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Rohstoffe: Sprung der Anleiherenditen lastet auf Goldpreis
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Rohstoffe Sprung der Anleiherenditen lastet auf Goldpreis

Gastautor: Commerzbank
07.07.2017, 14:51  |  5772   |   |   

Edelmetalle: Der Goldpreis hat gestern keine Unterstützung durch den schwächeren US-Dollar und die fallenden Aktienmärkte bekommen. Heute Morgen fällt Gold zeitweise sogar wieder unter 1.220 USD je Feinunze. Gold in EUR fällt unter 1.070 EUR je Feinunze und markiert damit ein neues 15-Monatstief. Der Goldpreis wird derzeit durch den sprunghaften Anstieg der Anleiherenditen in Schach gehalten, der die Opportunitätskosten von Gold erhöht und Gold als Anlagealternative unattraktiver macht. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen schoss gestern zeitweise auf 0,58% nach oben – der höchste Wert seit anderthalb Jahren –, die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen stieg auf ein 2-Monatshoch von 2,39%. Es ziehen sich aber offenbar nicht alle Anleger aus dem Goldmarkt zurück, denn die Gold-ETFs verzeichneten gestern Zuflüsse von 1,7 Tonnen, was als positives Zeichen zu werten ist. Der Goldpreis könnte heute Nachmittag etwas Auftrieb bekommen, sollten die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten für Juni enttäuschen. In der gestern veröffentlichten privaten Arbeitsmarktstatistik des ADP blieb die Zahl der neu geschaffenen Stellen jedenfalls hinter den Erwartungen zurück. Unter Druck stehen zum Wochenausklang auch Silber und Platin. Silber notiert wieder unter der Marke von 16 USD je Feinunze, Platin hat im frühen Handel die Marke von 900 USD je Feinunze getestet. Dagegen erholt sich Palladium moderat von seinen zuvor erlittenen Verlusten. Gestern war Palladium erneut der größte Verlierer unter den Edelmetallen.

Produktidee: BEST Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE6RFU Bull Gold Hebel: 21,2
CV13DX Bear Gold Hebel: 28,1

Energie: Die Ölpreise erleben seit gestern eine Achterbahnfahrt. Zunächst ging es deutlich nach oben. Am frühen Abend wurden in der Spitze Preisniveaus von gut 49 USD je Barrel bei Brent und 46,5 USD je Barrel bei WTI verzeichnet. Bis zum Handelsschluss gaben die Preise die Gewinne größtenteils wieder ab und schlossen ca. 1 USD unter ihren jeweiligen Tageshochs. In der Nacht setzte sich der Preisrückgang fort. Am Morgen handelt Brent nur noch bei 47,3 USD je Barrel, WTI bei 44,7 USD je Barrel, was jeweils unter den gestrigen Eröffnungsniveaus liegt. Ihre Tageshochs verzeichneten die Ölpreise gestern unmittelbar nach der Veröffentlichung der US-Lagerdaten durch das US-Energieministerium. Diese zeigten einen deutlichen Lagerabbau über alle Kategorien hinweg. Die Rohölbestände fielen um 6,3 Mio. Barrel besonders kräftig auf das niedrigste Niveau seit Ende Januar. Auch der Abbau der Benzinvorräte übertraf mit 3,7 Mio. Barrel die Erwartungen. Unterstützt wurde der Rückgang der Rohölbestände durch niedrigere Importe und eine höhere Rohölverarbeitung. Der Rückgang der Benzinvorräte wurde durch eine gestiegene Benzinnachfrage begünstigt. Durch den deutlichen Anstieg der US-Rohölproduktion um 88 Tsd. Barrel pro Tag wurde der starke Produktionsrückgang in der Vorwoche nahezu vollständig wettgemacht. Da dieser Rückgang auf temporäre Sonderfaktoren wie wetterbedingte Produktionsunterbrechungen im Golf von Mexiko und Wartungsarbeiten in Alaska zurückzuführen war, stellt dessen Korrektur eigentlich keine Überraschung dar. Dass der Preis dennoch negativ darauf reagierte, ist ein Zeichen anhaltend großer Skepsis vieler Marktteilnehmer, was den Abbau des Überangebots angeht.

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CE9J1Y Long WTI-Öl Future Short: 8
CE7XGS Short WTI-Öl Future Short: -8

Industriemetalle: Die Metallpreise erhielten gestern weder durch den schwächeren US-Dollar noch durch die zwischenzeitlich deutlich gestiegenen Ölpreise Auftrieb und zeigten sich weitgehend unverändert. Auch heute Morgen ist noch keine große Bewegung in den Preisen zu beobachten. Kupfer handelt weiter oberhalb von 5.800 USD je Tonne. Die LME-Kupfervorräte wurden in dieser Woche um 65 Tsd. Tonnen bzw. 26% aufgestockt, womit der Lagerabbau seit Anfang Mai zu einem Großteil wieder wettgemacht wurde. Rückblickend betrachtet heißt dies aber auch, dass der bis vor kurzem erfolgte Lagerabbau nicht nur auf eine reale Nachfrage zurückzuführen war, sondern wohl auch viele Finanztransaktionen dahinter standen. Die zur Auslieferung aus den LME-Lagerhäusern angemeldete Menge (sog. cancelled warrants) ist mittlerweile deutlich zurückgegangen, so dass aus dieser Sicht kurzfristig wohl nicht mit einem erneuten kräftigen Lagerabbau zu rechnen ist. Auch in den Lagerhäusern der SHFE in China wurden die Kupferbestände nach einem Rückgang in den beiden Wochen zuvor in dieser Woche wieder leicht aufgebaut.
Wie der Hafenbetreiber von Port Hedland in Australien, dem größten Eisenerzverladehafen der Welt, berichtet, wurden von dort auch im Juni große Mengen Eisenerz verschifft, vor allem nach China. Dies deutet auf hohe chinesische Eisenerzimporte hin, die nächste Woche veröffentlicht werden.

Produktidee: BEST Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE46WH Bull Kupfer Future Hebel: 5,7
CV05CA Bear Kupfer Future Hebel: 18,3

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