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DAX-Chartanalyse: Knappes Wochenplus und Ausgangsbasis für...

DAX-Chartanalyse Knappes Wochenplus und Ausgangsbasis für...

Gastautor: Andreas Mueller
09.07.2017, 11:14  |  6094   |   |   

Ein kleiner Rückblick auf die eher ruhige Woche an den Märkten ist Ausgangsbasis für die Einschätzung der Entwicklung in der kommenden Handelswoche für den DAX.

Die Dynamik der Vorwoche konnte nicht fortgesetzt werden. Zwar gab es in dieser Handelswoche auch wieder schnelle und vor allem für Daytrader spannende Bewegungen am Aktienmarkt, für Positionstrader blieb jedoch wenig übrig. Eine Handelsspanne von weniger als 200 Punkten in einer Woche oder rund 1,6 Prozent auf den DAX-Stand bezogen ist eher unscheinbar. Im Detail wurden einzelne Daten zur weiteren Entwicklung der US-Wirtschaft jedoch mit Spannung erwartet und entsprechend darauf reagiert. Diese stelle ich hier noch einmal vor und gebe anschließend einen Ausblick auf die kommende Handelswoche.

 

Rückblick auf die Range-Woche

 

Der Montag startete erneut stark. Dies kennen wir schon aus den Vorwochen. Dabei entstand erneut ein GAP, welches den Marktteilnehmern Respekt einflößte. Es wurde erst einmal ignoriert, aber nicht vergessen!

 

(zum Beitrag ->)

 

Der DAX wandte sich zuerst seinem Korrekturziel zu. Dieses hatte ich in der Vorwochenanalyse skizziert (->)

 

Gut möglich also, dass zum Monats- und Quartalsstart die Kurse etwas zurücklaufen, im Sinne von einer Korrektur der starken Abwärtsbewegung. Für dieses Szenario halte ich einen Rücklauf bis 12.490 Punkte für realistisch. Dies wäre auch das Tief aus Mitte Mai und im Chartbild der erste Punkt der gezeigten unteren Trendkanal-Linie.

 

Es sollten am Montag dann „nur“ 12.486 Punkte im Hoch sein. Das GAP am Dienstag entstand zur Abwechslung auf der Unterseite, wurde jedoch sehr dynamisch gleich zum Handelsstart geschlossen. Erneut bremste der Markt knapp vor der 12.490 ab. Ein erwarteter Impuls durch das US-Notenbankprotokoll blieb aus und Spekulationen über den Zeitpunkt der nächsten Zinsanhebung durch die FED im Markt.

 

Selbiges beobachteten wir am Mittwoch, wie hier nachzulesen ist. Marktstart mit GAP und dynamisches Schließen bis hin zur Marke bei rund 12.490 Punkten.

 

 

Alle Hochpunkte lagen bis zum Donnerstagabend an dieser Linie, wie man der historischen Tabelle hier entnehmen kann:

 

Auf der Unterseite tat sich ebenso wenig, so dass man am Donnerstag eine Range im Chartbild visualisieren (und hier nachlesen) konnte:

 

 

Immerhin wurde die untere Begrenzung, welche auch die GAP-Kante von Montag (Bild 1 der Analyse) darstellte, als Trigger kurze Zeit später aktiviert. Der DAX nahm die Chance auf GAP-close wahr und schloss dieses am Donnerstag recht genau (hier dokumentiert):

 

 

Da es kein weiteres Short-Signal im Sinne eines neuen Mehr-Wochentiefs gab, orientierten sich die Marktteilnehmer wieder auf der Oberseite und kamen mit dem Schwung aus den USA am Freitag zurück in die gezeigte Range. Denn die Arbeitsmarktdaten waren sehr robust. 220.000 neu geschaffene Stellen zeigten ein Wachstum auf, welches so nicht erwartet war. Warum daraus keine Rallye entstand, ist erst auf den zweiten Blick erkennbar. Denn die Arbeitslosenquote stieg leicht auf 4,4 Prozent und die Lohnentwicklung stieg leider nicht mit. Der Aufschwung scheint somit nicht wirklich bei der breiten Bevölkerung anzukommen. Doch das ist ein anderes Thema. Hier geht es eher um die Frage: Verharren wir auch in der Folgewoche in dieser Range?

 

Immerhin schlossen DAX, Dow Jones, Nasdaq, EUROSTOXX und auch TecDAX im Plus. Und einige Investoren hatten hierbei ein recht gutes Gespür, wie Warren Buffet einmal mehr unter Beweis stellte (Artikel der w : o –Redaktion).

 

So könnte sich der DAX in der neuen Wochen entwickeln

 

Das in der Vorwoche erwähnte Frankreich-GAP wurde nicht ganz erreicht. Es fehlt noch ein Stückchen Weg, wenn man im 4 Stundenchart ganz genau hinsieht:

 

 

Ab dem Allzeithoch kann man dem DAX zudem eine klare Abwärtstendenz im Stundenchart bescheinigen:

 

 

In dieser Einstellung ist auch der Widerstand um 12.490 deutlicher zu sehen, der in der Vorwoche als Korrekturziel ausgegeben wurde:

 

 

Ein Überspringen dieser Marke, idealerweise per Schlusskurs, wäre ein sehr bullisches Signal und könnte damit die beiden Tiefs der Woche als mögliche W-Formation oder Doppelboden im Chartbild zurücklassen.

 

 

Ziel für dieses Szenario wäre dann ca. die 12.550 im Chartbild, abgeleitet aus dem, Verlaufstief am 27. Juni.

 

Der mögliche Doppelboden ist logischerweise mit einem Unterschreiten der 12.310 nicht mehr existent. Und dann käme das große gelbe GAP, welches ich nun schon seit Wochen durch die Chartbilder „schleife“ in den genauen Fokus.

 

Eine weitere Range-Woche zwischen 12.310 und 12.490 Punkten kommt natürlich allen Urlaubern entgegen. Denn dann muss das Depot entsprechend wenig bis gar nicht umgeschichtet werden. Womöglich ist diese der Grund für die im Juli abgenommene Volatilität. Doch mit Rücksicht auf die Nerven der sich nicht im Urlaub befindenden Positionstrader ist ein Ausbruch durchaus wünschenswert. Vielleicht zu den Wirtschaftsterminen der kommenden Handelswoche? Es muss ja nicht gleich Krieg sein, wie Goldman Sachs etwas hart formulierte. Die Redaktion von wallstreet-online berichtete ->

 

 

An Terminen sieht es in der kommenden Woche leider auch dünn aus. Die Ferienzeit dominiert und so muss nur Janet Yellen als FED-Chefin am Donnerstag zum Rapport. Um 16 Uhr wird sie vor dem Kongress womöglich Einblicke in die weitere Zinsstrategie der US-Notenbank geben. Am Freitag um 14.30 Uhr stehen dann noch die US-Verbraucherpreise und Einzelhandelsumsätze auf der Agenda. Alle weniger wichtigen Termine finden Sie hier im Wirtschaftskalender ->

 

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Berichten werden auch wieder die Trader auf wallstreet-online über ihre Handelsideen. Diese finden Sie börsentäglich in den Tages-Trading-Chancen zum Nachlesen und für Ihren eigenen Austausch.

 

Herzlichen Dank für Ihr Interesse und einen erfolgreichen Wochenstart,

Ihr Andreas Mueller (Bernecker1977)

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