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Neid oder Angriffslust? Deutschland: Seit 2012 EU-weit höchster Exportüberschuss

15.05.2017, 11:09  |  2267   |   |   

Frankreich hatte am 7. Mai 2017 einen neuen Präsidenten gewählt: In der Stichwahl setzte sich Emmanuel Macron gegen Marine Le Pen durch. Im Wahlkampf war Deutschland für seinen hohen Außen­handels­überschuss kritisiert worden. Ein Blick auf die Zahlen der vergangenen Jahre.

Deutschland wies 2016 EU-weit den höchsten Exportüberschuss von 257 Milliarden Euro auf ("Destatis"). Insgesamt exportierte Deutsch­land 2016 Güter im Wert von 1 210 Milliarden Euro, der Wert der Importe belief sich auf 953 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr hat der Export­überschuss um rund drei Prozent zugenommen, denn 2015 lag er bei 248 Milliarden Euro.

Noch größer ist der Unterschied zu 2014. Der Exportüberschuss stieg um knapp 17 Prozent. Ein Plus konnten auch Italien und Belgien verzeichnen. Italien steigerte seinen Exportüberschuss von 2014 auf 2016 um 18,8 Prozent und Belgien sogar um 83 Prozent. Rückläufig war der Exportübertschuss in den Niederlanden, denn während es 2014 noch 63,6 Milliarden Euro waren, sank der Überschuss auf 59 Mrd. Euro (2016).

In Deutschland lag 2012 der Außenhandelsüberschuss bei 186,7 Milliarden Euro. Den größten Sprung zu 2014 hat Italien gemacht, denn dort stieg der Überschuss von 11 Milliarden (2012) auf 42,9 Milliarden Euro (2014) - der Überschuss erhöhte sich 2016 auf 51 Mrd. Euro. Somit zeigt Italien eine positive Entwicklung.  

Fakt ist, Frankreich gehört gemeinsam mit dem Vereinigten Königreich zu den EU-Staaten mit dem größten Außenhandelsdefizit. Was auch konstatiert werden muss ist, dass Frankreich seit 2012 das Defizit von 81,6 Milliarden Euro auf 65 Milliarden Euro (2016) reduzieren konnte. Anders sieht es für Grobritannien aus, denn das Land erhöhte sein Defizit von 134,1 Milliarden (2014) auf 204 Milliarden 2016.  

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Kommentare

Diese Art von einseitger Berichterstattung ist doch immer wieder nur ärgerlich.

Denn es werden einfach wichtige Aspekte dieser Thematik unter den Tisch fallen gelassen.

Nur einige Beispiele:

* Wie allgemein bekannt ist, sind mindestens die DAX30-Konzerne was den Aktienbesitz angeht, mehrheitlich in ausländischer Hand. Bei kleineren AGs im MDAX, SDAX, TECDAX etc.. wird es vermutlich nicht viel anders aussehen. Und dass heisst, dass die ausgeschütteten Gewinne der AGs - und damit ein guter Teil des Handelsüberschuss - sofort wieder ins Ausland fliessen.

* Trotz Hochkonjunktur und angelblich hohem Handelsüberschuss sind die innerdeutschen "Sozial"-Ausgaben ebenfalls auf rekordverdächtigen Hochständen. Wie kann das sein wenn doch nahezu Vollbeschäftigung der hiesigen Bevölkerung herrscht?
Ganz einfach: Die ins Land gekommenen millionen Armutsflüchtlinge verschlingen diese Abermilliarden an "Sozial"-Ausgaben!
Anstatt endlich mal anfangen zu können den unanständig hohen Schuldenberge der öffentlichen Haushalte abzutragen um den eigenen Nachkommen keine gigantische Erblast zu hinterlassen.
Insofern kann bei diesen Zahlungen eher richtigerweise von Asozial-Ausgaben gegenüber den einheimischen brav arbeitenden und Abgaben und Gebühren zahlenden Bürgern und deren Nachkommen gesprochen werden.
Wieviel von diesen Asozial-Ausgaben von den Leistungsempfägern direkt oder indirekt ins Ausland geschoben wird um die dort (noch) zurückgebliebene Mischpoke zu unterstützen, darüber gibt es hierzulande auch kaum belastbare Zahlen.
(anders als z.B. in den USA, wo genau Untersuchungen gemacht wurden/werden wieviel Milliarden die illegal im Land lebenden Mexikaner/Mittel- und Südamerikaner etc.) pro Jahr aus den USA in ihre Heimatländer transferrieren.)

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