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Marktüberblick: EUR/USD markiert nach Macron-Sieg 6-Monats-Hoch
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Marktüberblick EUR/USD markiert nach Macron-Sieg 6-Monats-Hoch

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
08.05.2017, 08:31  |  799   |   |   

Zum Wochenausklang überwogen am deutschen Aktienmarkt die positiven Vorzeichen. Stützend wirkten besser als erwartete US-Arbeitsmarktdaten und eine bislang erfreulich laufende Berichtssaison. Die am Wochenende anstehende Präsidentschaftswahl in Frankreich sahen die Anleger hingegen nicht mehr als Risiko an. Der DAX schloss 0,54 Prozent höher bei 12.717 Punkten. Er markierte damit den vierten Tag in Folge ein neues Rekordhoch. Auf Wochensicht rückte das Aktienbarometer um 2,24 Prozent vor. Für den MDAX ging es um 0,53 Prozent aufwärts auf ein Rekordhoch bei 25.163 Punkten. Der TecDAX gab hingegen um 0,56 Prozent nach auf 2.129 Zähler. Im HDAX der 110 größten Werte gab es 63 Gewinner (58%) und 45 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 66 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 107,7 Millionen Aktien im Wert von 3,97 Milliarden EUR (10-Tages-Volumen: 4,04). Die stärksten Sektoren waren Rohstoffwerte, Banken und Automobile. Abwärts tendierten Medienwerte, Versorger und Versicherungen. Die Linde-Aktie stieg an der DAX-Spitze um 2,38 Prozent. Getrieben wurde der Aufschwung von einem Medienbericht, wonach Firmenchef Wolfgang Reitzle im Streit um den geplanten Zusammenschluss mit dem US-Konzern Praxair auf die Arbeitnehmervertreter zugehen will. BMW und ThyssenKrupp verbesserten sich um 2,06 und 2,01 Prozent. E.ON litt unter einem negativen Analystenkommentar und verbilligte sich als Schlusslicht im DAX um 1,10 Prozent. ProSiebenSat.1 Media und Deutsche Börse gaben um 0,66 beziehungsweise 0,55 Prozent nach.

An der Wall Street verabschiedeten sich die Indizes mit Aufschlägen ins Wochenende. In der weltgrößten Volkswirtschaft wurden im April 211.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen. Erwartet hatten Experten im Schnitt ein Plus von lediglich 188.000. Der Dow rückte um 0,26 Prozent auf 21.007 Punkte vor. Der Nasdaq 100 gewann 0,35 Prozent auf 5.646 Zähler. 69 Prozent der Werte an der NYSE verzeichneten Zugewinne. Das Aufwärtsvolumen betrug 77 Prozent. 183 neuen 52-Wochen-Hochs standen 28 neue Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Energiewerte und Rohstoffwerte. Einzige Verlierer waren Finanzwerte und Healthcarewerte.

Am Devisenmarkt gab der Dollar-Index um 0,20 Prozent auf ein 6-Monats-Tief bei 98,57 Punkten nach. EUR/USD stieg um 0,12 Prozent auf ein 6-Monats-Hoch bei 1,0997 USD. Bei den anderen Hauptwährungen waren der Kanada-Dollar und das Pfund Sterling gesucht. Deutliche Abschläge verzeichneten die klassischen sicheren Häfen Yen und Franken.

Bei den Rohstoffpreisen kam es im Tagesverlauf zu einer Trendwende. Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise endete nach zwischenzeitlicher Markierung eines 6-Monats-Tiefs 0,97 Prozent höher bei 371,39 Punkten. Brent-Öl verteuerte sich um 1,49 Prozent auf 49,10 USD. Zur kräftigen Erholung vom zwischenzeitlich erreichten 6-Monats-Tief bei 46,64 USD trug die Meldung von saudischer Seite bei, dass sich Russland an einer zeitlichen Ausdehnung der Produktionskürzungen beteiligen werde. Derweil meldete Baker Hughes die sechzehnte Woche in Folge einen Anstieg der aktiven Ölbohrungen in den USA. Der Preis für US-Erdgas sprang um 2,51 Prozent auf 3,27 USD. Comex-Kupfer stieg um 0,68 Prozent auf 2,53 USD. Gold notierte 0,14 Prozent tiefer bei 1.227 USD (1.117 EUR). Silber gab um 0,18 Prozent auf 16,27 USD nach. Platin und Palladium konnten um 0,28 respektive 1,55 Prozent zulegen.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,17 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen kletterte um vier Basispunkte auf ein 6-Wochen-Hoch bei 0,42 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,37 Prozent tiefer bei 160,37 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes verharrte bei 2,36 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh nach dem deutlichen Sieg Emmanuel Macrons bei den französischen Präsidentschaftswahlen ganz überwiegend freundlich. Der sozialliberale Macron erhielt 66,1% der Stimmen, die rechtsextreme und europafeindliche Marine Le Pen kam auf 33,9% der Stimmen. Der MSCI Asia Pacific Index verbesserte sich um 1,05 Prozent auf 150,16 Punkte. Besonders deutlich aufwärts ging es mit dem Nikkei 225. Das japanische Aktienbarometer sprang um rund 2,2 Prozent und erreichte den höchsten Stand seit Dezember 2015. Der koreanische Kospi kletterte vor den morgigen Präsidentschaftswahlen um rund 0,9 Prozent auf ein neues Allzeithoch. Gegen den regionalen Trend blieb der Shanghai Composite schwach und notierte zuletzt rund 0,9 Prozent tiefer. Die Exporte und Importe im April stiegen in der zweitgrößten Volkswirtschaft weniger als von Experten im Schnitt erwartet. im Der Euro konnte in Reaktion auf das Wahlergebnis gegenüber dem US-Dollar geringfügig auf ein 6-Monats-Hoch bei 1,1022 USD zulegen, bevor Gewinnmitnahmen einsetzten.

Heute stehen die Daten zum deutschen Auftragseingang im April sowie der sentix-Konjunkturindex für den Mai im makroökonomischen Fokus. Quartalszahlen stehen an bei Alstria Office Reit.

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