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Aktien Marihuana und Methode

Gastautor: Thomas Hellener
29.05.2017, 07:30  |  7936   |   |   

Es ist das ewige Streben nach dem schnellen Geld, dem Reichtum in wenigen Tagen, der die Menschen Lotto spielen lässt, sie auf der Rennbahn zum Zocken verleitet – oder aber in Aktien investieren lässt, die von selbsternannten Experten als das „500-Prozent-Ding“, oder die „Chance schlechthin“ angepriesen werden. Manchmal sind es Goldminenaktien, dann sind es Biotechs „mit dem Potential zum Verdoppler“. In den vergangenen Tagen waren es Marihuana-Aktien, die den schnellen Reibach versprachen. Es waren vor allem Penny Stocks oder Micro Caps, die durch die Internetforen getrieben wurden. Aber bitte nicht falsch verstehen: Herzlichen Glückwunsch all diejenigen, die mit Aktien wie Marapharm Ventures oder Leo Resources den schnellen Euro gemacht haben. Frei nach der Erkenntnis von Friedrich Arnold Brockhaus, dem deutscher Verleger und Gründer des gleichnamigen Verlages, der schon im 18. Jahrhundert erkannte: „Wir müssen als Regel annehmen, dass wir von zwanzig Unternehmen bei zehn verlieren, bei fünf auf unsere Kosten kommen, bei vier ordentlich und bei einem tüchtig gewinnen.“ Also: Glückwunsch zum ‚ordentlichen‘ oder ‚tüchtigen‘ Gewinn!

Schneller Euro oder nachhaltige Anlage?

Uns als Fondsboutique ist diese Art zu investieren – oder besser gesagt zocken – fremd. Wir bezweifeln auch, dass man mit solchen Aktien die kommenden Googles, Microsofts oder Facebooks dieser Welt findet. Aber vielleicht muss man beide Seiten seiner Seele bedienen: auf der einen Seite etwas Geld in „Spiel und Spaß“ stecken, den anderen Teil längerfristig investieren, um auf diese Art und Weise ein Vermögen aufzubauen. Wir stehen mit unserem global anlegenden Nachhaltigkeitsaktienfonds PRIMA – Global Challenges für den zweiten Teil der Gleichung.

Dr. Hendrik Leber, der für den Fonds verantwortlich zeichnet, hat sich deshalb  bei seinem jüngsten Fondsmanager-Dialog (https://youtu.be/ScDeRu3kvFA) auch die Frage gestellt: Was sind die Trends für die kommenden fünf bis zehn Jahre? Welche Branchen decken die menschlichen Grundbedürfnisse ab? Und auf welche Entwicklungen müssen wir uns unausweichlich einstellen? Für ihn steht fest, dass es vor allem technologische Veränderungen sind, die die Welt verändern werden, und in die Anleger investieren sollten. Dazu gehören die Bereiche Mobilität, Kommunikation, Energie, Ernährung, Wohnen, aber auch der Wohlstandskonsum.

6 Trends für die kommenden 5 bis 10 Jahre  

Unter Berücksichtigung von strengen Nachhaltigkeitsregeln wurde nach diesen sechs Trends auch das Portfolio des Fonds ausgerichtet. Für Leber ist es bei der Mobilität vor allem das selbstfahrende und von Batterien angetriebene Auto, das sich seiner Meinung nach schon in den nächsten drei bis fünf Jahren durchsetzen wird. Hier sind es vor allem die Portfoliowerte wie Aurubis, sowie die Halbleiterhersteller AMD, Intel und STMicroelectronics, die davon profitieren werden. Im Bereich Gesundheit ist das Portfolio unter anderem mit Boiron, Coloplast und Sonova gut aufgestellt. Und was den Kommunikationssektor angeht, der zum einen die immer stärker wachsende Datenverarbeitung, aber auch Internetanbieter, Netzwerkbetreiber und die Softwareindustrie umfasst, sind es Autodesk, CA Technologies, Dassault und SAP, die zu den Schlüsselinvestments gehören. Die Liste ließe sich beliebig fortführen.

Doch zur Methodik der Aktienauswahl gehören wie gesagt auch die strengen Nachhaltigkeitsregeln.  Denn der PRIMA - Global Challenges investiert nur in Aktien von Unternehmen, die einen substanziellen Beitrag zur Lösung sieben globaler Herausforderungen leisten: Klimawandel, Trinkwasser, nachhaltige Waldwirtschaft, Artenvielfalt, Bevölkerungsentwicklung, Armut, verantwortungsvolle Führung. Dass diese Kriterien auch eingehalten werden, darüber wacht ständig die Münchner Nachhaltigkeitsratingagentur oekom Research.   

Marihuana-Aktien gehören übrigens nicht dazu und damit auch nicht zum Anlageuniversum des Fonds. Damit können wir gut leben. Aber wer weiß schon, was die nächsten Jahre bringen?

 

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