DAX-1,52 % EUR/USD+0,73 % Gold+0,92 % Öl (Brent)+1,02 %
Marktüberblick: Gewinnmitnahmen beim Gold
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Marktüberblick Gewinnmitnahmen beim Gold

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
18.04.2017, 08:21  |  1012   |   

Am deutschen Aktienmarkt hielten sich die Anleger vor dem langen Osterwochenende weitgehend zurück. Bei dünnen Umsätzen dominierten die roten Vorzeichen. Der DAX schloss 0,37 Prozent tiefer bei 12.109 Punkten. Auf Wochensicht verlor der Leitindex 0,95 Prozent. Der MDAX endete am Berichtstag 0,03 Prozent tiefer bei 24.273 Punkten. Für den TecDAX ging es hingegen um 0,09 Prozent nach oben auf 2.023 Punkte. Unter den 110 größten Werten gab es 44 Gewinner (41%) und 63 Verlierer. Das Abwärtsvolumen dominierte mit 74 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 75,9 Millionen Aktien im Wert von 2,77 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,07). Stärkste Sektoren waren Technologie, Pharma & Healthcare und Konsum. Größte Verlierer waren Banken, Rohstoffwerte und Automobilwerte. An der DAX-Spitze verbesserte sich Fresenius Medical Care nachrichtenlos um 1,27 Prozent. Beiersdorf und Vonovia rückten um 0,59 beziehungsweise 0,56 Prozent vor. Die rote Laterne hielt Lufthansa mit minus 3,06 Prozent. Deutsche Börse und E.ON notierten 1,54 und 1,22 Prozent schwächer. Im TecDAX haussierte Dialog Semiconductor im Rahmen einer technischen Erholung um 3,98 Prozent.

An der Wall Street wurde gestern bereits wieder gehandelt. Die Indizes konnten Verluste vom Donnerstag dank steigender Risikofreude mehr als wettmachen. Der Dow schloss 0,89 Prozent fester bei 20.637 Punkten. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 gewann 0,85 Prozent auf 5.399 Punkte hinzu. Bei dünnen Umsätzen stellte sich die Marktbreite positiv dar. 72 Prozent der Werte an der NYSE verzeichneten Kursgewinne. Das Aufwärtsvolumen lag bei 77 Prozent. 83 neuen 52-Wochen-Hochs standen 20 neue Tiefs gegenüber. Alle Sektoren schlossen im Plus. Besonders fest präsentierten sich Finanzwerte und Immobilienwerte.

Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar im gestrigen Handel gegenüber allen anderen Hauptwährungen mit Ausnahme des Yen ab. Der Dollar-Index fiel um 0,18 Prozent auf 100,33 Punkte. Vom Tagestief konnte sich der Index jedoch nach Äußerungen von US-Finanzminister Steven Mnuchin deutlich absetzen. Dieser hatte frühere Aussagen von Donald Trump relativiert und einen festen Greenback als eine längerfristig gute Sache bezeichnet. Der Euro tendierte gegenüber allen anderen Majors mit Ausnahme des Pfund Sterling fest. EUR/USD stieg um 0,29 Prozent auf 1,0640 USD. Im Tagesverlauf schwankte das Währungspaar zwischen 1,0603 USD und 1,0670 USD. Bei den anderen Hauptwährungen fielen das Pfund Sterling mit Stärke und der Yen durch Schwäche auf. Die türkische Lira konnte nach dem Sieg des Erdogan-Lagers beim Verfassungsreferendum deutlich aufwerten.

Der S&P GSCI Rohstoffindex fiel gestern um 0,57 Prozent auf 399,31 Punkte. Brent-Öl verbilligte sich mit der Sorge um eine weiter steigende Schieferölproduktion in den USA um 0,86 Prozent auf 55,41 USD. Der Preis für US-Erdgas sackte um 2,01 Prozent auf 3,16 USD ab. Comex-Kupfer konnte um 1,03 Prozent auf 2,60 USD zulegen. Gold verlor nach zwischenzeitlicher Markierung eines 5-Monats-Hochs bei 1.297 USD und anschließenden Gewinnmitnahmen 0,19 Prozent auf 1.286 USD (1.207 EUR). Silber und Palladium gaben um 0,49 beziehungsweise 0,94 Prozent nach. Platin verteuerte sich gegen den Trend um 1,01 Prozent auf 987,30 USD.

Am Rentenmarkt gab die Umlaufrendite um fünf Basispunkte auf minus 0,04 Prozent nach. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen verabschiedete sich einen Basispunkt tiefer bei 0,19 Prozent in das Osterwochenende. Im Tagesverlauf war sie zwischenzeitlich auf ein 14-Wochen-Tief bei 0,16 Prozent gefallen. Der Euro-Bund-Future kletterte um 0,13 Prozent auf ein neues Kontrakthoch bei 163,64 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes setzte ihren vorösterlichen Abwärtstrend ebenfalls fort. Am Montag konnte sie sich jedoch vom erreichten 5-Monats-Tief um zwei Basispunkte auf 2,26 Prozent erholen.

Die asiatischen Aktienmärkte orientierten sich heute früh überwiegend südwärts. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,45 Prozent auf 146,26 Punkte. Auffällige Schwäche zeigten der australische ASX 200 mit einem Abschlag von rund 1,1 Prozent sowie der Hang Seng Index mit minus 0,9 Prozent. Gegen den Trend freundlich präsentierte sich der Nikkei 225 dank eines schwächeren Yen. Er notierte zuletzt rund 0,2 Prozent höher.

Heute richtet sich der Fokus von der Makroseite auf die März-Daten zu den Baubeginnen, Baugenehmigungen und der Industrieproduktion in den USA. Unternehmensseitig geht die Berichtssaison der US-Unternehmen weiter mit Zahlen von Unitedhealth, Johnson & Johnson, Bank of America und Goldman Sachs. Nach US-Börsenschluss stehen die Geschäftszahlen von Big Blue IBM auf der Agenda.

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