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Aktien Politische Risiken ade – Fokus liegt wieder auf den Unternehmenszahlen

Gastautor: Thomas Hellener
09.05.2017, 07:20  |  4290   |   |   

Die Erleichterung an den Märkten ist groß. Durch den Sieg von Emmanuel Macron bei den französischen Präsidentschaftswahlen ist zunächst einmal eines der großen politischen Risiken vom Tisch. Macron steht für eine europafreundliche Politik, auch wenn er Brüssel nicht kritiklos gegenübersteht. Nach den Niederlanden ist nun auch in Frankreich durch die Niederlage der rechtspopulistischen Marine Le Pen die Gefahr vorerst gebannt, dass sich nach Großbritannien ein weiteres Land aus der EU verabschiedet. Das sorgt an den Märkten für eine gewisse Beruhigung.

Die meisten Marktteilnehmer hatten den Sieg Macrons aber schon vorweggenommen. Sie haben sich verstärkt den Unternehmenszahlen zugewandt – und wurden nicht enttäuscht. So haben nicht nur in den USA, sondern auch in Europa die meisten Unternehmen mit positiven Quartalszahlen überzeugt. Im Zuge dessen konnte der DAX ein neues Allzeithoch verbuchen. Und auch die meisten anderen Aktienindizes – vor allem die Nasdaq - konnten in den vergangenen Wochen zulegen.

Keine Störfeuer von den Notenbanken

Auch von Seiten der Notenbanken gibt es derzeit kein Störfeuer. So hält EZB-Präsident Mario Draghi trotz der erneuten Preissteigerung in der Euro-Zone an seiner „Politik des billigen Geldes“ fest. Die steigende Nachfrage nach Unternehmenskrediten interpretiert er als ein positives Zeichen für die Konjunktur im Euroraum. Doch diese Politik ist nicht unumstritten. Viele Marktteilnehmer wünschen sich langsam eine Umkehr. Doch Draghi bleibt stur.

 

Eine gewisse Sturheit kann man auch US-Präsident Donald Trump nicht absprechen. Der konnte sich zwar bisher kaum bei der Umsetzung seiner vielen Versprechungen durchsetzen, aber immerhin einigte sich der US-Kongress nach langen Verhandlungen auf ein Haushaltsgesetz und verhinderte so die Zahlungsunfähigkeit der US-Regierung. Die Einigung spiegelte sich direkt in Kurssteigerungen von Technologie-Aktien wider und lässt dabei die leicht schwächelnden US-Konjunkturdaten unwichtig erscheinen.

 

Lenzing glänzt mit guten Zahlen und Kurssprung

 

Die Märkte beruhigen sich also langsam wieder. Das kam auch unserem global anlegenden Nachhaltigkeitsaktienfonds PRIMA – Global Challenges zu Gute, der seine gute Entwicklung seit  Jahresanfang auch im abgelaufenen Monat fortsetzen konnte. Zu den Gewinnern im Fonds gehörten dabei vor allem Sunpower, die erst jüngst ins Portfolio aufgenommene Lenzing AG, Coloplast, Nordex und SKF, während Xerox, AMD und Canadian National Railway Kursverluste hinnehmen mussten.

 

Die international agierende österreichische Lenzing AG war erst bei der jüngsten Überprüfung durch die Nachhaltigkeitsratingagentur oekom research AG ins Portfolio des PRIMA – Global Challenges aufgenommen wurde. Und das hat sich nicht nur aus Nachhaltigkeitsgesichtspunkten ausgezahlt, sondern auch bei der Performance. Das Unternehmen aus der gleichnamigen Marktgemeinde Lenzing in Oberösterreich produziert und vermarktet Viskosefasern für die Textilindustrie. Mit seiner neuen Konzernstrategie setzt das Unternehmen konsequent auf hochwertige Spezialfasern, um seine führende Marktposition im Premiumsegment zu festigen. Im Geschäftsjahr 2016 stiegen die Umsatzerlöse um 8 Prozent und die EBIT-Marge lag bei 13,9 Prozent. Dies resultierte aus höheren Absatzmengen, vor allem aber aus den deutlich höheren Verkaufspreisen. Das wird von den Investoren honoriert. Darüber hinaus überzeugt Lenzing durch die Herstellung überwiegend holzbasierter Zellulosefasern, die gegenüber konventionellen Baumwoll- oder Chemie-Fasern eine bessere Umweltbilanz aufweisen, auch auf der Nachhaltigkeitsebene.

SKF-Gruppe im Fokus

Interessant ist auch die Geschäftsentwicklung der schwedischen SKF-Gruppe. Der Konzern aus Göteborg bietet ein weitreichendes Produkt- und Servicesortiment rund um die Bereiche Wälzlager, Dichtungen, Schmierung, Mechatronik und damit verbundene Dienstleistungen. SKF konnte gute Zahlen für das erste Quartal vorlegen, wobei man vor allem in den USA und in Asien überproportional gewachsen ist. Dabei glänzte vor allem das Industriegeschäft mit einer operativen Marge von 14,2 Prozent. Und auch für das laufende Quartal konnte SKF die Prognosen anheben. Dazu erfüllt SKF die strengen Nachhaltigkeitsanforderungen für den oekom Prime Status, die sich auf das Verhalten gegenüber Mitarbeitern und Zulieferern, den verantwortungsvollen Umgang mit Gesellschaft und Kunden, gute Unternehmensführung sowie Umweltschutzaspekte und Öko-Effizienz beziehen.

 

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