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Schnell noch loswerden Diesel-Schwemme wird kommen und Preise dramatisch einstürzen

15.05.2017, 09:37  |  13797   |   |   

Die Verunsicherung bei Diesel-Autohaltern nimmt permanent zu. Es stellt sich die Frage: Wann soll ich meinen Diesel verkaufen? Nachdem sich das Imageproblem bereits auf die Absatzzahlen ausgewirkt hat, sind die Gebrauchten unter Druck.  

In Städten, in denen Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge drohen, sinken die Preise für Gebrauchwagen ("WeltamSonntag"). Stuttgart ist bislang die Stadt, in der das Fahrverbot am stärksten diskutiert wurde. Hier sind die durchschnittlichen Angebotspreise für Dieselgebrauchwagen um circa vier Prozent gesunken. Im April bekamen Dieselhalter in Stuttgart für ihren Gebrauchten durchschnittlich 1.160 Euro weniger als ein Jahr zuvor. Gleichzeitig stieg im April 2017 das Gebrauchwagenangebot um 12,1 Prozent.

Der Trend wird sich auf die anderen Großstädte ausweiten. Ein Fahrverbot für ältere Dieselfahrzeuge wird in München, Berlin Hamburg und weiteren Städten diskutiert. Auch in München fielen die Durchschnittspreise für gebrauchte Dieselautos um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Es wird erwartet, dass sich der Negativtrend fortsetzen und verstärken wird. Die Auswahl an älteren Fahrzeugen wird immer größer. Ob aus 1. oder 2. Hand, Luxusmarke oder Mittelklassewagen, der Diesel wird bei deutschen Kunden so uninteressant wie der Wasserstand der Spree. Wer könnte sich für die Gebrauchten interessieren? Fakt ist, in den Großstädten wird der Diesel ein Problem werden: Oslo, London, Paris, Athen und Madrid sind ebenfalls an dem Thema dran. Vielleicht kann man seinen alten Diesel noch zu einem guten Preis ins Ausland verkaufen. 

Wie der ADAC-Vizepräsident, Ulrich Klaus Becker, konstatierte, kommt das Fahrverbot für 13 Millionen Fahrzeuge einer Enteignung gleich und stellt ein riesiges Konjunkturprogramm für die Autobauer auf dem angeschlagenen deutschen Markt dar ("Focus").  

Bei den Neuwagen ist bereits bekannt, dass die Zahl der Neuzulassungen innerhalb von einem Jahr von 32,1 Prozent auf nur noch 23,8 Prozent im April 2017 gesunken sind. Der Rückgang um mehr als zehn Prozent wird vermutlich erst der Anfang sein. 
 

 

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8 Kommentare

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Kommentare

Die Lügenpresse nun in dramatisch ausgeartetem Eskalations-Panikmode - ich bin kein Dieselfahrer, währe ich einer, würde mir diese penetrante Anti-Diesel-Massenhypnose jedenfalls komplett am Arsch vorbei ziehen! ;-)
feuerwehren und rettungsfahrzeuge fahren kurze strecken - haben standzeiten und brauchen oft hohes drehmoment - ausserdem sind die relativ kostenintensive fahrzeuge, bei denen eine elktrantrieb weniger ins gewicht fällt - perfekt für elektrofahrzeuge ...

abgesehen von der tatsache, dass damit eine deutlich bessere versorgung elektrischer aggregte an bord und damit ggf. auch andere vorteile (volumen, ...) erreicht werden kann ...
die Feuerwehren und Rettungsfahrzeuge, fahren überwiegend mit Diesel ***

Also werden die nur noch ihre Einsätze auf dem Land fahren,
die Städtler müssen sich selbst versorgen ***
Wenn die Nachfrage nach Diesel sinkt, sinkt normalerweise auch der Preis. Da wird das tanken für mich wohl demnächst immer günstiger.
:)
Kein Kommentar zum eigentlichen Text. Die Berechnung des Neuzulassung Rückganges lässt allerdings zu Wünschen übrig. Natürlich ist die Angabe eines Rückgangs von mehr als 10% nicht ganz falsch, richtiger wäre jedoch: Der Rückgang des Neuwagenverkaufs beträgt tatsächlich 25,85%.

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