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Eine wichtige Kennzahl für die Investitions-Performance

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
04.05.2017, 10:00  |  320   |   |   

Es gibt viele wichtige Kennzahlen, die man als Investor in Betracht ziehen sollte. Eine wird jedoch oft übersehen. Sie ist vielleicht nicht besonders beliebt, die operative Marge zeigt aber auf, in welchem Zustand sich ein Unternehmen aktuell befindet und vergleicht diesen mit dem vergangenen Zustand. Auf diese Weise kann man ein Unternehmen mit den Rivalen aus demselben Sektor vergleichen. Die operative Marge zeigt auch, ob die Strategie des Managements funktioniert und in welchem Zustand sich die jeweilige Industrie befindet, in dem ein Unternehmen arbeitet.

Eine einfache Kennzahl

Die operative Marge eines Unternehmen zu berechnen ist relativ simpel. Man teilt einfach den operativen Gewinn durch den Umsatz, und das ergibt einen gewissen Prozentsatz. Da der operative Gewinn erst nach Abzug mehrerer Kosten entsteht, gibt uns diese Zahl einen Ausblick darauf, wie erfolgreich ein Unternehmen mit seinem zugrundeliegenden Geschäft ist – also bevor Steuern und Zinsen abgezogen werden. Daher kann man mit dieser Kennzahl auf einfache Art bestimmen, wie profitabel sich ein Unternehmen im Laufe der Zeit entwickelt hat. Die Veränderungen bei Steuersätzen und Zinsen werden hierbei ausgeklammert.

Die Strategie des Managements

Die operative Marge eines Unternehmens illustriert, wie erfolgreich die Strategie eines Unternehmens in der Vergangenheit gewesen ist. So kann man leicht den aktuellen Wert mit dem historischen Wert vergleichen, und man erhält einen Ausblick darauf, ob das Unternehmen effizienter oder weniger effizient wird. Das ist nützlich, da viele Unternehmen versuchen, einfach dadurch zu wachsen, indem sie die Umsätze erhöhen. Das könnte zwar die Stimmung unter denen Investoren verbessern, doch kann kein Unternehmen die Umsätze ewig weiter steigern. Wenn das Umsatzwachstum nicht von Effizienz begleitet ist, dann sollte man das Unternehmen vielleicht besser meiden.

Der Vergleich mit den Konkurrenten

Natürlich könnte eine niedrige operative Marge verglichen mit den Konkurrenten andeuten, dass das Unternehmen relativ ineffizient ist. Es könnte auch bedeuten, dass wir es hier mit einer Kaufgelegenheit zu tun haben – solange die Bewertung des Unternehmens günstig ist, da die Effizienz aktuell nicht besonders hoch ist. Wenn ein neues Management-Team mit einer neuen Strategie das Potenzial hat, die operative Marge zu verbessern, dann könnte die Sache interessant werden. Es könnte aber auch zusätzliche Risiken bergen, die dazu führen könnten, dass der Kurs weiter fällt.

Das Umfeld

Die operative Marge und die Veränderung dieser Marge in den letzten Jahren kann auch einen Ausblick auf die Bedingungen in einem bestimmten Industriezweig liefern. Während einer Rezession erwartet man, dass die Margen der Einzelhändler und anderer zyklischer Unternehmen sich zusammenziehen, während die Unternehmen versuchen, die Umsätze durch niedrigere Preise anzuheben. Das könnte andeuten, das gerade kein guter Zeitpunkt ist, um kurzfristig zu investieren. Es könnte aber auch andeuten, dass wir im Wirtschaftszyklus an einem Tiefpunkt angelangt sind. Das bedeutet wiederum, dass das Wachstumspotenzial gerade am höchsten ist.

Foolishes Fazit

Die operative Marge ist vielleicht nicht besonders interessant, sie kann einem Investor aber jede Menge Informationen über die Performance eines Unternehmens geben und diese mit der Vorgeschichte und den Rivalen vergleichbar machen. Die Kennzahl kann einem auch helfen zu bestimmen, ob es gerade ein günstiger Zeitpunkt ist, zu Investieren. In anderen Worten, es ist eine relativ einfache Möglichkeit, um die zugrundeliegende Performance eines Unternehmens zu bewerten. Das kann Foolishen Investoren helfen, langfristig überdurchschnittliche Renditen zu generieren.

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Dieser Artikel wurde von Peter Stephens auf Englisch verfasst und am 30.04.2017 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

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