DAX-1,53 % EUR/USD+0,07 % Gold-0,19 % Öl (Brent)+0,94 %
Marktüberblick: ThyssenKrupp springt
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Marktüberblick ThyssenKrupp springt

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
17.05.2017, 09:01  |  928   |   

Der deutsche Aktienmarkt bot am Dienstag nach einem unspektakulären Handel ein uneinheitliches Bild. Der DAX schloss nach zwischenzeitlicher Markierung eines neuen Allzeithochs 0,01 Prozent tiefer bei 12.805 Punkten. MDAX und TecDAX verzeichneten hingegen Zugewinne von 0,19 beziehungsweise 0,23 Prozent. Unter den 110 größten Werten gab es 56 Gewinner (51%) und 53 Verlierer. Das Abwärtsvolumen überwog mit 58 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 80,3 Millionen Aktien im Wert von 2,97 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,64). Stärkste Sektoren waren Rohstoffwerte, Telekomwerte und Einzelhandelswerte. Am stärksten abwärts ging es mit Automobilwerten nach schwachen Pkw-Neuzulassungszahlen für den April. Banken und Versicherungen standen ebenfalls unter Druck. An der DAX-Spitze verbesserte sich die Aktie von ThyssenKrupp um 4,12 Prozent. Hier beflügelten Aussagen von Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries, wonach die Überkapazitäten und Subventionen im Stahlsektor auf die Agenda des nächsten G20-Gipfels gesetzt werden sollen. Bayer und Deutsche Telekom legten um 1,33 beziehungsweise 0,97 Prozent zu. Linde, BASF und Continental verloren am anderen Indexende zwischen 1,47 und 1,15 Prozent.

An der Wall Street dominierten zur Schlussglocke die negativen Vorzeichen. Der Dow verlor 0,01 Prozent auf 20.980 Punkte. Der Nasdaq 100 verbesserte sich hingegen um 0,34 Prozent auf 5.724 Punkte. 52 Prozent aller Werte an der NYSE schlossen im Minus. Das Abwärtsvolumen lag bei 58 Prozent. Stärkste Sektoren waren Technologie und Finanzen. Die kräftigsten Verluste verbuchten Versorger und Immobilienaktien.

Am Währungsmarkt stand der US-Dollar unter Abgabedruck und verlor gegenüber allen anderen Hauptwährungen an Wert. Neben schwachen US-Immobiliendaten machten Händler vor allem die politischen Risiken in den USA für die Verluste verantwortlich, nachdem Berichte über einen angeblichen Verrat von Geheimdienstinformationen durch den US-Präsidenten Donald Trump an eine russische Delegation die Schlagzeilen beherrschten. Der Dollar-Index fiel um 0,78 Prozent auf ein 6-Monats-Tief bei 98,11 Punkten, womit die Kursgewinne seit der Wahl des neuen US-Präsidenten komplett ausgelöscht wurden. Der Euro zeigte gegenüber allen anderen Majors mit Ausnahme des Franken Zugewinne. EUR/USD sprang um 1,10 Prozent auf ein 6-Monats-Hoch bei 1,1095 USD.

Der S&P GSCI Rohstoffindex fiel um 0,24 Prozent auf 381,71 Punkte. Brent-Öl verbilligte sich um 0,33 Prozent auf 51,65 USD. Der Preis für US-Erdgas brach um 3,67 Prozent auf 3,23 USD ein. Comex-Kupfer verteuerte sich um 0,49 Prozent auf 2,55 USD. Gold stieg um 0,65 Prozent auf 1.238 USD (1.116 EUR). Silber und Platin legten um 1,31 respektive 1,44 Prozent zu. Palladium fiel gegen den Trend um 0,50 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um drei Basispunkte auf 0,23 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete einen Basispunkt höher bei 0,43 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,09 Prozent tiefer bei 160,39 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab um einen Basispunkt auf 2,33 Prozent nach.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh auf breiter Front schwächer. Auf der Stimmung lasteten Berichte, wonach US-Präsident Donald Trump den mittlerweile gefeuerten FBI-Chef James Comey gedrängt haben soll, die Ermittlungen gegen den mittlerweile entlassenen Trump-Berater in Sicherheitsfragen Michael Flynn einzustellen. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,40 Prozent auf 151,30 Punkte. Der Dollar geriet in Reaktion auf die Meldungen ebenso unter Druck wie die Futures auf die US-Indizes.

Heute stehen die Verbraucherpreise in der Eurozone im Fokus. Experten erwarten im Schnitt für den April einen Anstieg der Inflation auf 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr nach einer Rate von 1,5 Prozent im März. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Ado Properties, ABN Amro Holding, Raiffeisen Bank International und Diebold Nixdorf. Nach US-Börsenschluss legt Cisco seine Quartalszahlen vor. Hauptversammlungen finden statt bei Deutsche Börse, LEG Immobilien, Software AG, Symrise, SGL Carbon, Adva Optical Networking und bet-at-home.com.

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