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Einfach raus? Kündigung: Was jetzt zu tun ist?

02.06.2017, 14:01  |  2566   |   |   

Die Welt läuft Sturm gegen die Entscheidung des US-Präsidenten das Pariser Klimaabkommen zu kündigen. Doch wie könnte der Prozess ablaufen? Wann wären die USA raus? 

Am 4. November 2016 trat das Abkommen in Kraft und damals hatte sich Barack Obama für die Beteiligung der USA stark gemacht. Das Datum könnte nochmal von besonderer Bedeutung sein, denn der Ausstiegsprozess aus dem Pariser Klimaschutzabkommen ist wie folgt möglich: Erst drei Jahre nach seinem Inkrafttreten für einen Staat kann er seinen Rücktritt schriftlich erklären und wäre frühestens ein Jahr später raus.

Ein Austritt der USA wäre zum 4. November 2020 möglich - wobei bereits am 3. November 2020 ein neuer Präsident gewählt wird. Dieser könnte die Kündigung einfach ignorieren. Bis zum 4. November 2020 müssen sich die USA an den vereinbarten Ziele halten - falls es keine neuen Vereinbarungen gibt.

Aber Trump möchte einen neuen "Deal" - der fair sei und die amerikanische Wirtschaft nicht schädige. Ob die Welt jedoch nach seinen Vorstellung tanzen wird, ist äußerst unwahrscheinlich. Angela Merkel, Emmanuel Macron und der italienische Premierminister Paolo Gentiloni reagierten in einer gemeinsamen Erklärung auf Trumps Ankündigung und schlossen eine Neuverhandlung des Abkommens aus. Gut das sich Herr Trump noch nicht die Mühe gemacht hat, mögliche Inhalte eines neuen Abkommens vorzulegen: Es hätte wenig Sinn.

Mit dem Ausstieg aus dem Klimaabkommen erfüllt Trump ein Wahlkampfversprechen. Nach dem Austritt stehen die USA auf einer Stufe mit Syrien und Nicaragua, die sich nicht an dem Übereinkommen beteiligt hatten.

Donald Trump möchte zurück zu den Klimatötern Öl und Gas - jedoch wird es in diesem Bereich keine neuen Jobs geben. Auf der anderen Seite entstehen in den USA viele Jobs im Bereich der erneuerbaren Energie. Falls Trump keine zweite Amtszeit erreicht, dann sind die Aufregungen am heutigen Tag womöglich umsonst gewesen. 

  

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Kommentare

Tjaa,möglicherweise muss man erneut die Konjunktur-Erwartungen überdenken,ich halte es durchaus für möglich,dass das eine erzwungene Spätfolge von Fukushima ist.
Auch,ist möglicherweise Trump gar nicht direkt verantwortlich,Obama,musste ja nicht mehr handeln und zwangsläufig muss eine neue Energie-Politik bestimmt werden,die Tendenz,wegen des vorhandenen Shale-Gases auf Gas zurück zugreifen und die gewaltigen Gas-Reserven der USA zu nutzen,liegt sehr nahe.
Werfen wir einen Blick,auf die Erfahrungen,deutscher Anleger,mit Solar und Windkraft-Unternehmen,...ein Blick,auf die Flächen,in den neuen Ländern,erweckt zwar den Eindruck,das ganze würde funktionieren,der Blick,in die ausgebrannten Depots,der Investoren jedoch zeigt deutlich,da gehts nicht lang!
Was ist denn noch übrig,von den achso stark beworbenen Gesellschaften?
Die gleichen Erfahrungen,kann man auf seinem Balkon,mit den Solar-Lampen machen,alle paar Jahre,sind halt neue fällig,aber da tuts nicht so weh,bei mir wirds wieder mal Zeit!^^
Erdgas,ist derzeit historisch billig,in den USA,falls es gelänge,das Gas zur Bewegung von Fahrzeugen zu nutzen,könnte man gute 10 Jahre die Konjunktur auf niedriger Flamme köcheln lassen,während man die Forschung erneut voran treibt,um letztlich Abhilfe zu suchen!

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