DAX+0,01 % EUR/USD-0,53 % Gold-0,70 % Öl (Brent)0,00 %
Marktüberblick: ProSiebenSat.1 enttäuscht beim Ausblick
Foto: www.commerzbank.de

Marktüberblick ProSiebenSat.1 enttäuscht beim Ausblick

Anzeige
Nachrichtenquelle: Commerzbank
12.05.2017, 08:27  |  607   |   |   

Der deutsche Aktienmarkt wurde am Donnerstag von roten Vorzeichen geprägt. Verantwortlich hierfür waren Gewinnmitnahmen nach einer Flut von gemischt ausgefallenen Quartalszahlen von Unternehmen. Der DAX schloss 0,36 Prozent tiefer bei 12.711 Punkten. MDAX und TecDAX büßten 0,89 beziehungsweise 0,37 Prozent ein. Unter den 110 größten Werten gab es 28 Gewinner (26%) und 81 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 76 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 103,2 Millionen Aktien im Wert von 3,76 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,75). Die einzigen drei Sektoren im Plus waren Immobilienaktien, Softwaretitel und Werte aus dem Pharma&Healthcare-Bereich. Am stärksten unter Druck standen Medienwerte, Transportwerte und Telekomwerte. An der DAX-Spitze verbesserte sich die Aktie von Vonovia um 2,19 Prozent. FMC und Continental legten um 0,38 und 0,28 Prozent zu. Das Schlusslicht bildete ProSiebenSat.1 Media mit einem Kursrutsch um 5,94 Prozent. Die Aktie des Medienkonzerns litt unter einem schwachen Ausblick zum TV-Werbemarkt. Deutsche Post verlor nach Zahlen 3,40 Prozent. HeidelbergCement gab mit dem Dividendenabschlag um 2,73 Prozent nach. Henkel und Deutsche Telekom notierten nach Vorlage ihrer Zahlenwerke 1,11 beziehungsweise 0,83 Prozent schwächer.

An der Wall Street konnten sich die Indizes deutlich von ihren Tagestiefs absetzen. Der Dow endete 0,11 Prozent tiefer bei 20.919 Punkten. Der Nasdaq 100 verlor 0,13 Prozent auf 5.674 Zähler. 59 Prozent der Werte an der NYSE verzeichneten Abschläge. Das Abwärtsvolumen betrug 65 Prozent. 83 neuen 52-Wochen-Hochs standen 43 neue Tiefs gegenüber. Moderate Aufschläge verbuchten die Sektoren Consumer Staples, Versorger und Healthcare. Kräftig abwärts ging es hingegen für Finanzwerte, Consumer Discretionary und Immobilienwerte. Apple stieg an der Dow-Spitze nachrichtenlos um 0,86 Prozent. Microsoft verlor am anderen Ende 1,22 Prozent.

Am Devisenmarkt schloss der Dollar-Index trotz solider US-Konjunkturdaten und nach zwischenzeitlicher Markierung eines 3-Wochen-Hochs 0,06 Prozent tiefer bei 99,61 Punkten. EUR/USD notierte praktisch unverändert bei 1,0866 USD. Im Tagesverlauf pendelte das Währungspaar impulslos zwischen einem 2-Wochen-Tief bei 1,0839 USD und einem Hoch bei 1,0893 USD. Mit dem Tief erreichte es die Unterstützung der steigenden 20-Tage-Linie. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen stand das Pfund Sterling nach der Sitzung der Bank of England unter Druck. Verantwortlich hierfür war ein gedämpfter Inflations- und Wachstumsausblick, während der Leitzins wie allgemein erwartet unangetastet auf dem Rekordtief bei 0,25 Prozent blieb. Der Yen war gesucht und konnte nach der jüngsten Schwächephase gegenüber allen anderen Majors aufwerten.

Der S&P GSCI Rohstoffindex legte um 0,73 Prozent auf 378,29 Punkte zu. Brent-Öl dehnte seine Erholung mit einem Plus von 1,06 Prozent auf 50,75 USD aus. Der Preis für US-Erdgas sprang nach den Lagerbestandsdaten um 2,28 Prozent auf 3,37 USD. Comex-Kupfer notierte 0,54 Prozent fester bei 2,51 USD. Gold legte um 0,48 Prozent auf 1.225 USD (1.127 EUR) zu. Silber, Platin und Palladium stiegen zwischen 0,18 und 0,95 Prozent.

Am Rentenmarkt gab es nur wenig Bewegung. Die Umlaufrendite wurde zwei Basispunkte höher bei 0,23 Prozent festgestellt. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen verharrte nach einem richtungslosen Handel bei 0,43 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,06 Prozent fester bei 160,42 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab um zwei Basispunkte auf 2,39 Prozent nach.

Die asiatischen Aktienmärkte orientierten sich heute früh überwiegend südwärts. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,44 Prozent auf 150,27 Punkte. Besonders deutliche Verluste zeigte der australische ASX 200 mit rund minus 0,9 Prozent. Gegen den Trend konnte sich der Shanghai Composite etwas von den jüngsten Kursverlusten erholen und notierte zuletzt rund 0,5 Prozent fester.

Heute richtet sich der Blick von der Makro-Seite vor allem auf das deutsche BIP für das erste Quartal, die Industrieproduktion in der Eurozone sowie die US-Daten zu den Verbraucherpreisen und dem Einzelhandelsumsatz. Geschäftszahlen stehen zur Veröffentlichung an bei Allianz, ThyssenKrupp, Deutsche Wohnen, Innogy, Arcelormittal, MVV Energie, Hamburger Hafen und Logistik, Singulus Technologies, Zeal Network, Hpag-Lloyd, Wüstenrot & Württembergische und Borussia Dortmund. Hauptversammlungen stehen an bei BASF, ProSiebenSat.1 Media, Fresenius SE und Klöckner & Co.

Produktidee: BEST Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE5R4C Bull ProSiebenSat.1 Media SE Hebel: 4,7
CE46D1 Bear ProSiebenSat.1 Media SE Hebel: 2,0

Sie möchten Analysen wie diese jeden Tag vor Börseneröffnung ganz bequem in Ihr E-Mail Postfach bekommen? Jetzt einfach kostenfrei anmelden!

Rechtliche Hinweise: Bitte beachten Sie die rechtlichen Hinweise. Bitte beachten Sie zusätzlich den wichtigen Hinweis zu allen abgebildeten Charts und Kursverläufen: Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Aktuelle Ausgabe

Mehr zum Thema
AktienEuroDAXEURUSD


0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer