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Wunden lecken GOLD und BARRICK GOLD nach dem Sturm

06.05.2017, 06:00  |  13482   |   |   

Die Korrektur brach wie ein Wirbelsturm über den Goldsektor herein. Das Edelmetall pulverisierte wichtige Unterstützungen. Die Aktien der Goldproduzenten gingen auf Tauchstation. Alles sieht nach der Fortsetzung des Abverkaufs aus, doch es könnte ganz anders kommen…

Nun ist es nach einer auf den ersten Blick desaströs verlaufenden Handelswoche nicht ganz einfach, die positiven Aspekte in den Vordergrund zu stellen, doch wir möchten es dennoch versuchen und ein wenig Optimismus verbreiten. 

Lange Zeit verteidigte Gold die wichtige Zone zwischen 1.260 US-Dollar und 1.245 US-Dollar. Am Ende musste das Edelmetall jedoch klein beigeben. Gold litt vor allem unter den Aussagen der FED. Der Markt interpretierte die Aussagen der Notenbank skeptisch, denn es gab keine klare Absage an eine Leitzinserhöhung auf ihrer nächsten Sitzung im Juni. Und genau diese hätte man gern gehört.

Gold musste im Verlauf der letzten Handelswoche neben den bereits genannten Unterstützungen auch die wichtige 200-Tage-Linie aufgeben. Das lässt das Chartbild zwar auch nicht besser aussehen, doch überbewerten sollte man das Ganze nicht. Im Bereich 1.225 US-Dollar bis 1.200 US-Dollar ist das Edelmetall gut abgesichert. Für die weitere Entwicklung ist es eminent wichtig, dass Gold nicht noch einmal unter die 1.200er Marke abtaucht. Im Idealfall gelingt bereits oberhalb von 1.225 US-Dollar die Bodenbildung. In den nächsten Handelstagen muss Gold um eine Stabilisierung bemüht sein. Ein erstes Zeichen der Entspannung würde mit der Rückkehr über die 1.245 US-Dollar gesetzt werden.


Barrick Gold steht mit dem Rücken zur Wand. Doch so lange die zentrale Unterstützung im Bereich um 16,0 US-Dollar intakt ist, darf man verhalten optimistisch sein. Nach den etwas enttäuschenden Quartalszahlen geriet die Aktie unter Druck, der sich mit dem Rücksetzer im Goldpreis noch einmal verstärkte. Wir hatten es in unserer letzten Kommentierung zu Barrick Gold bereits thematisiert, dass wir den Abverkauf nach den Zahlen als Überreaktion bewerten. Das Unternehmen ist an den zu hohen Erwartungen gescheitert. Barrick Gold selbst steht aus fundamentaler Sicht auf einer starken Basis, die sich über kurz oder lang wieder durchsetzen wird. 

Kurzum: Aus charttechnischer Sicht müssen die 16,0 US-Dollar halten. Ein Bruch dieser wichtigen Marke würde eine Fortsetzung der Korrektur auf 14,0 US-Dollar wahrscheinlich machen. Auf der Oberseite müssen die 17,5 US-Dollar möglichst rasch wieder zurückerobert werden, um für Entlastung zu sorgen. Im Prinzip gilt für die Aktie des Goldproduzenten das Gleiche, wie für Gold: Sie muss zunächst um Stabilisierung bemüht sein und einen tragfähigen Boden ausbilden. Die Chancen darauf stehen aus unserer Sicht gar nicht so schlecht. 


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