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Euro fondsxpress Unruhe macht sich am Rentenmarkt breit

Gastautor: Jörn Kränicke
07.07.2017, 17:10  |  1749   |   |   

Langsam wird es ungemütlicher an den Finanzmärkten. Dass die Aktienmärkte nach dem starken Anstieg in diesem Jahr mal durchschnaufen, war zu erwarten. Aber nun weht auch an den Rentenmärkten ein rauer Wind. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe kletterte auf den höchsten Stand (0,57 %) seit eineinhalb Jahren. Grund für die Unruhe am Rentenmarkt ist die sich langsam durchsetzende Meinung, dass die EZB 2018 die Notenpressen langsamer rotieren lässt. Denn der Konjunkturaufschwung hat nun auch Frankreich erfasst. Laut Aussagen der französischen Notenbank wird die französische Wirtschaft im laufenden Jahr um 1,6 Prozent zulegen.

Daher wird mittlerweile bei der EZB darüber diskutiert, eine Verlängerung der Ankäufe auszuschließen. Gleichwohl bleibt die EZB weiterhin sehr vage mit ihren Aussagen. Dies hat Kalkül. Die Währungshüter hoffen aufgrund der guten Konjunktur auf steigende Inflationsraten. Der Zinsanstieg dürfte nun in langsamem Tem­po weitergehen. Am Jahresende dürfte die „Zehnjährige“ vielleicht wieder ein Prozent abwerfen. Im Gegenzug bedeutet dies deutliche Kursverluste bei Anleihen. Wer immer noch Langläufer im Portfolio hat, sollte über einen Verkauf nachdenken. 

Ich wünsche Ihnen ein sonniges Wochenende
Jörn Kränicke
Chefredakteur

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