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Rohstoffe US-Präsident Trump plant Verkauf von strategischen US-Ölreserven – das sind die Folgen!

Gastautor: Commerzbank
23.05.2017, 11:29  |  3925   |   |   

Zwei Tage vor der OPEC-Sitzung ist hektische Betriebsamkeit ausgebrochen, um alle Mitglieder auf Linie zu bringen und die in den letzten Tagen nach oben getriebenen Erwartungen zu erfüllen. Gestern besuchte der saudi-arabische Energieminister zum ersten Mal seit 30 Jahren wieder den Irak. Anscheinend mit Erfolg, denn der Irak, welcher zuvor nur zu einer Verlängerung der Produktionskürzungen um sechs Monate bereit war, hat seine Zustimmung für neun Monate signalisiert. Wie glaubhaft dies ist, bleibt allerdings abzuwarten. Denn der Irak hat es in den ersten fünf Monaten der Vereinbarung nicht geschafft, die von ihm zugesagte Kürzung umzusetzen. Zu Jahresbeginn lag die Umsetzung bei weniger als 50%, im Mai je nach Umfrage zwischen 70% und 80%. Damit liegt der Irak weiterhin am unteren Ende der Skala. Der Ölminister von Kuwait sieht noch keine Einigkeit für eine 9-monatige Verlängerung. Möglicherweise ist dies ein Versuch, die Erwartungshaltung im Vorfeld der Sitzung zu drücken, um das Enttäuschungspotenzial nach der Sitzung zu begrenzen.

Gegenwind bläst der OPEC weiterhin von den USA entgegen. Nicht nur, dass sich die US-Schieferölprodukion deutlich schneller als erwartet erholt. Jetzt sieht ein Vorschlag von US-Präsident Trump auch noch den Verkauf der Hälfte der strategischen US-Ölreserven vor. Dieser soll sich über einen Zeitraum von 10 Jahren erstrecken und ab Oktober 2018 beginnen. Aktuell belaufen sich die Strategischen Reserven auf 688 Mio. Barrel. Auch wenn die erforderliche Zustimmung des Kongresses ungewiss ist, reicht diese Meldung aus, den Ölpreis heute früh unter Druck zu setzen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD4GWB Long Oil Brent Future Faktor: 4
CD4GWJ Short Oil Brent Future Faktor: -4

Unterstützt durch einen weiterhin schwachen US-Dollar – dieser wertete gestern nicht nur gegenüber dem Euro auf ein 6½-Monatstief ab, sondern zeigte sich auch gegenüber vielen anderen Währungen schwach – verteuert sich Gold heute Morgen leicht auf 1.264 USD je Feinunze. Gold in Euro gerechnet ist dagegen aufgrund der schwachen
US-Währung nahezu unverändert. Silber stieg gestern deutlich auf 17,2 USD je Feinunze und profitierte dabei auch vom zeitweise starken Anstieg der Industriemetallpreise. Unter Druck stand gestern dagegen zunächst Palladium, das zeitweise auf ein 2-Monatstief von gut 750 USD je Feinunze fiel. Im späten Handel erholte sich das hauptsächlich in der Automobilindustrie verwendete Edelmetall aber deutlich und beendete den Handel sogar mit einem leichten Plus bei gut 770 USD. Anfang letzter Woche notierte Palladium allerdings noch bei 820 USD. Die Verkäufe setzten vor gut einer Woche ein, nachdem Johnson Matthey und Metals Focus im Rahmen der „Platinum Week“ in diesem Jahr für den globalen Palladiummarkt hohe Angebotsdefizite prognostiziert hatten. Offenbar handelten einige Marktteilnehmer getreu dem Motto „buy the rumour, sell the fact“. Mittlerweile dürften sich vor allem einige spekulative Finanzinvestoren aus dem Palladiummarkt zurückgezogen haben. Denn die hohen Netto-Long-Positionen wurden gemäß CFTC-Statistik in der Woche zum 16. Mai kaum abgebaut. Nach dem Datenstichtag geriet der Palladiumpreis aber spürbar unter Druck. Die Bestände der von Bloomberg erfassten Palladium-ETFs liegen nach den gestrigen Abflüssen nur noch knapp über dem im Februar verzeichneten 7-Jahrestief.

Produktidee: BEST Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE6RFU Bull Gold Hebel: 12,3
CE4K21 Bear Gold Hebel: 21,4

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