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Ein heißes Eisen BREAKING NEWS: Alle Attentäter identifiziert - Trump-Besuch auf der Kippe

06.06.2017, 12:53  |  3192   |   |   

US-Präsident Trump warf dem Londoner Bürgermeister Sadiq Kahn wohl vor, die Terrorgefahr verharmlost zu haben. Trump behauptet Khan habe den Londonern geraten, nicht in Alarmstimmung zu verfallen. Nun schlägt Kahn zurück und will, dass der Trump-Besuch absagt wird.

Der Londoner Bürgermeister hat gesagt: "Zu einer Zeit, in der die Politik des US-Präsidenten gegen alles geht, wofür wir stehen, sollten wir ihm nicht den roten Teppich ausrollen" ("ntv"). Nun stellte sich sich wohl auch Theresa May auf die Seite des Bürgermeisters. Millionen Briten lehnen bereits den für Herbst geplanten Staatsbesuch bei Queen Elizabeth II ab. Nur die britische Regierung könnte Trump wieder ausladen.

HINTERGRUND

Es war Samstag kurz nach 22 Uhr, als ein Lieferwagen auf der London Bridge in eine ahnungslose Gruppe Passanten fuhr. Danach stürmten drei Männer aus dem Wagen und fingen an, wahllos auf Passanten einzustechen. Sieben Tote, 48 Verletzte, drei erschossene Attentäter – innerhalb von acht Minuten hatten Terroristen, die der Islamische Staat geschickt haben will, in der britischen Hauptstadt ein Massaker angerichtet.

TRUMPS KOMMENTARE

Der amerikanische Präsident Donald Trump liess mit seiner Kritik am Bürgermeister Sadiq Khan nicht lange auf sich warten. Am Sonntag nutzte Trump ein aus dem Zusammenhang gerissenes Zitat, um gegen Khan zu twittern. Am Montag legte Trump nach: In einer weiteren Erklärung im Kurzmitteilungsdienst Twitter beschuldigte er Khan, auf seine Kritik mit einer „erbärmlichen Ausrede“ reagiert zu haben ("FAZ").

Trumps Twitter-Reaktionen zum Londoner Anschlag und insbesondere seine Vorwürfe gegen den Bürgermeister der Hauptstadt hatte viele Briten empört. Aber auch US-Politiker hielten Trumps Attacke für unangemessen. New Yorks Bürgermeister, Bill de Blasio, sagte: "Kahn macht einen außergewöhnlichen Job in einer schmerzhaften Zeit.Präsident Trumps Attacken auf ihn sind inakzeptabel" ("Welt").

3 ATTENTÄTER

Khuram Shazad Butt, einer der drei Attentäter, die am Samstagabend mindestens sieben Menschen töteten und Dutzende verletzten war ein bekanntes Mitglied der radikal-islamistischen Gruppierung „Al Muhajiroun“ ("FAZ"). In den vergangenen Jahren soll sich Butt im Umfeld von „Al Muhajiroun“ radikalisiert haben, wobei er mehrfach in Moscheen durch seine besonders stark ausgeprägte Radikalität aufgefallen sein soll. Butt lebte im Ostlondoner Stadtteil Barking und arbeitete von Mai bis Oktober 2016 für die Londoner U-Bahn ("ntv")

Der zweite identifizierte Attentäter - ein Marokkaner - lebte wohl bis vor kurzem in Dublin. Rachid Redouane zog vor rund fünf Jahren in die irische Hauptstadt. Er wurde durch eine Karte der irischen Einwanderungsbehörde identifiziert. Der 30-Jährige nutzte wohl auch das Pseudonym Rachid Elkhdar und lebte teilweise in einem Hochhaus in Dagenham im Osten von London.

Zum dritten Angreifer sind bisher noch keine Details von den britischen Behörden veröffentlicht worden. Nun gaben italienische Medien an, dass es sich um den aus Marokko stammenden Jussuf Saghba handeln soll. Im vergangenen Jahr wurde er demnach in Bologna festgenommen, als er sich auf dem Weg nach Syrien befand ("ntv"). 



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