DAX+0,08 % EUR/USD+0,35 % Gold+0,18 % Öl (Brent)+2,33 %
Bericht: Bund sparte seit 2008 rund 146 Milliarden Euro Zinsausgaben
Foto: 500-Euro-Geldscheine, über dts Nachrichtenagentur

Bericht Bund sparte seit 2008 rund 146 Milliarden Euro Zinsausgaben

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
20.04.2017, 19:19  |  773   |   |   
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Bund hat dank Niedrigzinsen seit 2008 gegenüber seiner eigenen Haushaltsplanung 145,7 Milliarden Euro an Zinsausgaben gespart. Das geht aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Grünen hervor, über die das "Handelsblatt" berichtet. Hatte das Bundesfinanzministerium zwischen 2008 und 2016 in seinen Haushaltsplänen mit Zinsausgaben von insgesamt 416,2 Milliarden Euro kalkuliert, musste es am Ende lediglich 270,5 Milliarden Euro ausgeben.

Besonders groß war die Ersparnis im vergangenen Jahr. In seinem Finanzbericht 2012 hatte das Bundesfinanzministerium für den Schuldendienst im Jahr 2016 noch Ausgaben von 41,2 Milliarden Euro veranschlagt. "Nach Abschluss des Haushaltsjahres wurden für das Jahr 17,5 Milliarden Euro ausgewiesen", heißt es laut "Handelsblatt" in dem Schreiben des Finanzministeriums. Damit hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) allein 2016 gegenüber seiner ursprünglichen Planung 23,7 Milliarden Euro Zinsen gespart. Die Zahlen zeigen, welche Spielräume im Bundeshaushalt durch die Niedrigzinsen entstanden sind. Auf der derzeit stattfindenden Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) steht Deutschland wegen seines hohen Leistungsbilanzüberschusses in der Kritik. Der IWF, die USA und andere Staaten drängen die Bundesregierung dazu, ihre Staatsausgaben zu erhöhen. "Während in Teilen Europas seit Jahren die Krise herrscht, hat Deutschland mächtig profitiert. Diese ökonomische und soziale Spaltung gefährdet unser Europa", sagte auch Sven-Christian Kindler, haushaltspolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion. "Eine neue Bundesregierung muss ab dem Herbst mehr Geld für den EU-Haushalt und Zukunftsinvestitionen bereitstellen und so Europa aus der Krise helfen", fordert Kindler.


1 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Kommentare

Das ist keine "Einsparung", sondern dem redlichen Sparer durch die verbrecherische Notenbankpolitik schlicht und einfach gestohlen worden. Darüber hinaus haben diese politischen Totalversager auch noch die Zukunft aller arbeitenden Menschen, die gleichzeitig ebenso künftige Rentner sind, total verramscht.

Dass aber ausgerechnet die Grünen, die das eigene Volk hassen und am liebsten muslimische Analphabeten und Kopfabschneider lebenslang auf unsere Kosten in die soziale Hängematte legen wollen, hieran auch nur das Geringste ändern könnten, soll wohl ein Treppenwitz sein. Diese Brut ist für unser Land ein einziges Verhängnis.

Disclaimer

Weitere Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel