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Marktüberblick: Cisco nachbörslich unter Druck
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Marktüberblick Cisco nachbörslich unter Druck

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
18.05.2017, 09:23  |  666   |   |   

Tiefrote Vorzeichen prägten zur Wochenmitte das Bild am deutschen Aktienmarkt. Belastend wirkten die politischen Unsicherheiten, die aus Washington über den Atlantik schwappten und zu einer globalen Welle der Risikoaversion führten. Marktbeobachter bezweifeln zunehmend, dass der immer weiter unter Druck geratende US-Präsident Donald Trump seine Vorhaben hinsichtlich einer Steuerreform und eines Infrastrukturprogramms durchsetzen können wird. Der DAX verlor 1,35 Prozent auf 12.632 Punkte. MDAX und TecDAX verbuchten Abgaben von 1,66 und 1,49 Prozent. Die Marktbreite war bei sehr hohen Umsätzen schlecht. Unter den 110 größten deutschen Werten gab es lediglich 11 Gewinner (10%) und 99 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 92 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 108,9 Millionen Aktien im Wert von 3,92 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,55). Alle DAX-Sektoren notierten im Minus. Am deutlichsten verloren Banken, Bauwerte und Technologieaktien. Im DAX konnte lediglich die Aktie von ThyssenKrupp um 3,04 Prozent Zugewinne verbuchen. Hintergrund waren Fortschritte im Zusammenhang mit der möglichen Fusion der europäischen Stahlaktivitäten mit Tata Steel. Stärkste Verlierer waren Deutsche Bank (-3,49%), Vonovia (-3,35%) und HeidelbergCement (-2,88%).

An der Wall Street büßte der Dow 1,77 Prozent auf 20.607 Punkte ein. Der technologielastige Nasdaq 100 rutschte um 2,51 Prozent auf 5.581 Zähler ab. 77 Prozent aller Werte an der NYSE verzeichneten Kursverluste. Das Abwärtsvolumen lag bei 83 Prozent. 47 neuen 52-Wochen-Hochs standen 87 neuen Tiefs gegenüber. Der Volatilitätsindex VIX vollzog einen kräftigen Sprung nach oben. Einzige Sektoren im Plus waren Immobilienwerte und Versorger. Am stärksten abwärts ging es für Finanzwerte und Technologiewerte. Nachbörslich stand Cisco in Reaktion auf schwache Quartalszahlen und einem enttäuschenden Ausblick unter Druck (-7,7%).

Am Devisenmarkt blieb der US-Dollar unter Druck und wertete gegenüber allen anderen Hauptwährungen ab. Der Dollar-Index fiel den fünften Tag in Folge um 0,62 Prozent auf ein 6-Monats-Tief bei 97,47 Punkten. EUR/USD stieg um 0,72 Prozent auf ein 6-Monats-Hoch bei 1,1162 USD. Mit Blick auf die anderen Majors waren die sicheren Häfen des Yen und des Franken stark gesucht.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise legte um 0,68 Prozent auf 384,34 Punkte zu. Brent-Öl verteuerte sich nach den wöchentlichen US-Lagerbestandsdaten um 0,95 Prozent auf 52,14 USD. Die EIA berichtete von einem Rückgang der Rohölvorräte um 1,8 Millionen Barrel. Auch die Bestände für Benzin und Destillate gingen zurück. Der Preis für US-Erdgas fiel um 0,65 Prozent auf 3,21 USD. Comex-Kupfer notierte 0,31 Prozent tiefer bei 2,54 USD. Gold profitierte als sicherer Hafen und stieg um 1,90 Prozent auf 1.260 USD (1.129 EUR). Silber und Platin gewannen 0,79 und 1,04 Prozent hinzu. Palladium blieb gegen den Trend schwach und verlor 1,32 Prozent.

Am Rentenmarkt sank die am Vormittag festgestellte Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,22 Prozent. Im Verlauf des Nachmittags führte die steigende Risikoscheu der Anleger zu einem deutlichen Kursanstieg der Anleihen und entsprechend zu fallenden Renditen. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sackte um sechs Basispunkte auf ein 2-Wochen-Tief bei 0,37 Prozent ab. Der Euro-Bund-Future schloss 0,67 Prozent höher bei 161,46 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes fiel um satte elf Basispunkte auf ein Monatstief bei 2,22 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte orientierten sich heute früh aufgrund der schwachen Vorgaben von der Wall Street auf breiter Front südwärts. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,74 Prozent auf 150,85 Punkte. Der Nikkei 225 gab aufgrund eines deutlich anziehenden Yen rund 1,4 Prozent nach. Besser als erwartete Daten zum japanischen BIP im ersten Quartal wurden vom Markt weitgehend ignoriert.

Heute richtet sich der Blick vor allem auf das Protokoll der EZB-Sitzung vom 27. April sowie den Philadelphia-Fed-Index. Unternehmensseitig gibt es Zahlen unter anderem von Merck KGaA, Wirecard, Zooplus, Südzucker, Alibaba und Wal-Mart. Hauptversammlungen stehen an bei Deutsche Bank, Drillisch, United Internet, Amadeus Fire und Capital Stage.

Produktidee: Optionsscheine
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE7 MXX Call Cisco Omega: 4,1; Basispreis: 30,00 USD; Laufzeit: 19.09.2018
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