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DAX-Chartanalyse: Das nächste Signal

DAX-Chartanalyse Das nächste Signal

Gastautor: Andreas Mueller
23.04.2017, 12:37  |  9547   |   |   

Ein heisser Kampf um die 12.000 Punkte entbrannte in der Vorwoche. Nun haben wir jedoch die Chance, eine Entscheidung herbeizuführen. Diese dürfte richtungsweisend sein.

Die Vorwoche hatte wieder ordentlich Volatilität im Gepäck. Dies gefiel den Tradern und kurzfristigen Marktakteuren, brachte aber unter dem Strich für Anleger wenig Entwicklungspotenzial. Denn der DAX legte im Wochenvergleich um nur 0,4 Prozent zu, während der Dow Jones 0,4 Prozent verlor. Eine globale Diversifikation an diesen Stellen hätte somit keine Bewegung gebracht.

 

Signale der Vorwoche

 

Die Woche startete erst am Dienstag und recht schwach. Vielleicht auch ein wenig geprägt durch die Ergebnisse des Türkei-Votums und deren Außenwirkung auf die EU und den Euro. Während der DAX auf die 12.000 zusteuerte, beteten die Anleger an der Wall Street, dass der Abwärtstrend sich nicht beschleunigen würde. Das vorbörsliche Bild beim Dow Jones dazu sah nicht gut aus:

 

(hier nachzulesen ->)

 

Doch mit der Eröffnung konnte der dort verzeichnete Trend gebrochen werden und „Schlimmeres“ wurde verhindert. Ja, es entstand sogar ein tolles Kaufsignal dadurch! Am Montagabend sah das Chartbild bei nextmarkets dann so aus:

 

(hier nachzulesen ->)

 

Per XETRA-Schluss wurde übrigens die 12.000 am Dienstag punktgenau gerettet!

 

Der DAX versuchte, diese Bewegung am Mittwoch dann nachzuvollziehen. Dies zumindest zur Handelseröffnung, denn danach verließen ihn die Kräfte wieder. Auf der Unterseite trat nun das GAP aus Ende März (gezeigt in der Vorwochenanalyse ->) in den Fokus:

 

(hier nachzulesen ->)

 

Lange hielt es nicht stand und wie bei GAP’s sehr oft zu beobachten, wurde es dann auch zeitnah (ab dem Punkt des Eintritts) geschlossen. Ein guter Punkt für Trader, die auf Charttechnik zur Analyse setzen.

 

Der Mittwoch offenbarte damit jedoch immer noch den Abwärtstrend, beginnend ab dem Zweijahreshoch:

 

(hier nachzulesen ->)

 

Auch wenn es danach für den Rest der Handelswoche einen Kampf um die 12.000er-Marke gab, konnte die Abwärtstendenz nicht überwunden werden und es blieb ein „Erstes Warnsignal im Tageschart“ zurück:

 

(hier nachzulesen ->)

 

Daran änderte auch die kleine Aufholjagd am Freitagnachmittag nichts. Sie entstand wegen positiver BMW und Allianz-Zahlen (die Redaktion w : o berichtete ->) und ebenfalls positiven US-Quartalszahlen aus dem Finanzsektor wie bspw. von Blackstone.

 

Insgesamt schlossen alle 4 Handelstage der Vorwoche über 12.000 Punkten, auch wenn es zwischenzeitlich immer wieder zu Abgabedruck darunter kam. Auf diese Marke hin zu handeln wurde somit immer wieder belohnt.

 

Szenarien für die neue Handelswoche

 

Die Politik und damit die Reibungen zwischen Donald Trump und Nordkorea traten etwas in den Hintergrund. Auch wenn Stimmen aus der Trading-Szene lauter werden, die vor einem Crash warnen, ist dies bisher nicht geschehen. (siehe Artikel aus der w . o Redaktion ->)

 

Im Vorfeld der neuen Börsenwoche kommt der aktuell noch laufenden Wahl in Frankreich eine erhöhte Bedeutung zu. Denn dies kann ähnlich wie die Brexit-Abstimmung ein Votum für oder gegen Europa darstellen. Empfindlich dürften daher nicht nur der Euro, sondern auch der Eurostoxx und der DAX auf das Ergebnis reagieren. Doch vorab darüber zu spekulieren ist nicht sinnvoll, daher „ignoriere“ ich das Thema im Rahmen dieser Nachricht und widme mich objektiv dem Chartbild.

 

Hier ist der Tageschart, wie bereits am Donnerstag gezeigt, mit einem ersten Warnsignal stigmatisiert. Zeichnet man die große Aufwärtsbewegung dort in einem Kanal ein, dann wurde dieser nach unten verlassen. Die Dynamik nahm hier jedoch nicht zu, was den Ausbruch etwas abschwächte und per Freitags-Schluss sogar an die Kante zurückführte. Im Tageschart sieht dieser Ausbruch nun so aus:

 

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