DAX+1,21 % EUR/USD+0,19 % Gold+0,21 % Öl (Brent)+1,21 %

Diese drei Faktoren lassen Kanadas Cannabis-Aktien durch die Decke schießen

Gastautor: Marc Davis
21.04.2017, 16:03  |  34496   |   |   

Die großen kanadischen Cannabis-Produzenten haben soeben die Lizenz zum Gelddrucken erhalten.

Die Regierung erteilte ihnen offiziell das Recht, in einen neuen Multimilliarden-Dollar-Markt einzusteigen.  Nun ist es an ihnen, in kürzester Zeit so viel Cannabis wie möglich anzubauen, um sich auf ein legales Dasein in der Freizeit- und Erholungsbranche vorzubereiten. Nächsten Sommer geht es los, bislang wird mit einer potentiellen Konsumentenzahl von acht Millionen Kanadiern gerechnet.

Die eigentlich gute Neuigkeit wirkt sich bis dato noch recht diametral auf die Aktienkurse aus - zunächst reagierten sie erst einmal mit erhöhter Volatilität. Der Grund hierfür liegt in der geringen Menge an inhaltlichen Details, die die Regierung in Bezug auf die Legalisierung bisher rausgegeben hat.

Investoren müssen sich darüber aber erst mal keinen Kopf machen. Die gesetzlichen Feinheiten werden in den kommenden Monaten noch ausgearbeitet; mit einem rechtskräftigen Marktvolumen von zehn Milliarden kanadischen Dollar im Jahr darf gerechnet werden.

Der Regierung selbst ist natürlich auch daran gelegen, ein großes Stück vom Kuchen in Form von Steuereinnahmen abzubekommen. Nur deshalb dürfte Premierminister Trudeau auch ein derart enges Zeitfenster bis zur Legalisierung angeordnet haben: Ab 1. Juli 2018, dem Canada Day, hat jeder das offizielle Recht, Marihuana zu konsumieren.

Diese Prämisse vor Augen, nenne ich euch jetzt drei fundamentale Gründe, die darauf hindeuten, dass Kanadas Cannabis-Produzenten demnächst dazu bestimmt sind, ein beeindruckendes Umsatzwachstum hinzulegen. Zusammen mit ihren zukünftigen Aussichten sollten sie daher auch zu den Top-Performern am Aktienmarkt gehören.

#1 Erste globale Lieferengpässe

Auf den Aktienmärkten läuft es derzeit weltweit nicht ganz so rund. Investoren aus aller Herren Länder wenden sich daher vermehrt dem florierenden kanadischen Cannabismarkt zu. Die dort beheimateten Papiere bieten ihnen die Chance, in diverse neue Milliardenmärkte einzusteigen.

Zunächst wäre da Kanadas Industrie für medizinisches Marihuana (MMJ) zu nennen. Diese wächst so rasant, dass Zulieferer fast schon nicht mehr mit der steigenden Nachfrage mithalten können. In der Folge generieren die gut drei Dutzend Unternehmen, die den Rohstoff bereits im industriellen Maßstab anbauen, bereits erste ernstzunehmende Cash-Flows. Und damit nicht genug: Sie arbeiten auch mit Hochdruck daran, den Output so weit wie möglich hochzufahren.

Hierzu nochmal eine eingehendere Erklärung:

Der MMJ-Markt wächst derzeit jeden Monat um die 10 Prozent – Experten gehen davon aus, dass sich der jährliche Umsatz auf rund drei Milliarden Dollar belaufen wird. Zusätzlich ist der Erfolg für Kanadas lizensierte Produzenten bereits jetzt in greifbarer Nähe. Mit dem Startschuss Mitte 2018 soll der gesamte Freizeit- und Erholungsmarkt dann bald schon 10 Milliarden Dollar wert sein.

Mindestens 60.000 Kilo Cannabis – oder auch 1,2 Milliarden „Joints“ - braucht es, um die Nachfrage im ersten Jahr nach der Legalisierung zu stillen. Einer jüngsten Umfrage zufolge soll sich die Zahl der zukünftigen Konsumenten auf acht Millionen belaufen. Bisher geht man von über fünf Millionen Konsumenten aus, die den Stoff noch illegal zu sich nehmen.

Allerdings haben Kanadas Produzenten schon jetzt Schwierigkeiten, überhaupt nur genug für jene 150.000 Patienten anzubauen, die eine Genehmigung für den Konsum haben. Ihr Output müsste sich also um 5.000 Prozent erhöhen, um den baldigen Markt bedienen zu können. Trotz intensivster Bemühungen, die Produktion um wenigstens 200 – 400 Prozent hochzufahren, wird es unausweichlich zu einem Lieferengpass kommen.

Laut Jason Zandberg, Cannabis-Experte bei der kanadischen Investmentbank PI Financial, werden diejenigen Unternehmen mit beträchtlichen Marktanteilen und Kurssprüngen belohnt, die es schaffen, ihre Produktion am schnellsten hochzufahren. „Das quartalsmäßige Umsatzwachstum wird ein Schlüsselkriterium sein, mit dem man solche Firmen ausmachen kann, die mit der größten Dynamik ins Jahr 2018 schreiten“, erklärte er.

Jason Zandberg, PI Financial

# Höhere Preise und Gewinne

Der nach der Legalisierung eintretende Engpass wird einen hohen Preisdruck auf die Cannabis-Preise mit sich bringen. Manche Schätzungen gehen von einem Sprung auf 15 Dollar pro Gramm aus – momentan liegt der Durchschnittspreis von legal verkauftem Marihuana noch bei acht Dollar je Gramm.

John Fowler, Chef von Supreme Pharmaceuticals, einem Großhändler im MMJ-Markt, glaubt fest daran, dass die Preise eine Weile steigen werden, sobald die Legalisierung durch ist.

Seite 1 von 5

Verpassen Sie keine Nachrichten mehr zum Cannabis-Markt und abonnieren Sie jetzt kostenlos den passenden Newsletter dazu:

Unser kostenloser Newsletter-Service


1 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer