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Das Märchen von unpolitischer Randale Linke Gewalttäter: "Die unmögliche Tatsache"

Gastautor: Rainer Zitelmann
09.07.2017, 19:11  |  1114   |   |   

Es gehört zum Ritual, dass uns Politiker von SPD, Grünen und Linken sowie linke Medien nach gewalttätigen Demonstrationen und Randale von linken Autonomen weiß machen wollen, die Täter seien „unpolitisch“ und auf keinen Fall links.

Sigmar Gabriel (SPD) erklärt am Sonntag in einem Kommentar in BILD: "Alle angeblichen politischen Motive für diese Orgie an Brutalität sind verlogen und sollen nur das Deckmäntelchen dafür sein, worum es den Tätern aus allen Teilen Europas ging: um Gewalt an sich… Mit angeblich ‚linken Motiven' hat das alles nichts zu tun." Nach dieser Interpretation waren die Randalierer also keine Linksextremisten, sondern es waren jugendliche Schläger, die einfach nur Freude an der Gewaltausübung um ihrer selbst gehabt hatten, ähnlich wie vielleicht manche Hooligans bei Fußballspielen.

Dietmar Bartsch, Vorsitzender der Fraktion "Die Linke" im Deutschen Bundestag, sagte Sonntag in der ARD: "Ich will auch gar nicht von Linksterror sprechen. Das hat mit Links nichts, aber auch gar nichts zu tun. Links steht für Gerechtigkeit und Solidarität." Und SPD-Kanzlerkandidat Schulz stimmt ein: "Wer das links nennt, hat nicht kapiert, was links ist", so konnte man ihn heute im ARD-Frühstücksfernsehen hören.

Auch in der Berliner Rigaer Straße kommt es regelmäßig zu Gewaltexzessen von linken Autonomen. Innensenator Geisel (SPD) verurteilte diese Übergriffe als "sinnlos, menschenverachtend und unpolitisch".

taz: "unpolitischer Mob"
In der linksalternativen taz wird am Sonntag spekuliert, dass die CDU Nutznießerin der Randale sei, die natürlich auch als "unpolitisch" bewertet wird: "An den politischen Beschlüssen wird es also nicht liegen, wenn Merkel wie erhofft im Wahlkampf vom G20-Treffen profitieren wird. Sondern an den massiven Krawallen am Rande des Gipfels… Denn mit ihrem Dank an die Polizisten, die in Hamburg wirklich harte Tage erlebt haben, und der Ankündigung, jene Menschen finanziell zu entschädigen, deren Autos angezündet oder Läden geplündert wurden, dürfte Merkel viel Sympathiepunkte gesammelt haben - auch bei jenen, die sowohl den Gipfel als auch den Polizeieinsatz eigentlich kritisch sehen. Dieser ‚Erfolg', der die inhaltliche Leere überdeckt, geht allein auf das Konto des unpolitischen, kriminellen Mobs, der auf Hamburgs Straßen wütete."

"Weil nicht sein kann, was nicht sein darf"
Warum legen linke Politiker und Medien so viel Wert darauf, zu erklären, dass die Randalierer "unpolitisch" und jedenfalls nicht "links" seien? Weil "links" nun einmal "gut" ist, und deshalb kann und darf es keine linken Gewalttäter geben. Wenn "links" automatisch für Humanität, Menschenliebe, Fortschritt und ganz allgemein für alle guten und edlen Absichten steht, dann kann natürlich gewalttätige Randale niemals "links" sein.

In der Logik gleicht dies dem, was Christian Morgenstern Palmström in seinem schönen Gedicht "Die unmögliche Tatsache" folgern lässt:

Und er kommt zu dem Ergebnis:
‚Nur ein Traum war das Erlebnis.
Weil', so schließt er messerscharf,
‚nicht sein kann, was nicht sein darf.'

Genau dieser Logik folgte beispielsweise ein Artikel in der taz im August 2012 nach gewaltsamen Ausschreitungen im Hamburger Schanzenviertel. Als Beleg dafür, dass es sich nicht um Linke handeln könne, wird die Beobachtung einer Anwohnerin angeführt wird, die Randalierer hätten "soviel Hass im Gesicht gehabt". Auch die Tatsache, dass sie linke Parolen gerufen hätten, spräche nicht dafür, dass es sich um linke Autonome handle. Wörtlich hieß es in dem taz-Artikel:

"Ab 23:30 Uhr begannen schwarz gekleidete Vermummte - junge Erwachsene und ältere Frauen - Feuer auf der Straße vor der Roten Flora zu legen. Sie versuchten auch, einen Baum direkt an der Flora anzuzünden. ‚Die hatten soviel Hass im Gesicht, das waren keine Linken', sagt eine Anwohnerin…. Auch wenn linke Parolen gerufen wurden, ging es den allermeisten um den Gewaltexzess, nicht um Politik. Vielen stand blanker Hass ins Gesicht geschrieben." So weit die taz.

Faschistisch?
Nicht nur in linken Medien, auch in der bürgerlichen Presse werden die Gewalttäter als "Faschisten" bezeichnet, obwohl diese sich als Kommunisten oder Anarchisten verstehen. Auch dahinter verbirgt sich die Meinung, extreme Gewalt könne bzw. müsse stets "rechts" sein. Nein. Gewalttäter gab es in der Geschichte im gleichen Maße von rechts und von links. Oder waren Stalin, Mao und Pol Pot, die Abermillionen Menschen umbringen ließen, in Wahrheit auch "unpolitische" Gewalttäter oder aber "Faschisten"? Nein, sie waren nicht unpolitisch und sie waren auch keine Faschisten, sondern sie waren Kommunisten, linke Diktatoren. Gewalt ist in totalitären Ideologien schon angelegt - egal ob diese links oder rechts sind.



4 Kommentare

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Kommentare

Hoho! dieses Gedicht habe ich grade den Teslafäns unter die NAse gerieben, weil bekannt wurde, dass die Batterieproduktion mehr CO2 Erzeugt, als ein gewöhnliches Auto im Leben produziert.

Wir haben ein Problem: Die wertschöpfende Geselslchaftsschicht hat sich in die Defensive drängen lassen. Wertschöpfung und Schaffung von Wohlstand ist als Zerstörung von Umwelt und Lebensgrundlage gebrandmarkt. Genau das Gegenteil ist der Fall: Die Lebenserwartung der Menschen steigt, eben aufgrund der Arbeit vieler. Links und grün zerstört, auf vielfältige Weise: Was früher das Fegfeuer war, ist jetzt das Co2, die globale Erwärmung, der Feinstaub.
Faschisten sind Menschen, die anderen vorschreiben wollen, wie sie zu leben haben!
Wenn ich eine Zusammenfassung des Gefasels der Grünen und Linken, auch SPD, in Fernsehen und Presse bei der Aufarbeitung der Gewaltorgien geben darf: das waren sicher keine richtigen Linke... es waren vor allem Ausländer... die Polizei hat im Prinzip an allem schuld... wir haben alles richtig gemacht, wir sind und bleiben die Guten, die Gesellschaft bzw. das kapitalistische System ist schlecht.

Ich glaube wir müssen uns noch auf viel schlimmeres gefasst machen, vor allem der Terrorsenat in Berlin hat noch viel vor.
Ja genau, und deshalb braucht auch niemand irgendeine Bestrafung befürchten.
Warum? Es war ja nicht Politisch und alle hatten eine schwere Kindheit.
Vielleicht Bewährungstrafe für extrem gewalt Tätige Demonstranten.
Das reicht dann aber auch.

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