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ThyssenKrupp – kurzfristiger Aufwind oder langfristiger Trend?

Gastautor: Daniel Saurenz
04.05.2017, 09:00  |  439   |   |   

Thyssen_StraßenbauMit Einsparungen von 500 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren will ThyssenKrupp die Stahlsparte wieder in den Bereich schwarzer Zahlen führen. Für interessierte Anleger haben wir ein Discount Zertifikat mit der WKN VN4GCR sowie eine Aktienanleihe mit der WKN PR3933 in unsere ISIN-Liste aufgenommen. Ebenfalls im Fokus steht derzeit die Fusion mit dem Konkurrenten Tata Steel sowie Probleme bei einem Milliardenauftrag der Tochter ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS).

Laut Dieter Lieske, Bevollmächtigter der IG Metall Duisburg-Dinslaken, seien von der geplanten Restrukturierung der schwächelnden Stahlsparte nicht nur 300 bis 400 Jobs in Bochum und Duisburg-Hüttenheim betroffen, sondern es gehe insgesamt um etwa 4.000 Arbeitsplätze von ThyssenKrupp Steel Europe. Das entspricht etwa 15 Prozent der 27.000 Jobs in diesem Geschäftsfeld.

Kapitalkosten sollen dauerhaft erwirtschaftet werden

Die geplanten Kostensenkungen betreffen allerdings nicht nur den Block Personal, so sollen diese auch in den Bereichen Instandhaltung und Reparatur, Logistik, Vertrieb und der Verwaltung anfallen. Langfristig sollen die Maßnahmen dazu führen, dass die Stahlsparte kontinuierlich ihre Kapitalkosten erwirtschaftet.

Konsolidierungen in der Branche sind nötig

Thyssen_WalzwerkWeiter für Unsicherheit bei den Beschäftigten sorgt indes die geplante Fusion mit dem Konkurrenten Tata Steel. Der Zusammenschluss soll dazu führen, dass das Unternehmen zum zweitgrößten europäischen Stahlkonzern, nach ArcelorMittal, aufsteigt. Nach Einschätzung von Konzernchef Hiesinger leidet die Branche unter Überkapazitäten, was Konsolidierungen unausweichlich werden lässt. Die protektionistische Haltung seitens der USA trägt dazu bei, dass diese Situation in Europa weiter verschärft wird.

„Ein Kampf mit harten Bandagen”

Auch die positive Nachricht aus jüngster Vergangenheit scheint aktuell ein wenig getrübt. Erst kürzlich bekam die Tochter TKMS, zusammen mit dem Werftkonzern Lurssen, den Zuschlag der Bundesrepublik für die Auslieferung von fünf neuen Korvetten für die Bundesmarine. Die veranschlagten Kosten seitens der Politik betrugen 1,5 Milliarden Euro, gefordert wird allerdings fast das Doppelte durch die beiden Auftragnehmer. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen lehnte diesen Vorschlag strikt ab und betonte: „Wir sind jetzt mit den Auftragnehmern in harten Verhandlungen.”

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Quelle: Vontobel

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