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Gold-Silber-Platin Silber jetzt extrem günstig

17.07.2017, 12:18  |  5010   |   |   

Die Korrektur beim Gold dürfte sich nun langsam aber sicher ihrem Ende nähern. Gold in Euro konnte bereits einen kurzfristigen Abwärtstrend überwinden, während der Goldpreis in US-Dollar noch darin gefangen ist. Ein Anstieg über diesen Abwärtstrend würde ein erstes kurzfristiges Kaufsignal für die Bullen liefern, die dann erste Positionen aufbauen, während die Bären ihre Gewinne mitnehmen und somit eine weitere Erholung befeuern werden. Auf Jahressicht befindet sich der Goldpreis in US-Dollar noch im Plus, während in Euro aufgrund der temporär starken Gemeinschaftswährung ein kleines Minus zu verbuchen ist.

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Die Korrektur im Gold bietet eine neue Kaufgelegenheit für langfristige Investoren
 
Dieser Chart zeigt, dass es sich bei dieser Korrektur um eine Rückkehr an den seit Anfang 2014 bestehenden Aufwärtstrend handelt. Als dieser Aufwärtstrend Anfang 2016 getestet wurde, kam es in der Folge zu massiven Käufen und einem Anstieg des Goldpreises um 24%. Da wir erwarten, dass sich die Stärke des Euros ihrem Ende zuneigt und der Euro den Rest des Jahres vermutlich wieder schwächer notieren dürfte, sollte der Goldpreis deutliche Unterstützung erfahren. Gleichzeitig hat sich der Terminmarkt bereits zu 75% bereinigt, sodass die Korrektur in ihren letzten Zügen steht. Daher scheint es gut möglich zu sein, dass der Goldpreis in Euro in Bälde wieder nach oben drehen und einen neuen Anstieg einleiten wird.

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Der langfristige Aufwärtstrend für Gold in Euro wird aktuell getestet
 
Der Silberpreis zeigte sich bereits das gesamte Jahr über schon schwächer als Gold und verbucht im Augenblick ein kleines Minus zum Jahresbeginn. Die kurzfristigen Abwärtstrends sind noch intakt, doch könnten auch diese bald brechen und dann ein neuer Anstieg beginnen. Der Terminmarkt hat sich in vergangenen Wochen sehr gut bereinigt und ist aktuell so bullisch für Silber wie seit anderthalb Jahren nicht mehr.

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Silber hat das Tief zu Jahresbeginn leicht unterschritten.

Das Ratio bzw. das Verhältnis des Preises für Gold zu dem von Silber steht aktuell bei 78 und erreicht damit wieder extrem pessimistische Bärenmarktniveaus. Silber ist im Verhältnis zu Gold aktuell also sehr günstig und langfristig lässt sich mehr Gewinn bzw. eine höhere Rendite erwirtschaften, wenn man in solchen Situationen überproportional auf Silber setzt. Zum Hoch der Rallye des Jahres 2010/2011 fiel das sogenannte Gold/Silver-Ratio auf 30 – damit stieg besonders in der letzten Phase der Rallye der Silberpreis fast dreimal so stark wie der Goldpreis.

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Silber ist aktuell extrem günstig im Vergleich zu Gold

Eine langfristige Betrachtung des Gold/Silber-Ratios zeigt, dass in den vergangenen einhundert Jahren bereits zehnmal der Bereich um die 80 angelaufen wurde. Dies war jedes Mal der perfekte Zeitpunkt für ein Investment in Silber und brachte oftmals den dreifachen Gewinn von Gold. Viele Investoren sind sich dessen bewusst und so verwundert es auch nicht, dass smarte Investoren jetzt zugreifen und massiv Silber kaufen. In Deutschland sehen wir aktuell leider den gegenteiligen Effekt und die Nachfrage nach Silbermünzen und Barren ist im Keller, während Gold stark nachgefragt wird. Dies ist aus langfristig strategischen Gesichtspunkten irrational und eigentlich sollte man gerade jetzt überproportional Silber kaufen. Die Inder scheinen hingegen cleverer zu sein, denn diese importierten im Mai mit 1.473 Tonnen 20-mal mehr Silber als im vergleichbaren Vorjahresmonat. Die Goldimporte explodierten zwar auch von 36 Tonnen im Vorjahr auf einen gigantischen Import von 220 Tonnen im Mai dieses Jahres, doch entspricht das nur einer Verfünffachung. Die günstigen Silberpreise werden aktuell für langfristige Investments genutzt, wie auch die Verkäufe an Silver-Eagle Anlagemünzen der U.S. Mint für die ersten beiden Juliwochen zeigen, in denen mit 1,29 Mio. Unzen bereits mehr verkauft wurden, als im gesamten Vormonat nur 0,96 Mio. Unzen. Einige Analysten glauben, dass Silber bereits auf die Produktionskosten gefallen ist und daher einen fundamentalen Boden erreicht hat. Kurzfristig könnte der Preis zwar noch einmal darunter rutschen, doch langfristig wird Silber immer über den Produktionskosten notieren müssen, da die Minen bei zu niedrigen Preisen einfach die Produktion einstellen werden, um Verluste zu vermeiden, was das Angebot wiederum verknappen und den Marktpreis wieder heben wird.

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