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Enttäuschung für Tesla&Co Elon Musk ist enttäuscht: Dänen kaufen keinen Tesla mehr

09.06.2017, 14:07  |  16886   |   |   

In Dänemark sind im ersten Quartal 2017 die Absatzzahlen von Autos mit alternativen Antrieben eingebrochen. Insgesamt wurde zwischen Januar und März 2017 ein Rückgang um 60,5 Prozent verzeichnet, während Nachbarland Schweden ein Anstieg von 80 Prozent verzeichnete. 

Tesla verkaufte 2015 in Dänemark 2.728 Autos, während es 2016 nur noch 176 Autos waren - ein Einbruch um 93,5 Prozent. Einst war Teslas Model S bei den Dänen sehr beliebt. Generell galt Dänemark mal als Vorreiter auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien. Diese Zeiten scheinen im Bereich der alternativen Autotechnik - E-Mobilität und Plug-in-Hybrid - vorerst vorbei. Die Verkäufe gingen im ersten Quartal 2017 um 60,5 Prozent zurück ("Bloomberg"). Bereits in den 1980er Jahren hatte man in Dänemark das Thema E-Mobiltät stark gefördert und eine herbe Enttäuschung erlebt. 

Im Durchschnitt stiegen die E-Auto-Verkäufe in der Europäischen Union um 30 Prozent. Spitzenreiter war Schweden, wo die Absatzzahlen um 80 Prozent zulegten - im Vergleich zu den ersten drei Monaten 2016.

Die überragenden Verkaufszahlen 2016, als in Dänemark 5.298 E-Autos verkauft wurden, basierten weniger auf der vorbildliche Einstellung der Dänen zum Umweltschutz und dem Klima, als vielmehr der Möglichkeit Steuern zu sparen. Beim Kauf von Neuwagen mit Verbrennungsmotor zahlten die Dänen über die Mehrwertsteuer von 25 Prozent hinaus eine Abgabe von 180 Prozent des Anschaffungspreises. 

Nachdem die dänische Regierung 2016 damit begonnen hatte, die zusätzlich zur MwSt erhobene Zulassungssteuer für E-Autos wieder einzuführen und innerhalb von fünf Jahren schrittweise auf das Niveau von Verbrenner-Autos anzuheben, waren die Stromer-Verkäufe massiv eingebrochen. Bis 2020 sollen die Steuervorteile für Elektroautos komplett gestrichen werden.

Der Leiter der dänischen Elektroauto-Allianz, Laerke Flader, sagte, dass die neue Steuerstrategie den Markt vollkommen zum Erliegen gebracht hat. Die Preisvergünstigungen waren extrem wichtig, damit sich die Technik durchsetzt, so Flader. Auch gab Flader zu bedenken, dass die E-Auto-Industrie eher in einen Markt investieren wird, wo die Absatzaussichten besser sind.   

In Norwegen sieht es derzeit anders aus: Käufer nutzen freie Parkplätze, können umsonst Strom laden, zahlen keine Maut für Tunnel und Fähren und dürfen in Oslo zur Rushhour die Busspur benutzen. Jedoch werden auch in Norwegen die steuerlichen Vergünstigungen von bis zu 10.000 Euro auslaufen. Ab 2018 werden die Vorteile stufenweise abgebaut. Auf der anderen Seite plant Norwegen ab 2025, Autos, Busse und leichte Nutzfahrzeuge nur noch neu zuzulassen, wenn sie mit Elektroantrieb fahren ("Welt").

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