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Aurelius: Wie gehts jetzt weiter? Aurelius-CEO Dirk Markus im Gespräch!

Gastautor: Volker Glaser
01.05.2017, 05:29  |  10996   |   |   

Aurelius startet stark ins neue Jahr

Dirk Markus, Vorstandschef der Aurelius Equity Opportunities SE & Co. KGaA, reagiert mit guten Nachrichten auf die Angriffe der Leerverkäufer in der Aurelius-Aktie. Die Münchener verkündeten jüngst den Verkauf der Secop-Gruppe an die japanische Nidec. Der Verkaufspreis beträgt 185 Mio. Euro und ist der größte Unternehmensverkauf in der Geschichte von Aurelius. Das Closing der Transaktion wird in den nächsten Monaten erwartet und das Cash entsprechend in die Kasse fließen. Im Gespräch mit der Vorstandswoche zeigt sich der Firmenlenker mit dem Verkaufserlös zufrieden. Secop wurde im Jahr 2010 für 15 Mio. Euro gekauft. Innerhalb von 7 Jahren konnte das eingesetzte Kapital um das 11-fache gesteigert werden. Es gibt schlechtere Deals. Die Assets von Secop (Buchwert) stehen mit 85 Mio. Euro in der Bilanz des Konzerns. Die Differenz zum Verkaufspreis führt zum einem positiven Ergebniseffekt von rund 100 Mio. Euro, der das Jahresergebnis 2017 deutlich positiv beeinflussen wird.

Aurelius hatte Secop per Ende September 2016 mit einem NAV von 256 Mio. Euro ausgewiesen. Der heutige Verkaufspreis liegt offensichtlich unter dem damaligen Wert des NAV. Die beiden Werte sind allerdings nicht direkt vergleichbar, sagt Markus. In der Zwischenzeit kassierte Aurelius von der Tochtergesellschaft eine Gewinnausschüttung für das Jahr 2016, die zu einer Verringerung des damaligen NAV führt. Zudem wurden einige Gesellschaften der Secop-Gruppe nicht mitverkauft, sondern verbleiben im Konzern und gewisse Cash/Debt free-Klauseln im Verkaufsvertrag mit Nidec haben ebenfalls Auswirkungen auf den NAV. Berücksichtigen wir diese 3 Parameter, dann dürfte Markus Secop im Vergleich zum damaligen NAV-Wert mit einem Abschlag von weniger als 10 % verkauft haben. „Wir sprechen insgesamt von einem guten Wert. In der Summe haben wir in der Vergangenheit deutlich öfter über NAV als unter NAV verkauft.“

Aurelius wird ab und an als böse Heuschrecke bezeichnet. Secop wurde 2010 von der dänischen Sanfoss-Gruppe übernommen. Der heutige Geschäftsführer ist Mogens Søholm. Er hatte diese Position schon damals inne, bevor Aurelius bei Secop eingestiegen ist. Dass Søholm diese Position über die ganze Zeit behalten hat, spricht für Kontinuität in der Neuausrichtung der Gesellschaft.

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