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Strafe für angeblich unzureichende Vorkehrungen Deutsche Bank: Waffenstillstand für 41 Millionen Dollar erkauft

31.05.2017, 09:16  |  4283   |   |   

Die Deutsche Bank hat zugestimmt, dass sie 41 Millionen Dollar Strafe dafür zahlt, weil sie laut den Behauptungen der Ferderal Reserve nur unzureichend gegen Geldwäsche vorgegangen sei. Die US-Notenbank erteilte dem Geldhaus am Dienstag zudem die Auflage, seine internen Kontrollen im Kampf gegen Geldwäsche zu verbessern.

Das in Frankfurt ansässige Bankhaus, gab in dem seit Monaten anhaltenden Rechtsstreit mit der Federal Reserve um die Einhaltung des "Bank Secrecy Act" in den USA nach. Es verpflichtet die Kreditgeber zur Informationsweitergabe an Bundesbehörden, um illegale Transaktionen aufzudecken. In dem Rechtsstreit soll es nun zum Waffenstillstand kommen und die Deutsche Bank hat zugesichert, die internen Kontrollen zu verbessern und die Führungskräfte besser zu überwachen.

In einer E-Mail-Erklärung sagte die Deutsche Bank: "Wir sind bestrebt, jede von der Fed empfohlene Kontrollmaßnahme umzusetzen, um ihre Erwartungen zu erfüllen" ("Bloomberg").

Den Auslöser dieses Rechtsstreits bildet der Vorwurf, dass das Bankhaus zwischen 2011 und 2015 wohl Milliarden von Dollar in potenziell verdächtigen Transaktionen abgewickelt haben soll, so die Behauptung der Fed. Es geht um Transaktionen mit europäischen Tochterunternehmen, worüber es wohl keine genauen und vollständigen Informationen gibt.

Trotz mehrfachen Untersuchungen konnte die Fed keine spezifischen Transkationen offenlegen, die unsachgemäß abgelaufen seien. Die Deutsche Bank hatte bereits zu Beginn des Jahres wegen der Geldwäsche-Vorwürfe in einen Vergleich mit dem New York State's Department of Financial Services und Großbritannien eingewilligt, der sich auf insgesamt 630 Millionen Dollar beläuft. 

Die Strafzahlung könnte zur unbedeutenden Randnotiz werden, wenn die Untersuchungen zur Verbindung zwischen der Deutschen Bank und Donald Trumps Russland-Kontakten erst richtigen Fahrtwind aufnehmen. Abgeordnete der oppositionellen Demokraten forderten das Bankhaus vor wenigen Tagen auf, seine Geschäftsbeziehungen zu Donald Trump offenzulegen und mögliche Informationen über dessen Verbindungen nach Russland zu übermitteln. Laut den jüngsten Recherchen soll Donald Trump der Deutsche Bank insgesamt 340 Millionen Dollar schulden ("Welt").

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