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Mitarbeitermotivation mal ganz anders Bezahlte Auszeit, um gegen Trump zu demonstrieren

19.04.2017, 13:10  |  5027   |   |   

Amerika ist gespalten in Trump-Gegner und Trump-Befürworter. Am vergangenen Wochenende gingen Tausende auf die Straße und forderten die Offenlegung der Steuererklärung des Präsidenten. In Kalifornien könnten zukünftig noch mehr Menschen auf die Straßen gehen, denn Arbeitgeber wollen die politische Arbeit fördern. 

Klar, im Silicon Valley ticken die Uhren anders und es ist genauso wenig Amerika, wie New York. Am weltweit bedeutendsten Standort der IT- und High-Tech-Industrie werden die höchsten Gehälter gezahlt und Mitarbeiter erhalten besondere Nebenleistungen. Zu den Auslaufmodellen könnten Massagen, Kletterwände und hundefreundliche Büros werden, denn für viele Mitarbeiter könnte bezahlte Zeit um protestieren zu gehen, wesentlich interessanter sein als Wellnessangebote.

Das Start-up Fauna, ansässig in San Francisco, bietet seinen 13 Mitarbeitern unbegrenzten bezahlten Urlaub, um an Demonstrationen teilzunehmen, Briefe an Politiker zu schreiben oder um sich an anderen politischen Aktivitäten zu beteiligen ("TheWashingtonPost"). Damit möchte das Unternehmen einen Beitrag dazu leisten, dass es in Amerika besser wird. Dem Vorbild wollen weitere Unternehmen folgen, wie zum Beispiel Turbine Labs, Buoyant und Jelly Industries. Zukünftig könnten weitere Firmen aus dem Technologiesektor hinzukommen, denn Trumps Verschärfung der Visa-Bestimmungen stößt bei ihnen auf starke Ablehnung. Die Unternehmen sind auf hochqualifizierte Programmierer und IT-Experten aus dem Ausland angewiesen.

Auch etablierte Konzerne, wie zum Beispiel Facebook, motivieren ihre Mitarbeitern zur aktiven politischen Einflussnahme. Immerhin macht Facebook bei seiner Personalrekrutierung vom aktuell noch gültigen Kurzzeitvisa vielfach Gebrauch - 15 Prozent der Mitarbeiter kommen so ins Land und erhalten eine einmalige Chance. Das Unternehmen hatte in der vergangenen Woche seine Mitarbeiter darüber informiert, dass sie für fehlende Arbeitszeiten nicht bestraft werde. Somit wurden alle Facebook-Mitarbeiter indirekt aufgefordert zu den Pro-Einwanderungs-Demonstrationen am Internationalen Tag der Arbeit zu gehen ("Bloomberg"). 

        

 

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2 Kommentare

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Kommentare

Ob das auch für Befürworter von Trump gilt wäre interessant zu wissen. Leider im Artikel nicht enthalten!
Wenn nicht, Kollision mit Gesetzen? Leider auch nicht im Artikel enthalten.

Artikel also einfach überflüssig!
Der mächtige amerikanische Geldadel fürchtet den Präsidenten, welcher der Mittelschicht versprochen hat, das Land den aufgeblasenen Minderheiten zu entreißen und den Bürgern zurückzugeben. Die Wahl Trumps zum Präsidenten, unabhängig von der Person Trump, ist ein hoffnungsvolles Modell für den Rest der Welt.

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