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Einzelhandel könnte 2017 crashen Konkursanmeldungen gehen durch die Decke

25.04.2017, 12:07  |  13200   |   |   

Der klassische Einzelhandel steht in den USA bald vor dem Aus. Dieses Jahr haben viele Ketten bereits Konkurs angemeldet. Laut S&P werden besonders die Warenhausketten und Elektrobranche betroffen sein.

Derzeit schließen in Amerika mehr Geschäfte als jemals zuvor. Zwei weitere Trends sind zu beobachten: Die Geschäfte verkleinern massiv ihre Verkaufsflächen und konzentrieren sich immer stärker auf den Online-Handel. Laut den Beobachtung von S&P Global Market Intelligence basiert die steigende Zahl an Konkursanmeldungen auf der Unfähigkeit der Unternehmen dem gestiegenen Druck des E-Commerce standzuhalten ("Bloomberg").

Laut Richard Hayne, Geschäftsführer von Urban Outfitters, gibt es in den USA zu viele Geschäfte. Vor allem im Bereich Bekleidung gäbe es ein massives Überangebot. Hayne spricht sogar von einer Blase, die jetzt platzen wird. In der Folge werden Mieten sinken und noch mehr Geschäfte schließen müssen. Dieser Trend wird sich in den folgenden Quartalen sogar noch beschleunigen, so Hayne.

Laut der Analyse von S&P haben Warenhäuser und die Elektronikbranche die größten Risiken in den Konkurs zu gehen. Auf den dritten Platz landete die Bekleidungsbranche, während unter den Top-11 der Bereich Lebensmittel am wenigsten von Pleiten betroffen sein wird. 

Aus dem Segment Bekleidung haben bereits die Unternehmen: The Limited, Wet Seal, BCBG Max Azria, Vanity Shop of Grand Forks und Payless Inc. Konkurs angemeldet. Es werden die Firmen Rue21 und Gymboree folgen. 

Laut den Ausführungen von S&P ist mit einer zeitnahen Erholung der Branche nicht zu rechnen. Die nächsten Konkurskandidaten könnten laut S&P die Sears Holdings Corp., Bon-Ton Stores Inc. und Perfumania Holdings Inc. sein. 

Im März 2017 wurden 30.000 Jobs im Einzelhandel gekündigt - seit Oktober 2016 haben mehr als 90.000 Menschen ihren Job verloren. Für 2017 wurden folgende Filialschließungen angekündigt: Macy´s 63 Geschäfte, Sears 150 Geschäfte, The Limited 250 Geschäfte, BCBG Max Azria 120 Geschäfte, American Apparel 104 Geschäfte und JCPenney bis zu 140 Geschäfte ("TheGuardian").

Somit dürfte die Entlassungswelle im Einzelhandel bis zum Jahresende anhalten. Auf der anderen Seite ist die Arbeitslosenquote in den USA auf dem niedrigsten Stand seit 2009.  

 

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