ist kein Ponyhof. Seit Ausbruch der Finanzkrise ist die Luft in den Bankentürmen noch rauer geworden, als sie es vorher schon war. Niedrige Zinsen, höhere regulatorische Auflagen und neue Konkurrenten aus dem Silicon Valley machen Finanzprofis das Leben heute schwer. In vielen Finanzkonzernen sind langfristige Strategien kurzfristiger Kostenoptimierung gewichen.

In einer Branche, in der nicht mehr Visionäre, sondern Controller das Denken bestimmen, wird es immer schwerer, langfristig erfolgreich zu sein. Da kann es helfen, wenn einem ein erfahrener Banker ein paar gute Ratschläge zur Orientierung mit auf den Weg gibt. Der Brite Tim Skeet ist solch ein Mann. Er arbeitet seit drei Jahrzehnten in der Branche, unter anderem bei der Royal Bank of Scotlandnd und der Bank of America/Merrill Lynch. Dem Branchenportal „Financial News“ hat er seine zehn goldenen Regeln für ein langes Bankerleben anvertraut.

Perspektive

In der Finanzbranche ist es üblich, dass man mit der Aussicht eingestellt wird, der „Leader von morgen“ zu sein. Das klingt in der Theorie erst einmal gut. In der Praxis stellt sich aber oft heraus, dass es ganz verschiedene Ansichten von „Leadership“ gibt. Und man wird auch nicht einfach so zu einer Führungskraft. Regel Nummer eins: Setze Dir ehrgeizige Ziele. Aber lass Dich nicht verrückt machen.

Balance

Die Arbeitstage in der Finanzbranche sind lang. Karrierehungrige lassen sich oft vom Job aufzehren –mit fatalen Folgen für sich selbst und ihr soziales und familiäres Umfeld. Lieber sollte man die Balance finden zwischen harter Arbeit, privaten Interessen und der Gesundheit. Regel Nummer zwei: Du hast nur ein Leben. Lebe es nachhaltig.

Familie

Manche Berufe lassen sich schlecht mit einer Familie vereinbaren. Auch in der Finanzbranche sehen Banker ihre Familien oftmals erst an zweiter Stelle. Nicht erst dann, wenn die Karriere zu Ende geht, ist der Rückhalt der Familie wichtig. Ein monatlicher Scheck oder ein Gutenachtkuss am späten Abend reichen dafür als Dank nicht aus. Regel Nummer drei: Wenn Dich der eigene Hund nicht mehr erkennt, solltest Du schleunigst etwas ändern.

Humor

Es gibt eine Menge Dinge, die Bankern keinen Spaß machen. Zum Beispiel das Büffeln von Compliance-Regeln. Trotzdem – oder gerade deshalb – sollte man den Spaß an anderen Tätigkeiten nicht verlieren. Regel Nummer vier: Eine gesunde Portion Humor ist ein probates Mittel gegen Stress.

Bier

Soziale Kontakte sind wichtig. Und damit sind nicht nur die Kontakte in den sogenannten Sozialen Medien gemeint, sondern vor allem direkte physische Begegnungen. Das ist der Schlüssel für die persönliche Entwicklung. Nicht selten öffnet sich eine Türe dank vertrauensvoller Verbindungen zu Branchenkollegen, nachdem man mal zusammen ein Glas Bier getrunken hat. Regel Nummer fünf: Vertrauen lässt sich nicht digitalisieren.

Kontrolle

Karriere lässt sich weder stringent planen noch absolut kontrollieren. Rückschläge muss man hinnehmen. Das erlebt man leider oft im ungünstigsten Moment. Regel Nummer sechs: Verzage nicht. Denn nach dem Regen scheint wieder die Sonne.

Kopfsache

Das persönliche Verhalten und der Umgang mit Rivalen in heiklen Situationen sagt mehr über einen Menschen aus, als wenn immer alles glatt läuft. Mittelmäßige Beurteilungen, Pech und schlechte News sind Teil jeder Karriere. Regel Nummer sieben: Handele in schwierigen Zeiten besonnen und ruhig. Das hinterlässt einen positiven Eindruck bei den Entscheidungsträgern.

Erfolg

Man sollte sich angemessene Ziele setzen und nicht davor zurückschrecken, die Ziele auch mal den sich verändernden Umständen anzupassen. Manchmal ist es auf lange Sicht sinnvoller, in eine kleinere Firma mit einem interessanteren Jobprofil zu wechseln. Erfolg drückt sich nicht nur in Euro und der Anzahl der Untergebenen aus. Regel Nummer acht: Karriere ist kein Sprint, sondern ein Marathon.

Kooperation

In der Finanzbranche arbeiten oft die besten Leute auf ihrem Gebiet. Es ist also keine gute Idee, sie gering zu schätzen. Viel Grips geht aber nicht automatisch mit sozialen Kompetenzen einher. Oft ist es sogar mühsam, mit hellen Köpfen zusammenzuarbeiten. Trotzdem muss man einen Weg dafür finden. Regel Nummer neun: Um in der Finanzwelt zu überleben, brauchst Du manchmal eine dicke Haut.

Strategie

Dies ist die vielleicht wichtigste Regel: Man sollte wie ein Schachspieler möglichst immer einen Zug vorausdenken. Denn technologische Neuerungen, strategische Änderungen oder fallende Margen in einem Geschäft stellen Jobs schnell infrage oder verhindern Aufstiegsmöglichkeiten. Regel Nummer zehn: Putze Deine Kristallkugel immer gut. Vermutest Du wichtige Veränderungen, ist es schlau, neue Kompetenzen zu entwickeln.

(MvA)

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