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Brent und WTI – Zeit für Gewinne

Gastautor: Daniel Saurenz
16.05.2017, 09:00  |  531   |   |   

symbol_asien_emergingBrent und WTI waren wochenlang unter Druck, nun helfen Russland und die Araber. Inliner waren 2016 bei uns der Renner, 95 Prozent! unserer für Sie ausgesuchten Scheine kamen zu 10 Euro und meist mit mehr als 100 Prozent Rendite zurück. Wer sie hatte, wird sich gern erinnern. Die Renditen sind nun nicht mehr ganz so hoch, da Inliner in hoch volatilen Zeiten eben noch günstiger sind, doch auf Öl und auch überraschend auf Euro – Dollar ist was zu holen. Brent (SC1R3M) , WTI (SC2ZRZ) und Euro/US-Dollar (SC2C36) legen wir Ihnen ans Herz. Das große Chartbild bei Öl und Euro werden wir Ihnen in den Webinaren liefern, das Programm sieht wie folgt aus. Dazu zeigt der Währungsreport der Commerzbank folgendes:

Das Webinar-Programm ab Dienstag:

Dienstag, 16.05, 18:00 Uhr: Euer Egmond – Hier gehts zur Anmeldung…

Dienstag, 16.05, 19:00 Uhr: Kerzen, Trend und Sentiment – das Chart-Webinar – Hier gehts zur Anmeldung…

Mittwoch, 17.05, 18:00 Uhr: Die Finanzmarktrunde – Hier gehts zur Anmeldung…

USD: Liest man das Communiqué der G7-Finanzminister (nach ihrem Treffen in Bari) scheint alles in bester Ordnung zu sein. Der London-Akkord (das gegenseitige Versprechen, Wechselkurse dem Markt zu überlassen und auf einen Abwertungswettlauf zu verzichten) wurde bekräftigt; die Absicht, den Beitrag des Außenhandels zur Wirtschaftsentwicklung zu stärken, wurde wiederholt. War all die Aufregung um US-Präsident Donald Trumps verbale Interventionen und die Angst vor US-Protektionismus also übertrieben? Keinesfalls. Denn diese US-Administration bleibt unkalkulierbar.

Im Zweifel sind solche Communiqués das Papier nicht wert, auf das sie gedruckt wurden. Kaum war die Tinte unter dem Communiqué getrocknet, erläuterte US-Finanzminister Steven Mnuchin der Presse, dass die USA sich durchaus das Recht zu protektionistischen Maßnahmen vorbehalten, wenn ihrer Ansicht nach „Handel nicht frei und fair“ wäre. Aber mit der Fairness ist das aber so eine Sache. US-Importzölle auf Stahl erfreuen US Stahlproduzenten. Gleichzeitig schaden sie Stahlkonsumenten. Ist solch ein Zoll also „fair“? Die Antwort von Stahlproduzenten und -konsumenten fällt unterschiedlich aus. „Fair“ ist in diesem Zusammenhang kein passender Begriff.

Freilich war zur Beurteilung der US-Handelspolitik nicht das G7-Treffen die wichtigste Nachricht des Wochenendes, sondern ein Interview von Trump und Mnuchin, welches sie schon am 4. Mai gegeben hatten, dessen Transkript aber erst am Wochenende veröffentlicht wurde. Abgesehen von all den „alternativen Fakten“ ist bemerkenswert, dass ein cash-flow-basiertes Steuersystem (d.h. die Nicht-Anrechenbarkeit von Zinsaufwendungen) weiterhin von der Regierung erwogen wird. Auch eine „border adjustment tax“ scheint noch nicht vom Tisch zu sein. Klar, Steuerpläne der Regierung helfen wenig, wenn der Kongress nicht mitspielt. Wenn man sich andere Felder der US-Politik ansieht, darf man freilich Zweifel bekommen, ob die „checks and balances“ in Washington noch wie gewohnt funktionieren, oder ob Trump nicht à la „l’état c’est moi“ durchregieren kann.

Cash-flow-basierte Steuer, border tax, US-Protektionismus: all das sind USD-positive Signale. Allerdings werden sie ausbalanciert von USD-negativen Szenarien, wie eines von Trump-Leuten besetzen Board of Governors der Fed, welches die verbale USD-Politik der Regierung geldpolitisch flankieren könnte. Dass der Devisenmarkt daraus keine eindeutige Richtung für die USD-Währung ableiten kann, verstehe ich also voll und ganz. Das allerdings die Wechselkursvolatilitäten so niedrig sind (und das nicht nur aufgrund von EUR-spezifischen Effekten, siehe Abb. 1), bleibt mir ein Rätsel.

Emerging-Market-Währungen

CNY: Die chinesischen Daten im April deuten auf eine nachlassende Wachstumsdynamik hin. Auf saisonbereinigter Basis nahm die Industrieproduktion im April nur um 0,6% ggü. Vm. zu – eine deutliche Verlangsamung gegenüber dem Vormonatswert von 0,8%. Die chinesischen Behörden haben zudem das Wachstum der Anlageinvestitionen für März, das zuvor auf 0,87% geschätzt wurde, deutlich auf 0,76% nach unten korrigiert. Nach dieser Abwärtsrevision stellt sich deshalb die Frage, ob das erhöhte Investitionswachstum im 1. Quartal nachhaltig war. Die zuletzt schwachen Einkaufsmanagerindizes und Importdaten unterstreichen die Schwäche der Industrieproduktion. Unserer Meinung nach dürfte das chinesische BIP-Wachstum im 1. Quartal bereits seinen Höhepunkt erreicht haben.

Nur zur Klarstellung: Die Behauptung von US-Finanzminister Steven Mnuchin, Chinas Regime hätte die Schwächung des Renminbi erst nach der US-Präsidentschaftswahl beendet, ist völliger Unsinn. Ein Blick auf Chinas Devisenreserven zeigt zweifelsfrei, dass die PBoC seit Mitte 2014 ihre Reservebestände reduziert, also den CNY stützt und nicht schwächt.

Quelle: Commerzbank, eigene Recherche



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