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Aktien Frankfurt: Dax fällt Richtung 12 000 Punkte
Foto: Boris Roessler - dpa

Aktien Frankfurt Dax fällt Richtung 12 000 Punkte

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
18.04.2017, 12:01  |  903   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag seine anfänglich moderaten Gewinne nicht halten können und ist eingeknickt. Gebremst wird die Kauflaune der Anleger von politischen Unwägbarkeiten wie der Nordkorea-Krise, der französischen Präsidentschaftswahl am kommenden Wochenende und dem Verfassungsreferendum in der Türkei. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte die Abstimmung über die Einführung eines Präsidialsystems, das ihm künftig eine noch größere Machtfülle beschert, knapp gewonnen.

Der Dax verlor bis zum Mittag 0,66 Prozent auf 12 029,12 Punkte und notiert damit auf dem tiefsten Stand seit drei Wochen. Schon in der Karwoche hatte der Dax knapp 1 Prozent verloren. "Nach oben stellt der Bereich von 12 177 Punkten im Dax einen fest zementierten Widerstand dar", sagte Börsenexperte Jochen Stanzl von CMC Markets. "Vor dem Hintergrund der anhaltenden politischen Unsicherheiten dürfte es zunächst schwer werden, diesen nachhaltig zu überwinden."

Der MDax , der die Aktien mittelgroßer Unternehmen repräsentiert, fiel um 0,67 Prozent auf 24 110,83 Zähler. Der Technologie-Index TecDax büßte 0,53 Prozent auf 2011,94 Punkte ein. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,93 Prozent abwärts.

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Aus Branchensicht standen die Stahlwerte unter Druck. Sie litten unter fallenden Preisen für Eisenerz. Hinzu kam eine von Vorsicht geprägte Studie von Barclays, in der Analyst Vladimir Sergievskiy kurzfristig von deutlich nachgebenden Stahlpreisen in Europa ausgeht. So gehörten die Papiere von Thyssenkrupp und Salzgitter mit Verlusten von jeweils mehr als 2 Prozent zu den schwächsten Aktien in Dax und MDax.

Auch Bankentitel wurden überdurchschnittlich stark abgegeben. Die Aktien der Deutschen Bank und der Commerzbank sackten ebenfalls um über 2 Prozent ab.

Die Anteilsscheine von Uniper stachen mit einem Gewinn von 2,3 Prozent an der MDax-Spitze heraus. Mit 16,215 Euro hatten sie zuvor ein Rekordhoch erreicht. Händler verwiesen auf eine Kaufempfehlung der Societe Generale. Bei Uniper bekämen die Anleger enorme Dividendensteigerungen zu einem attraktiven Preis, schrieb Analyst Lüder Schumacher. Mit einer Börsenbewertung von zuletzt knapp 5,7 Milliarden Euro sei Uniper zudem "ein mundgerechter Happen" für einen übernahmeinteressierten Käufer aus der Branche./edh/das

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

Diskussion: Tages-Trading-Chancen am Dienstag den 18.04.2017


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