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Dieselskandal geht in die nächste Runde Audi: Rückruf-Aktion von Tausenden A7 und A8 mit V-TDI-Motor

02.06.2017, 10:21  |  6420   |   |   

Audi gerät im Abgasskandal weiter unter Druck. Laut den Aussagen von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt habe Audi illegale Abgas-Software verbaut - bislang waren nur Modelle betroffen, in denen VW-Motoren eingebaut waren. Nun muss Audi 24.000 Fahrzeuge mit eigenen Motoren zurückgerufen.

Die neuen Vorwürfe gegen Audi ziehen den VW-Konzern noch tiefer in den Abgasskandal. Audi habe eine "unzulässige Abschalteinrichtung eingebaut", sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) am Donnerstag in Berlin ("Chip"). Offenbar ist der Vorwurf nicht aus der Luft gegriffen, denn Audi kündigte den Rückruf von rund 24.000 betroffenen Fahrzeugen an. Die Aktion soll im Juli starten. Es geht um die Modelle A7 und A8 mit V6- und V8-Dieselmotoren, die zwischen 2009 und 2013 gebaut wurden. Davon sind circa 14.000 Autos in Deutschland zugelassen, der Rest in anderen europäischen Ländern.

Dobrindt sagte, VW müsse bis zum 12. Juni 2017 Lösungsvorschläge zur Umrüstung übermitteln und der Minister kündigte an, dass nun weitere Fahrzeuge des VW-Konzerns mit ähnlichen Motoren untersucht werden sollen. Somit ist ein Ende des Dieselskandals im Hause VW noch lange nicht in Sicht.

Bei allen Ermittlungen: VW, Audi, Fiat Chrysler, General Motors, Daimler, Renault und der PSA Gruppe (Peugeot und Citroen) gibt es mindestens einen gemeinsamen Nenner: Angebliche Abschalteinrichtungen und Diesel-Motoren. Die Diesel-Technik gerät dadurch immer stärker in die Image-Krise und lässt die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in die Autoindustrie auf Null schrumpfen.

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