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IBM verliert einen großen Cloud-Kunden und warum das viel Lärm um nichts ist

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
13.06.2017, 12:00  |  2586   |   |   

International Business Machines (WKN:851399) nennt sein Cloud-Geschäft eines der wichtigsten für den Umbau des Konzerns. Die Übernahme des Cloud-Infrastruktur-Unternehmens SoftLayer im Jahr 2013 zeigte, wie aggressiv IBM den Bereich Cloud-Lösungen angreift. Somit trat das Unternehmen in den Bereich Infrastruktur als Dienstleistung ein und legte damit das Fundament für eine große Bandbreite an Cloud-Diensten.

Bei diesem Geschäft vermietet IBM Rechnerkapazität und Speicherplatz an die Kunden. Diese Sparte ist aber deutlich kleiner als die der Marktführer Amazon Web Services und Azur von Microsoft. Ein Bericht am Mittwoch auf CNBC behauptete, dass ein größerer Cloud-Kunde von IBM das Unternehmen verlassen werde.

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WhatsApp, die beliebte Messaging-App von Facebook (WKN:A1JWVX) plant, Ende des Jahres auf die eigenen Datenzentren von Facebook umzuziehen. WhatsApp ist seit Jahre Kunde von SoftLayer, noch bevor das Unternehmen von IBM gekauft wurde. WhatsApp läuft auf 7.000 Servern. Eine Quelle von CNBC behauptet, dass Whatsapp einer der fünf größten Cloud-Kunden von IBM wäre, obwohl IBM behauptet, dass das nicht mehr länger der Fall wäre.

Diese Entwicklung scheint eine große Sache zu sein und sie könnte die Bemühungen von IBM unterwandern, sich selbst als eine der großen Cloud-Plattformen zu positionieren. Es gibt aber zwei Gründe, warum das wirklich nicht der Fall ist.

Das spiegelt die Cloud von IBM nicht wider

Facebook betreibt seine eigenen riesigen Datenzentren. Der gleichnamige Dienst läuft von Anfang an auf den eigenen Servern und jede Übernahme wurde auf diese Server übertragen. Instagram wurde im Jahr 2012 gekauft und zog im Jahr 2013 von AWS auf die eigenen Server um. Der Umzug dauerte ein ganzes Jahr.

Bei der Größe von Facebook ist es einfach deutlich günstiger, den Dienst selbst zu hosten, als ein anderes Unternehmen dafür zu bezahlen. Das erfordert natürlich hohe Investitionen und ich vermute, dass das auch der Grund ist, warum Unternehmen wie Netflix bei öffentlichen Cloud-Plattformen bleiben. Netflix investiert das Geld lieber in den eigenen Content anstatt in die eigenen Datenzentren. Aber Facebook hat jede Menge Geld auf der hohen Kante und wenn das Unternehmen seine eigenen Datenzentren aufbaut, dann hat es die komplette Kontrolle über diese Infrastruktur.

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